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Menü » Travailleur En Trance Geschrieben von Clermac
Künstler : Travailleur En Trance
Homepage : http://t-e-t.org
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TET - Travailleur En Trance ist das verwĂŒstende Projektil von CS, der als "rotorik" außerhalb Hamburgs mit abstrakten Techno-Releases auf Labels des sogenannten "Brighton"-Sounds wie beispielsweise Mosquito, [feis], Automatic, Mutter, boogizm und Crime bekannt wurde und damit einiges Aufsehen erregte. So wurden die Platten des Hamburgers beispielsweise mehrmals vom legendĂ€ren britischen DJ John Peel in dessen BBC-Radiosendung gespielt.

TET war ein VorgĂ€nger von rotorik und wurde bereits 1993 in der malerischen Hafenstadt Flensburg gegrĂŒndet. Hier war CS bereits dafĂŒr bekannt, ĂŒber die grĂ¶ĂŸte Sammlung belgischer Electronic Body Music-Scheiben in ganz Angeln zu verfĂŒgen. Über diese Platten genialischer Bands wie Front 242, Klinik, Vomito Negro, Insekt, A Split Second, Tommi Stumpff, DAF, Nitzer Ebb, Front Line Assembly, Skinny Puppy u.a. verfĂŒgt CS noch heute und legt sie zu speziellen, passenden Gelegenheiten auf.

TET's GerĂ€tepark war damals minimal: Alle Tracks wurden mit gerade mal drei GerĂ€ten, darunter dem Einsteigersynth Yamaha SY22, konzipiert. Nach der Veröffentlichung einiger Tapes auf Kassettenlabels absolvierten TET manchen Gig im norddeutschen Raum, den vorerst letzten 1995 in der Markthalle in Hamburg - bezeichnenderweise bei einer Veranstaltung mit Namen "Stahlklang". Bei Auftritten versicherte sich TET-Macher CS stets der UnterstĂŒtzung eines gewissen RI.
Dann wurde CS zunĂ€chst scheinbar endgĂŒltig vom damaligen "Intelligent Techno" aufgesogen und fabrizierte nur noch softwarebasierte Instrumentalmusik als rotorik.


In jĂŒngerer Zeit deutete sich aber bereits eine Wende an: Releases von rotorik begann ein gewisser Sound anzuhaften, den Kenner sehr schnell als vom belgischen EBM der spĂ€ten 80er herrĂŒhrend identifizierten. Ein Remix des belgischen Urgestein-Projekts "Sonar" als rotorik verstĂ€rkte die Tendenz. Auch herrische Vokal-Fetzen tauchten auf, bis dann schließlich der Impuls nicht mehr lĂ€nger unterdrĂŒckt werden konnte: "Einmal EBM, immer EBM!" heißt es bekanntlich unter Kennern - und so erstand TET im Jahre 2004 endgĂŒltig wieder auf. Dabei ging es nicht zuletzt auch darum, dem heute als "New-School-EBM" verkauften, ĂŒber weite Strecken völlig einfallslosen Trance-Schrott etwas AnstĂ€ndiges entgegenzusetzen.


ZunĂ€chst wurden staubigen Atari-ST-Disketten Sequenzen damaliger Tracks entrissen. Diese StĂŒcke wurden dann unter massivem Einsatz geradezupaßkommender Software wie dem FM7 neu aufgenommen. Es dauerte nicht lange, bis das Label Mutter TontrĂ€ger diese neuen/alten Töne CS' begrĂŒĂŸte und eine rotorik/TET-Splitveröffentlichung ansetzte, nĂ€mlich die sehr treffend betitelte "Phantom Commando E.P." (Mutter/Neuton). Hier werden mit "(Could) I Scan You" und "Endure To Cure" zwei alte TET-Klassiker nach 10 Jahren zu einem gewissen Ruhm gelangen. Als "TET vs. rotorik" erarbeitete CS den gefĂ€hrlich shufflenden EBM-Track "Sector Champion" fĂŒr das Label Acido. Jetzt sind TET bereit fĂŒr einen umfassenden Angriff…


"Wir brauchen den Besten!"


Der EBM, den TET vertreten, ist natĂŒrlich immer noch der pure, echte und ultra-europĂ€ische. Dieser wurde nach den analogen AnfĂ€ngen vor allem von digitalen FM-Synthesizern wie dem DX-7 beeinflußt - und dann in den 90ern leider von amerikanischen Metal-Gitarren zu Crossover verseucht. Aber natĂŒrlich wĂ€re CS nicht rotorik und Sounddesigner, wenn er den damaligen Sound nicht stĂ€ndig mit frischen KlĂ€ngen aus seinem Soundlaboratorium anreichern wĂŒrde. Es herrscht dabei stets der originale Ansatz des EBM: Virtuoser Umgang mit elektronischen Instrumenten - aber unakademische PrĂ€sentation. Die Ziele sind Energie und Tanz.


Auch ideologisch lieben TET nicht die Umschweife: AgitpropeinflĂŒsse sind natĂŒrlich EBM-Pflicht, das wissen auch TET und mixen zwar den EBM-Ursound mit dem Groove des aktuellsten Abstrakt-Technos, wahren aber die Werten des reinen EBM, die nicht unzeitgemĂ€ĂŸer sein könnten: Das Streben nach der perfekten, durchgestylten und somit letztlich wegpustenden Gesamterscheinung in Bild und Ton ist gegenĂŒber dem lauen LĂŒftchen möglichst blöd aus der WĂ€sche guckender Hipster eine willkommene Erfrischung, die Nietzsches Mistralwind gleichkommt. Aus Out-of-Bed wird so Out-of-Trench.


Die Texte und natĂŒrlich auch die sehr direkten Sprachsamples beschĂ€ftigen sich dann auch mit Themen, die das einfache Volk betreffen. TET speist sich so beispielsweise aus knallharten Actionfilmen - und hier besonders Propagandawerken aus der Endphase des 1. Kalten Krieges, die wegen des dort thematisierten klaren, unverfĂ€lschten Feindbilds natĂŒrlich perfekt mit dem Ansatz von TET harmonieren. Ebenfalls extrem starke EinflĂŒsse sind RTL- und ZDF-Nachrichten sowie bestimmte Computerspiele.


"Hand in Hand! Faust um Faust!"


NatĂŒrlich sind auch die immer raffinierteren Mechanismen der Ausbeutung wieder Thema, die Zeichen der Zeit erkennend erweitert um Startups, Minijobs und Ich-Ags und die Demaskierung dieser Euphemismen. TET lassen - auch in ihren neuen StĂŒcken - keinen Zweifel daran, welcher Spielart des Totalitarismus sie nĂ€her stehen.

Kurz gefaßt: Es geht immer irgendwie um Waffen, Irre und Revolutionen.

Die Dogmen des vermeintlich absichtlichen Spackentums scheinen also weit weg, wo TET einrĂŒcken. So können es sich TET auch leisten, als erste nach dem LoFi-Wahn wieder auf HiFi zu setzen. TET sind frontal, mĂŒssen und wollen sich nicht entschuldigen. Revolte statt Beschwerde also, denn TET sind echt: Wie Mettbrötchen statt Bagel, wie Currywurst statt Sushi. Wo andere dekonstruieren, bauen TET nicht ab: Unsere Gier nach starken Symbolen, Parolen und Inszenierungen bedienen sie virtuos mit einer kathartischen Show im klassischen Stil. Und schon allein deswegen erweisen sich TET als LeistungstrĂ€ger kraftvoller elektronischer Musik.


"Leistung aus Leidenschaft"


Praktisch stellt sich TET so dar, daß CS live hinter einer riesenhaften, komplexen Apparatur von E-Drum-Pads erscheint. Seit 1989 existiert von ihm kein Photo mehr, auf dem er keine Sonnenbrille trĂ€gt. Wer seine Performance sieht, weiß sofort, daß er im Rahmen seiner Möglichkeiten Schauspieler wie Chuck Norris, Michael Dudikoff, Dolph Lundgren, Sylvester Stallone und Jean-Claude Van Damme emuliert. KĂŒhl kontrolliert der langjĂ€hrige Mitarbeiter RI derweil den Sound an einem Terminal, ruft Audiodaten im Rahmen eines hard real-time data fetch ab. Verwendung finden von CS mit der Software "Reaktor" speziell hergestellte virtuell modulare Systeme.
Flackernde Lichtblitze, natĂŒrlich dichte NebelbĂ€nke und ein ĂŒberaus mĂ€chtiger Sound, der keinen stehenlĂ€ĂŸt - daß sie "es noch draufhaben", bewiesen TET beim ersten Gig der neuen Ära Ende 2003 vor ausgesuchtem Publikum bei der "Full Force Techno Show" im Flensburger KĂŒhlhaus. "Ich hĂ€tte nicht gedacht, daß Ihr so abgeht!", kommentierte ein Anwesender. In der Tat nehmen TET mit ihrer schweren QualitĂ€t heute eine Ausnahmestellung ein - nicht wenige glaubten, so etwas werde schon lange nicht mehr produziert.


"Ignite once - blast anywhere"


Wie schaffen TET das? Ein Grund: CS und RI sind beide Fans harter, taktischer Egoshooter, und TET agiert online auch als ein sogenannter Clan. Sie konzipieren TET-Auftritte grĂ¶ĂŸtenteils beim Spielen auf Servern, die Namen wie "MetzelstĂŒbchen" oder "The Will To Kill" tragen. Der schnelle Reflex und die durchdachte, direkte Aktion sind eben das, was TET letztendlich ausmacht. Alle Erfahrungen und Kampfstrategien fließen direkt und ungefiltert in TET ein. Herkömmliche Proben werden so zwar nicht völlig ersetzt, aber eben um diese sehr TET-spezifische Komponente ergĂ€nzt. Die Gigs sind dementsprechend wie ein harter Actionfilm: Es bleibt kaum jemals Zeit zum Durchatmen.


Nebeneffekte sind leider nicht ausgeschlossen: Nach Abgleich ihrer Casio-Digitaluhren (wenn also dieser Vorgang stattfindet, sollte das als Warnung verstanden werden) kann es durchaus vorkommen, daß CS RI mitten im Konzert zur Sicherung einer Position jenseits der BĂŒhne auffordert. Das Publikum sollte sich davon nicht verunsichern lassen.


FĂŒr die nĂ€here Zukunft setzen TET weiter ganz auf Infiltration - d Tarnung, wenn es sich nicht vermeiden lĂ€ĂŸt.


Fazit:

+ TET ist nicht retro, TET is nur real - denn sie beweisen die AktualitĂ€t des EBM, indem sie alle SchlĂŒsselwerte wiederauflebenlassen und selbige mit dem Heute verbinden!
+ Extrem direkter, nicht-akademischer Ansatz mit Schwerpunkt auf einer klaren und kraftvollen PrÀsentation - und korrekt kanalisierter Druck!
+ KlĂ€nge und Rhythmen optmiert fĂŒr kommunistisch orientierten Kampftanz!
+ Neueste Techno/Elektronika-EinflĂŒsse integriert durch rotorik!
+ Ultra-europÀische Einstellung: Texte auf Englisch, Deutsch and Französisch - und keine Gitarren!
+ GeprĂŒft und unterstĂŒtzt von authentischen AnfĂŒhrern des Old-School-EBM!

= TET gehören somit eindeutig zur Leistungselite der Elektronischen Musik!


Travailleur En Trance

DISKOGRAPHIE:
rotorik vs. TET - "Sektor Champion" (1 track, 12",Acido 002/Neuton)
rotorik/TET - "Phantom Commando EP" (split 12", Mutter 021/Neuton)
TET - "Ultima Ratio Intervention" (CD album, manoeuvre records 01)

Line-up TET LIVE:
CS - distorted shouting, e-drums, systeme und module
RI - live engineering, samples and flanged support shouting

"MEMBERS OF D-DAY" DJ TEAM:
CS + RI - style: oldschool ebm


TET-ZENTRUM:
http://www.travailleur-en-trance.org/
http://www.t-e-t.org/
http://www.rotorik.com/

KONTAKT:
arbeiter@t-e-t.org
rotorik@rotorik.com


LABEL:
manoeuvre records
http://www.manoeuvre.de/

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
01.05.2005 Ultima ratio intervention
CD
Manoeuvre Records
im Shop erhältlich

Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.




 
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