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Menü » Suicide Geschrieben von
KŁnstler : Suicide
Homepage : http://www.limbos.org/suicide/
ńhnliche KŁnstler : Alan Vega, Sigue Sigue Sputnik, Dive, Soft Cell, Ministry, Pet Shop Boys, Cassandra Complex, Skinny Puppy
Die New Yorker Musiker Alan Vega (Gesang) und Martin Rev (Keyboards) gr√ľndeten Suicide bereits 1970.
Doch erst Mitte der 70er Jahre begann das Duo kontinuierlich zu arbeiten, die ersten, teilweise sehr poppigen Demos aus dem Jahr 1975 sind der Neuauflage des ?Alan Vega & Martin Rev?-Albums zugef√ľgt.

Befl√ľgelt von der aufkeimenden New Yorker Punkszene, ihren Clubs Max?s Kansas City und CBGB?s und Bands wie Blondie, Television, New York Dolls oder den Ramones, schufen Suicide ein √Ąquivalent auf elektronischer Basis: Martin Revs Equpiment war zun√§chst eine defekte Farsifa Orgel, die aus Geldmangel nicht repariert werden konnte, Alan Vegas Gesang war von Blues und dem amerikanischen Rock?n Roll infiltriert, den er einerseits liebte und auslebte, zum anderen auch √ľberspitzt persiflierte.

Gleich amerikanischen Punkbands wie den Ramones waren Suicide bewu√üt minimalistisch, ohne Rock?n Roll-Traditionen vollends zu negieren, dennoch war ihre Attit√ľde der Zeit entsprechend: Bei ihren Auftritten provozierte und beleidigte Alan Vega regelm√§√üig das Publikum, so da√ü die Konzerte der Band regelm√§√üig in Tumulten und Chaos versanken.

Das erste Album ?Suicide? erschien 1977 und war bestimmt von rudimentären, pervertierten Rock?n Roll- Klischees. Martin Rev setzte sein billiges Equipment bewußt minimal und ökonomisch ein und arbeitete verstärkt mit verzerrten Sequenzen und Delays; Alan Vegas gequälter, affektierter, oftmals an den Rockabilly-Stil der 50er Jahre gemahnende Gesangstil war das perfekte Pendant.
Die auf ?Suicide? enthaltenen Tracks wie das treibende ?Ghostrider?, die Ballade ?Cheriee? oder das 10 min√ľtige, zerst√∂rische Epos ?Frankie Teardrop?, das den Amoklauf eines Vietnam-Veteranen beschreibt, beeinflu√üten zahllose Bands. Von Soft Cell, √ľber Sigue Sigue Sputnik, Ministry, Spacemen 3, Skinny Puppy, Cassandra Complex, Klinik, Dive bis hin zu den Pet Shop Boys benannten unz√§hlige Gruppen Suicide als ihr direktes Vorbild.

Obwohl von der Kritik gelobt und schon bald zum ?Kult-? ausgerufen, war das Album in den 70er Jahren nur ein bescheidener Erfolg.

Suicide gingen in den folgenden Jahren auf ausgedehnte Tourneen, in Europa u.a. im Vorprogramm von Elvis Costello oder The Clash, wo sie nicht selten auf gro√ües Unverst√§ndnis trafen und die Auftritte schon nach kurzer Zeit wegen Ausschreitungen des Publikums abgebrochen werden mu√üten. Einer dieser denkw√ľrdigen Auftritte ist auf der CD ?23 Minutes Over Brussels? (Bronze) festgehalten.

Zahlreiche amerikanische Musikerkollegen erklärten sich dennoch zu großen Fans des Duos, allen voran Bruce Springsteen und Rik Ocasek, der als Sänger der Cars selbst eine große internationale Karriere startete.

Nach den Singles ?Dream Baby Dream? und ?Radiation? produzierte Ric Ocasek das zweite, irritierender Weise ?Alan Vega & Martin Rev? betitelte Album (später auch einfach ?Second Album? genannt), das weitaus poppiger, harmoischer und weicher geriet als der noch mit atonalen Distortion-Sounds spielende Vorgänger.
Dennoch war auch dieses Album revolution√§r: Den Minimalismus der Vergangenheit absch√ľttelnd, bestach das Werk vor allem durch die opulenten Synthi-Arrangements von Ocasek und Rev, deren transparenter, an futuristische Spieluhren gemahnender Klang z.B. den Sound des 81 Soft Cell Debuts ?No Stop Erotic Cabaret? ganz direkt beeinflu√üte.
Die Songs zentrierten sich, wie schon das Debut, auf die glamourösen (?Diamonds, Fur Coat And Champagne? ) oder bedrohlichen Seiten (?Harlem?) des New Yorker Nachtlebens

Suicide blieben trotz der √ľberschwenglichen Liebesbekundungen von Kritik und Kollegen weiterhin ein Geheimtip.

Die Band veröffentlichte 1981 die Cassette ?Half Life?, die zur einen Hälfte Liveaufnahmen, zur anderen Hälfte unveröffentlichtes Studiomatrerial enthielt ? und löste sich danach zunächst auf.

Alan Vega begann 1980, mit wechselndem Erfolg, solistisch zu arbeiten.
Zusammen mit Rik Ocasek nahm er das sehr zugängliche Rock-Albun ?Saturn Strip? oder das aufwendig produzierte Mainstream-Werk ?Just A Million Dreams? auf, denen die dunkle Brillianz der Suicide-Alben aufgrund der teilweise allzu flachen und anbiedernden Arrangements und der direkten Adaption von Rockabilly-Traditionen der 50er Jahre fehlte.

Martin Rev hingegen nahm die mehr in der elektronischen Tradition der Band stehende Werk ?Clouds Of Glory? auf.

Trotz Presselobs und dem stetig wachsenden Kult um Suicide waren die Solo-Karrieren wenig erfolgreich.
Speziell Alan Vega war frustriert, daß die Karrieren zahlloser Bands auf den Ideen von Suicide fußten, sie selbst von diesem Erfolg aber am wenigsten hatten ? zumindest kommerziell.

Dieser Frust war nicht zuletzt einer der Beweggr√ľnde, Rik Ocasek wieder auf den Produzentenstuhl zu setzen und 1988 das dritte Suicide-Album ?A Way Of Life? einzuspielen, da√ü Vega und Rev retrospektiv f√ľr ihr bestes Werk halten.
?A Way Of Life? fehlten die verspielten Elemente des zweiten Albums und der Soloproduktionen Vegas, es war ein stringentes, farbloses, dunkles Werk, das die Traditionen des Debuts ohne zwanghafte Minimalismen direkt aufgriff.
Ohne auf neue elektronische Bands wie Skinny Puppy oder Ministry direkt zu reagieren, war ?A Way Of Life? mit d√ľsteren, repetitiven Tracks wie ?Rain Of Ruin? oder ?Wild In Blue? ein Kind seiner Zeit und das bis dato erfolgreichste Werk der Band.

Dennoch versteiften sich Vega und Rev weiterhin auf ihre Solokarrieren: Während Martin Rev nach wie vor nur sporadisch veröffentlichte, nahm Alan Vega auf Alben wie ?Deuce Avenue? oder ?Power On To Zero Hour? deutlich Abschied von dem Mainstream der 80er Jahre. Sein zunehmender Alkohol ? und Drogenkonsum ließ die Werke aber auch die unkoordinierten, zahlreiche Auftritte zu einer bemitleidenswerten Peinlichkeit werden.

1992 fanden sich Suicide, abermals unter der √Ągide von Ric Ocasek, zusammen und nahmen mit ?Why Be Blue? ein betont poppiges Pendant zu dem 2. Suicide-Album, das trotz √ľberzeugender Songs (?Why Be Blue?, Pump It?) neue Ideen oder gar Innovationen vermissen lie√ü.

Ganz anders dagegen ihr 2002er Album "American Supreme". Hier experimentiere die Band erstmals mit Rap-und Funk-Elementen.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1978 Suicide
CD
Red Star
-
1980 Alan Vega & Martin Rev
CD
ZE
-
1988 A Way Of Life
CD
Rough Trade
-
1992 Why Be Blue
CD
Brake Out
-
2002 American Supreme
CD
Mute
-

Die hier verŲffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschršnkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



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