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Menü » Siouxsie & The Banshees Geschrieben von
KŘnstler : Siouxsie & The Banshees
Homepage : http://www.siouxsie.com
─hnliche KŘnstler : The Creatures; The Cure; The Glove
Obwohl die britische Formation Siouxsie & The Banshees im Laufe ihrer Karriere Kultstatus als Gothic-Rock-Band erreichte, gr├╝nden ihre Wurzeln im Punk. Als die ┬ž Sex-Pistols 1976 die das B├╝rgertum schockierende Punkwelle initiierten, versammelten sie schnell eine treue Gefolgschaft hinter sich, die als "Bromley Contingent" bekannt wurde. Zu diesen Fans z├Ąhlten auch Susan Janet Dallion, die sp├Ąter als Suzie und noch sp├Ąter als Siouxsie Sioux charismatisches Aush├Ąngeschild von Siouxsie & The Banshees werden sollte, und Steven Bailey, der sich sp├Ąter in Steven Severin umbenannte. Als Trendsetter in Sachen Punkmode provozierte Siouxsie dabei mit nackten Br├╝sten und Hakenkreuzarmbinden.


Infiziert von der Idee des Punkrock, alles tun zu k├Ânnen, ohne was zu k├Ânnen, entstand die Idee, selbst Musik zu machen. Am 21. September 1976 hatten Siouxsie & The Banshees (Banshees sind in der keltischen Mythologie Moorgeister, die durch ihr Heulen den Tod ank├╝ndigen) anl├Ąsslich eines Punkfestival im Londoner 100 Club ihren ersten Auftritt. Es wurde ein dilettantischer Gig, denn bis auf Gitarrist Marco Pirroni (sp├Ąter bei Adam & The Ants) besa├č keiner eine gro├če musikalische Vorbildung - weder Siouxsie als S├Ąngerin, noch Steven als Bassist und auch nicht Sid Vicious am Schlagzeug, der sp├Ąter als Bassist der Sex Pistols bekannt werden sollte. Mit dem Vorsatz, solange zu spielen, bis das Publikum sie von der B├╝hne zerrte, brachten Siouxsie & The Banshees mehr schlecht als recht eine punkige Version des Vaterunser, "The Lords Prayer". Nach zwanzig Minuten bereitete Sid Vicious der Tortur selbst ein Ende.


Es folgten Auftritte mit wechselnder Besetzung, wobei die Band zunehmend an Bewunderern gewann und schlie├člich Englands beliebteste Band ohne Plattenvertrag wurde. Es folgten Sessions beim englischen Radio-DJ John Peel, und 1978 erschien schlie├člich die erste Single "Hong Kong Garden", die - verh├Ąltnism├Ą├čig kommerziell gehalten - Platz 7 der englischen Single-Charts erreichte. In der Besetzung Siouxsie Sioux (voc), John McKay (g, sax), Steven Severin (bg) und Kenny Morris (dr) wurde 1978 das Deb├╝talbum "The Scream" eingespielt. Dabei lebten die Songs wieder von rauher Punkenergie (wie beim Beatles-Cover "Helter Skelter") und d├╝sterem Flair ("Metal Postcard"). Siouxsies rauhe, charismatische Stimme passte sich diesen Faktoren stimmig an.


Insgesamt wesentlich d├╝sterer zeigte sich bereits das 1979 folgende Album "Join Hands" - auch optisch: Die Band trug schwarze Kleidung, und Siouxsie beeinflusste mit wilder Frisur und extravaganter Schminke Generationen von Punk- und Gothic-M├Ądchen. Textlich zeigte das Autorenteam Siouxsie/Severin morbide Gedankeng├Ąnge, befasste sich mit ├ängsten, Nervenzusammenbr├╝chen oder psychopathischem Verhalten. So wurde die Kindermelodie von "Oh mein Papa" in den Song "Mother" integriert, hinter der niedlichen Melodie verbarg sich aber ein zynischer Hass-Song, der mit M├╝ttern abrechnete. Auf "Join Hands" fand sich in einer vierzehnmin├╝tigen Version mit "The Lords Prayer" schlie├člich auch der Song, mit dem die Karriere der Band begann, auf Tontr├Ąger.


Nachdem John McKay und Kenny Morris die Band im Streit verlie├čen, fand man live vor├╝bergehend Ersatz im Gitarristen Robert Smith von The Cure und Schlagzeuger Peter Clarke alias Budgie. Das 1980er Album "Kaleidoscope" wurde schlie├člich in der Besetzung Siouxsie Sioux, Steven Severin, Budgie und Ex-Magazine-Gitarrist John McGeogh aufgenommen. Dieses Album stellte als eines der atmosph├Ąrisch dichtesten, d├╝stersten und melodischten dar, was auch an der Integration von Keyboards lag. Mit Songs wie "Christine", "Red Light" und "Happy House" verf├╝gte "Kaleidoscope" ├╝ber enormes Hitpotential.


Der Nachfolger "Juju" ├╝berzeugte mit mystischer Atmosph├Ąre, die Songs waren wieder gitarrenlastiger; innovativ, experimentell und musikalisch variantenreicher zeigte sich 1982 "A Kiss In The Dreamhouse". Unter Ausnutzung neuer technischer M├Âglichkeiten schufen Siouxsie & The Banshees ein Klanguniversum, das d├╝ster, mystisch und melancholisch, aber auch warm und romantisch klang.


Gitarrist John McGeogh war mittlerweile aufgrund eines Nervenzusammenbruches ausgeschieden und wurde wiederum durch Robert Smith ersetzt. Smith wirkte auch auf dem 1983er Livealbum "Nocturne" mit, das auch als Live-Video erschien, und war neben seiner Rolle als Gitarrist auch als Keyboarder und Songschreiber am n├Ąchsten Studioalbum "Hyaena" beteiligt. Seine bei The Cure immer deutlicher werdenden Vorlieben f├╝r Popmusik kamen auch bei "Hyaena" exemplarisch zum Vorschein. Im Gegensatz zu fr├╝heren Produktion klangen die Songs wesentlich fr├Âhlicher und verspielter.


Reibereien mit Siouxsie selbst veranlassten Smith jedoch schlie├člich, sich nur noch The Cure zu widmen, w├Ąhrend nun John Carruthers (fr├╝her ┬ž Clock DVA) die Gitarre ├╝bernahm.


1984 folgte ein kurzes Intermezzo mit Klassikbegleitung: Live spielten Siouxsie & The Banshees mit dem London Symphony Orchestra ├Ąltere Titel wie ?Voices? und ?Placebo Effect? heraus, die als "The Thorn EP" erschienen. 1986 kam das Album "Tinderbox" auf den Markt.


Musikalisch wurden die Songs wieder in einem dunkleren Ambiente pr├Ąsentiert, was seinen besonderen Ausdruck in den CD-Bonustracks wie "An Execution" fand. "Candyman" und "Cities In Dust" erh├Âhten die Hitbilanz der Band.


1987 wagte die Band ein musikalisches Experiment, indem sie ein Album komplett mit Coverversionen herausbrachte. "Through The Looking Glass" enthielt interessante Neuinterpretationen von "This Town Ain't Big Enough For Both Of Us" (The Sparks), "The Passenger" (Iggy Pop) oder "Hall Of Mirrors" (Kraftwerk). Siouxsies Stimme war auf ihrem H├Âhepunkt, mit ihrem ausdrucksstarken Gesang und in Verbindung mit der versierten musikalischen, zumeist sehr d├╝steren Ausarbeitung schuf sich die Band ein eigenes Denkmal.


Das 1988er Album "Peepshow" pr├Ąsentierte mit Jon Klein in bester Banshees-Tradition einen neuen Gitarristen; zus├Ątzliche Verst├Ąrkung erhielt die Band durch Martin McCarrick (Cello, Keyb., Akkordeon), der zuvor bei ┬ž Marc Almonds Willing Sinners gespielt hatte. "Peepshow" zeigte Siouxsie & The Banshees von ihrer reifsten Seite - mit ausgefeilten Arrangements, tr├Ąumerischen Kompositionen und nicht zuletzt mit der romantisch-melancholischen Ballade "The Last Beat Of My Heart". Doch inzwischen war in der Szene eine neue Generation heran gewachsen, die anderer Musik zugetan war. Der Stern von Siouxsie & The Banshees begann zu verblassen und Ger├╝chte ├╝ber das Ende der Band kamen auf.


Siouxsie & The Banshees wirkten dem 1991 mit dem Album "Superstition" entgegen. Durch Talvin Singh, der exotische Instrumente wie Tabla, Tavil & Taal spielte, war die Band auf sechs Leute angewachsen. Hin- und hergerissen zwischen Rock-, Pop- und selbst Dancestrukturen sorgte nur noch Siouxsies unverwechselbare Stimme f├╝r gro├če Momente. Die Ver├Âffentlichung der zweiten Best-Of-Compilation "Twice Upon A Time" ein Jahr sp├Ąter war ein weiterer Beweis ├╝ber die Orientierungslosigkeit und kreative Krise der Band.


Auf dem 1995er Album "The Rapture" verzichteten Siouxsie & The Banshees auf das Mitwirken von Talvin Singh; Siouxsie selbst hatte zumindestens optisch zu alter, wenn auch reifer wirkender Sch├Ânheit zur├╝ckgefunden. Entz├╝cken konnte "The Rapture", wie der Albumtitel Glauben machen wollte, musikalisch jedoch nicht mehr. Siouxsie & The Banshees hatten ihren Zenit ├╝berschritten und zogendie Konsequenz: 1996 l├Âste sich eine der wichtigsten Bands im Punk-/Gothic-Rock-Bereich auf.


Steve Severin begann mit der Arbeit an dem Soloalbum ?Visions?, w├Ąhrend Siouxsie und Budgie ihr Projekt The Creatures wieder belebten, mit dem sie bereits 1981 mit einer ersten EP in Erscheinung getreten waren; seitdem hatten sie in gro├čen Abst├Ąnden immer wieder einige experimentellen Percussionsongs ver├Âffentlicht. Mittlerweile hatten die beiden geheiratet und lebten in einem alten Landhaus in Frankreich; hier entstand auch das 1999 ver├Âffentlichte Album ?Anima Animus?.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1978 The Scream
CD
Polydor
-
1979 Join Hands
CD
Polydor
-
1980 Kaleidoscope
CD
Polydor
-
1981 Juju
CD
Polydor
-
1981 Once Upon A Time ? Compilation
CD
Polydor
-
1982 A Kiss In The Dreamhouse
CD
Polydor
-
1983 Nocturne
CD
Wonderland/Polydor
-
1984 Hyaena
CD
Wonderland/Polydor
-
1984 The Thorn
EP
Wonderland/Polydor
-
1986 Tinderbox
CD
Wonderland/Polydor
-
1987 Through The Looking Glass
CD
Wonderland/Polydor
-
1988 Peepshow
CD
Wonderland/Polydor
-
1991 Superstition
CD
Wonderland/Polydor
-
1992 Twice Upon A Time ? Compilation
CD
Wonderland, Polydor
-
1995 The Rapture
CD
Wonderland/Polydor
-

Die hier ver÷ffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschrńnkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



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