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Menü » SPK Geschrieben von
Künstler : SPK
Homepage : http://home.pi.be/~spk/
Ähnliche Künstler : Graeme Revell; Vision II
Als Graeme Revell 1978 in Sydney die Post-Industrial-Band SPK grĂŒndete, wollte er zunĂ€chst seine Faszination fĂŒr deutsche Elektronik-Bands wie § Kraftwerk, Neu! und Can mit der Unzufriedenheit ĂŒber die gesellschaftlichen ZustĂ€nde verbinden, derer er sich als Krankenpfleger in einer psychiatrischen Anstalt nur zu bewusst gewesen war. Mit SPK (zunĂ€chst nach einer mit der Baader-Meinhof-Gruppe in Verbindung gebrachten Gemeinschaft von Geisteskranken namens Sozialistisches Patienten Kollektiv benannt, dann aber als Synonym fĂŒr System Planning Korporation, Surgical Penis Klinik und SePuKu verwendet) inszenierte Revell zusammen mit einigen Patienten ein Forum, um auf deren Ausgrenzung durch die Gesellschaft aufmerksam zu machen.


Die ersten Singles, die spĂ€ter auf dem Album ?Auto Da Fe? zusammengefasst wurden, waren Ă€hnlich wie Throbbing Gristles noisigen Soundcollagen von minimalistischen Electro-Arrangements, hektisch pulsierenden Rhythmen, einem Bollwerk an Industrial-Sounds und markanten SchreigesĂ€ngen geprĂ€gt. Nachdem Revell 1979 nach Paris gegangen war, um dort Philosophie, Anti-Psychiatrie, Literatur, Musikwissenschaften und Semiotik zu studieren, begann er ein Jahr spĂ€ter in London an der Verbindung seines neu erworbenen Wissens mit seinen musikalischen Interessen. Die auf dem eigenen Side-Effects-Label veröffentlichten SPK-Alben ?Information Overload Unit? und ?Leichenschrei? waren mit Bildern von Missgebildeten und Geisteskranken versehen und befassten sich mit Leben und Tod, Schönheit und HĂ€sslichkeit, SexualitĂ€t und Geschlecht, Sozialismus und Kapitalismus, Gesundheit und Krankheit. Die Musik blieb dabei eine Vertonung von AlbtrĂ€umen, eine Ansammlung von elektronischen Rhythmen und nervenzerreißenden Sounds, die den Wahnsinn einer zerrĂŒtteten Gesellschaft reflektierten.


Nachdem SPK 1982 ausfĂŒhrlich durch die USA und Europa getourt waren, begann mit Revells RĂŒckkehr nach London ein neues Kapitel in der musikalischen Entwicklung des Projekts. Mittlerweile war SPK zum Soloprojekt von Revell geworden, doch fand er nun in Sinan nicht nur eine LebensgefĂ€hrtin, sondern auch musikalische Mitstreiterin. Das 1983 veröffentlichte Minialbum ?Dekompositions? demonstrierte eindrucksvoll, dass Revell, der zusammen mit Sinan nun auch den Gesangspart ĂŒbernommen hatte, nicht nur konzeptionell inszenierten LĂ€rm produzieren, sondern auch tanzbare Rhythmen und eingĂ€ngige Melodien komponieren konnte.


1984 wechselten SPK zum Major WEA und veröffentlichten dort nach einigen Maxis mit ?Machine Age Voodoo? ein bahnbrechendes Metal-Percussion-Electro-Album, dessen wuchtig intensiver Computer-Sound eine Vielzahl von Bands der wenig spÀter aufkommenden Electronic-Body-Music-Szene inspirieren sollte. Auf dem 1987 erschienenen, musikalisch zweigeteilten Album ?Gold & Poison? verpassten SPK einerseits ihrem metallischen Electro-Sound einen noch poppigeren Anstrich, öffneten sich andererseits mit der zweiten HÀlfte des Albums ganz neuen Dimensionen. Hier integrierte Revell einige Titel des 1986 veröffentlichten Ethno-Ambient-Albums ?Zamia Lehmanni?, das ihm den Weg in das FilmmusikgeschÀft ebnete.


Mit ?Zamia Lehmanni? hatte er ein sinfonisch anmutendes Werk kreiert, das mit einer Vielzahl von exotischen Instrumenten, orchestralen Arrangements und Gregorianischen ChorĂ€len eine faszinierende euro-byzantinische Ethno-AtmosphĂ€re schuf. Schon im gleichen Jahr waren auf Revells eigenem Musique-Brut-Label zwei ambitionierte Soloalben erschienen, wobei ?The Insect Musicians? allein mit elektronisch verarbeiteten Insekten-GerĂ€uschen realisiert wurde und ?Necropolis? eine Umsetzung der musikalischen Werke des Schweizer Irren-KĂŒnstlers Adolf Wölfli war.


Nachdem er bereits 1986 die Musik zum Film ?Necropolis? beigesteuert hatte, kam Revells Karriere als Filmkomponist 1988 richtig in Schwung, als ihn der australische Regisseur Phillip Joyce fĂŒr seinen Hochsee-Psycho-Thriller ?Dead Calm? engagierte. Revell nutzte den Track ?In Flagrante Delicto? als Grundlage fĂŒr die außergewöhnliche, mit dem Australian AFI Award ausgezeichnete Filmmusik. Der Ruf aus Hollywood ließ nicht lange auf sich warten, und nach seinem Umzug nach Los Angeles machte sich Revell schnell einen Namen als Komponist fĂŒr unkonventionelle KlĂ€nge, bei denen ihm sein langjĂ€hriger WeggefĂ€hrte Brian Lustmord als Sound Designer zur Seite stand. Vor allem durch den Einsatz von exotischen KlĂ€ngen in Verbindung mit außergewöhnlichen elektronischen und orchestralen Arrangements konnte er sich mit Scores zu ?The Crow?, ?No Escape?, ?The Siege?, ?The Craft? oder ?Chinese Box? eine Sonderstellung in Hollywood erarbeiten, wie sie neben ihm vielleicht nur noch Christopher Young (?Hellraiser?, ?Species?) und Elliot Goldenthal (?Interview With The Vampire?, ?Alien 3?) einnehmen.


Neben seinen unzÀhligen Filmprojekten fand Revell 1997 aber auch Zeit, um mit dem Projekt Vision II eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Sufi-Philosophen Rumi zu realisieren.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1981 Meat Processing
EP
Industrial Records
-
1981 Information Overload Unit
CD
Side Effects
-
1982 Leichenschrei
CD
Side Effects
-
1983 Auto Da Fe
CD
Walter Ulbricht Schallfolien
-
1984 Machine Age Voodoo
CD
WEA/Elektra
-
1986 Zamia Lehmanni
CD
Side Effects
-
1987 Digitalis Ambigua: Gold & Poison
CD
Nettwerk
-
1988 Oceania , Live
CD
Side Effects
-

Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



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