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Menü » Japan Geschrieben von
KŘnstler : Japan
Homepage : http://special.the-raft.com/japan/
─hnliche KŘnstler : Rain Tree Crow; David Sylvian; Mick Karn; Steve Jansen & Richard Barbieri; Dolphin Brothers
Japan wurden 1974 in London von den Schulfreunden David Sylvian (Gesang), Mick Karn (Bass, Oboe, Saxophon), Richard Barbieri (Keyboards), Steve Jansen (Drums) und Rob Dean (Gitarre) gegr├╝ndet. David Sylvian und Steve Jansen sind Br├╝der, die ihren Nachnamen Batt aber ablegten, um Assoziationen mit Mike Batt zu vermeiden. In ihren Anf├Ąngen waren Japan eine kaum einzuordnende Band: Ihr homoerotisches Glam-Image erinnerte an die New York Dolls oder die fr├╝hen Roxy Music, die Musik dagegen war zun├Ąchst ein sperriges, eigenwilliges Gemisch aus Post-Punk, Funk und Glamrock-Zitaten. Nach einem Talentwettbewerb gewann die Band einen Plattenvertrag, der zu der Zusammenarbeit mit dem deutschen Label Hansa f├╝hrte.


Das 78er Deb├╝t ?Adolescent Sex? wurde in nur drei Wochen aufgenommen, das Abmischen des Albums dauerte dagegen l├Ąnger als drei Monate. Das ambitionierte Ergebnis und der scheinbare Widerspruch zwischen Image und Musik (jeder hatte aufgrund des Covers auf eine Hard-Rock-Band getippt) faszinierte die ├╝berwiegend wohlwollenden Kritiker, dennoch lie├č sich das Album, das mit dem Titelst├╝ck zumindest einen potentiellen Hit enthielt, kommerziell kaum verwerten. Hansa machte zudem den Fehler, die Band via Bravo und anderen deutschen Gazetten zu neuen Teen-Idolen aufbauen zu wollen ? ein Spiel, das Japan nur bis zu einem gewissen Grad mitspielten und das zumindest in Deutschland seine Wirkung verfehlte.


Ebenfalls 1978 erschien der Nachfolger ?Obscure Alternatives?. Dieses Album war weit weniger funk-orientiert, bot daf├╝r einerseits mit Songs wie ?Automatic Gun? oder ?Lo ve Is Infectious? harte, agressive und extrovertierte Ausbr├╝che, andererseits experimentierte die Band schon hier mit atmosph├Ąrischen, filmischen Elementen: ?Suburban Berlin? und vor allem das an David Bowies ?Low?-Album gemahnende Instrumental ?The Tenant? deuteten die Richtung an, in der sich das Quintett in Zukunft st├Ąrker profilieren sollte.


Obwohl sich Japan trotz gro├č angelegter Werbema├čnahmen weder in England noch in Deutschland vermarkten lie├čen, entwickelte sich die Band vor allem in Japan zum Hit: Die Japaner fassten es als Kompliment auf, dass sich eine britische Band nach ihrem Eiland benannte und feierten vor allem den platinblonden David Sylvian, der kurze Zeit sp├Ąter auch von der franz├Âsischen Vogue zum ?sch├Ânsten Mann der Welt? gek├╝rt wurde.


Mit der von Giorgio Moroder produzierten Single ?Life In Tokyo? und ?European Son? konnten Japan ihre Popularit├Ąt in Fernost weiter festigten, w├Ąhrend sie in Europa nur von Insidern und der Kritik gefeiert wurden. Das ├Ąnderte sich mit dem 79er Album ?Quiet Life?, das einen radikalen Stilwechsel markierte: Die Kl├Ąnge waren deutlich weicher und melodi├Âser geworden, David Sylvians schneidender Gesang war nun einem zur├╝ckgenommenen, stilvollen Timbre gewichen, das sehr stark an Bryan Ferry erinnerte ? ein Vergleich, mit dem Sylvian noch sehr lange leben musste. Abgesehen von dem durch Moroder inspirierten, von Sequenzern gesteuerten Titelst├╝ck nahmen Japan auf diesem Album in Stil, Attit├╝de und Ausdruck schon viel von dem vorweg, was erst einige Jahre sp├Ąter von Bands wie Duran Duran aufgegriffen und als ?New Romantic? verkauft werden sollte. Dar├╝ber hinaus wagten sich Japan auch in klassische Bereiche vor: F├╝r das epische Finale ?The Other Side Of Life? lie├č sich Sylvian un├╝berh├Ârbar von Erik Satie inspirieren.


Auf dem 80er Album ?Gentlemen Take Polaroids? wurde der Stil noch verfeinert, und die Qualit├Ąten der einzelnen Musiker traten deutlicher zutage. Vor allem Mick Karns Spiel auf dem bundlosen Bass verlieh dem Klangbild der Band eine unverwechselbare Note. Trotz gro├čen Kritikerlobs blieb Japan der gro├če Durchbruch in Europa auch mit diesem Album verwehrt. In Japan hingegen hatte die Band inzwischen Superstar-Status erreicht. Die ausgepr├Ągten Fernost-Tourneen und die sich verst├Ąrkenden Zusammenarbeit mit japanischen Musikern beeinflusste vor allen Dingen David Sylvian, der die k├╝nstlerische Kontrolle der Band nun vollends an sich gerissen hatte, was zu ersten Spannungen und zum Ausstieg von Rob Dean f├╝hrte.


Das 81er Album ?Tin Drum? geriet so zu einem bizarren Werk, auf dem die Band ihre fern├Âstlichen Erfahrungen und Einfl├╝sse verarbeitete. Teilweise recht plakativ, aber meist von gro├čer vision├Ąrer Kraft war ?Tin Drum? ein zun├Ąchst schwer zug├Ąngliches Ausnahmealbum, zu dem es keine Parallelen gab und in das beinahe stehende, exotische Ambientkl├Ąnge ebenso integriert wurden wie harte, kantige Perkussionselemente, die mit dem eleganten Sch├Ânklang der zwei vorangegangenen Alben nur noch wenig gemein hatten.


Ironischerweise wurde die mit Abstand ungew├Âhnlichste Single zum gr├Â├čten Hit der Band: ?Ghosts?, ein akustisches, meditatives Stilleben, erreichte die Top 5 der britischen Charts. Die anschlie├čende Welttournee mit dem japanischen Gastgitarristen Masami Tsuchiya wurde zur Zerrei├čprobe, die die Band nicht ├╝berlebte: David Sylvian wollte mit aller Gewalt dem lackierten Image der Band entfliehen, zudem forderte der Rest der Gruppe gr├Â├čere kompositorische Einflu├čnahme. Zum endg├╝ltigen Bruch kam es, als Mick Karns Freundin zu David Sylvian zog. Als das 83er Live-Album ?Oil On Canvas? erschien, hatte sich die Band bereits getrennt.


David Sylvian begann eine h├Âchst erfolgreiche Solo-Karriere und nahm diverse Alben mit Freuden und Vorbildern wie Ryuichi Sakamoto, Holger Czukay oder Robert Fripp auf. Mick Karn produzierte in den Achtzigern die ambitionierten Pop-Alben ?Titles? und ?Dreams Of Reason Produce Monsters?, bevor er mit deutschen Jazz-Musikern wie Joachim K├╝hn an diversen Jazzprojekten arbeitete.


Jansen und Barbieri nahmen einige Alben als Duo, einige mit Mick Karn und ein an die neu-romantischen Japan erinnerndes Popalbum unter dem Etikett ?Dolphin Brothers? auf.


Ende der Achtziger Jahre trafen sich Sylvian, Jansen, Karn und Barbieri ein letztes Mal, um unter dem Namen ?Rain Tree Crow? ein an die improvisierten Solowerke Sylvians ankn├╝pfendes Album aufzunehmen. David Sylvians diktatorisches Wesen, das darin gipfelte, den anderen Musikern beim Abmischen des Albums den Zutritt zum Studio zu verweigern, machte eine weitere gemeinsame Arbeit jedoch unm├Âglich.


Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1978 Adolescent Sex
CD
Hansa
-
1978 Obscure Alternatives
CD
Hansa
-
1979 Quiet Life
CD
Hansa
-
1980 Gentlemen Take Polaroids
CD
Virgin
-
1981 Tin Drum
CD
Virgin
-
1993 Oil On Canvas
CD
Virgin
-

Die hier ver÷ffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschrńnkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



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