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Menü » Kirlian Camera Geschrieben von
KŁnstler : Kirlian Camera
Homepage : http://www.kirliancamera.de
ńhnliche KŁnstler : Die Form
Der Italiener Angelo Bergamini benannte sein 1980 gegr√ľndetes Projekt nach der Erfindung des Russen Semyon Kirlian, der als erster die von Lebewesen ausgestrahlte Energie mit einer von ihm entwickelten Kamera festhielt. Mit dabei war zu Beginn auch die S√§ngerin Simona Buja. Schon zu diesem Zeitpunkt war Bergamini kein Unbekannter in der italienischen Musikszene: Bereits seit 1974 hatte er in diversen Dark-Metal-Bands gespielt. Nach der Produktion eines Demotapes stieg Simona Buja aus, sodass Bergamini nach den zahlreichen Umbesetzungen in den folgenden Jahren das einzige Originalmitglied und auch Mastermind der Band blieb.


Bevor Kirlian Camera sich den repetitiven, f√ľr sie typischen dunklen Kl√§ngen zuwandten, produzierte Bergamini unter diesem Projektnamen einige von New-Romantic-Bands und britischen Elektroformationen wie Human League inspirierte Popsongs, deren Leichtigkeit kaum Parallelen zu der heutigen Band aufweisen. Songs dieser Art waren auch auf dem 1983 in Eigenproduktion entstandenen Deb√ľt ?It Doesn?t Matter, Now?? zu h√∂ren, das sich noch durch eine kompakte, synthetische Produktion auszeichnete. Zudem nahm Bergamini 1983 unter dem Pseudonym Hypnosis eine Disco-Version des Vangelis-St√ľcks ?Pulsar? auf, die europaweit zum Hit wurde und allein Deutschland mehr als 250.000 Einheiten verkaufte. Dieser Song sowie einige fr√ľhe Kirlian-Camera-St√ľcke waren auch auf diversen Italo-Disco-Compilations zu finden.


Das zweite Album ?Eclipse ? Das Schwarze Denkmal? erschien f√ľnf Jahre nach dem Hypnosis-Hit. Der als menschenscheu und labil geltende Bergamini, der einige Jahre in psychiatrischen Kliniken verbringen musste, hatte sich aus der Italo-Disco-Szene zur√ľckgezogen und schuf mit dem renommierten Produzenten John Fryer (¬ß Depeche Mode, ¬ß Nine Inch Nails, ¬ß Wire) in dreij√§hriger Arbeit ein dunkel schillerndes Werk, das diverse Einfl√ľsse vereinte: Hier wurden Gothic-Elemente, Klassik, soundtrack√§hnliche Kl√§nge, der Elektro-Pop der Achtziger und auch das melancholische, schwelgerische Pathos der Italo-Disco zu einem atmosph√§rischen Konglomerat verdichtet, das zahlreiche H√∂hepunkte zu bieten hatte.


Der Charakter des n√§chsten, 1991 zun√§chst nur in Italien ver√∂ffentlichte Album ?Todesengel: The Fall Of Life? war schon weitaus zerrissener und stilistisch wirrer als der Vorg√§nger: Das Spektrum reichte von dunklen, monotonen und bewusst sterilen Coverversionen (?Vienna? von Ultravox und Queens ?We Will Rock You?) √ľber pathetisch √ľberbordende Balladen bis hin zu mit akustischen Titeln, die deutliche Parallelen zu ¬ß Death In June zulie√üen (?Fields Of Sunset?).
Die deutsch betitelten Songs wie ?U Bahn V.2 Heiligenstadt? unterstrichen zudem Bergaminis Interesse an deutscher Kultur und Geschichte, die er teilweise wenig reflektiert in seinen Songs verarbeitete und sich schon zu jener Zeit dem Verdacht aussetzte, faschistoides Gedankengut zu transportieren und mit der √Ąsthetik des Dritten Reiches zu lieb√§ugeln.


Auf ?Todesengel? folgte ?Schmerz?, die bis heute mit Abstand sakralste und melancholischste Produktion der Band, die in erster Linie von den Kompositionen und dem Gesang Emilia Lo Jaconos getragen wurde. Hier wurden folkloristische Einfl√ľsse mit wagnerianischem, mollgeschw√§ngerten Pathos vermengt. Das Album glich einem von unendlicher Trauer erf√ľllten Requiem ? und die morbide Intensit√§t der Balladen ?Heldenplatz? oder ?Twilight Fields? blieb lange unerreicht.


Kirlian Camera hatten sich mittlerweile auch in der deutschen Gothic ? und Wave-Szene einen Namen machen k√∂nnen. Mit der 93er, nunmehr an den digitalen EBM-Stil der 90er angepa√üten Neuaufnahme von ?Eclipse? konnten sie ihre Popularit√§t noch weiter ausbauen. Die Band bestand nun aus dem relativ soliden Line Up Bergamini, Lo Jacono sowie Simon Balestrazzi (Keyboards). Ihr n√§chstes Album ?Erinnerung? faszinierte mit entr√ľckten Kuriosit√§ten wie der Chanson-Version von Peer Rabens ?Memories Are Made Of This?, wohingegen auf ?Solaris? und ?Ordo Ecclesia Mortis? der nun von Bergamini favorisierte, dr√§uende minimalistische Elektro-Stil dominierte, der auch schon die neue Version von ?Eclipse? auszeichnete und im reizvollen Kontrast zu den oft wie Fremdk√∂rper wirkenden Balladen Lo Jaconos stand.


Dennoch fehlte diesen Alben in ihrer Gesamtheit die Tiefe und Kraft.
Erst mit dem 96er Album ?Pictures From Eternity? konnten Kirlian Camera an die Gr√∂√üe von ?Schmerz? ankn√ľpfen: Hier wurden die zuvor oft gegens√§tzlichen Elemente sensibel vereint und tief melancholische, orchestrale Balladen mit nihilistischen Inhalten geschaffen: ?Your Face In The Sun?, ?Ascension? oder ?Wasted Bridges? markierten den bisherigen Zenit der Italiener.


1997 folgten die Single ?The Desert Inside?, die auch auf der mit Rarit√§ten und Live-Aufnahmen gespickten Retrospektive ?The Ice Curtain? zu h√∂ren war. 1998 erschien die Single ?Drifting? . Simon Balestrazzi hatte Kirlian Camera inzwischen verlassen, f√ľr ihn war Ivano Bizzi sowie die zweite S√§ngerin Barbara Boffeli hinzu gekommen.
1999 l√∂ste die Band Irritationen aus, weil Angelo Bergamini bei einem Auftritt die B√ľhne angeblich mit dem Hitlergru√ü verlassen hatte. Dies und die intensive k√ľnstlerische Besch√§ftigung mit der deutschen Geschichte machte die Band zur Zielscheibe von Antifaschisten, die zum Boykott der Deutschland-Tournee der Band aufriefen. Bergamini distanzierte sich schlie√ülich im Rahmen des Auftritts beim 99er Zillo-Festival √∂ffentlich von radikalen rechten wie auch linken Positionen.


Im gleichen Jahr erschien das Album ?Unidentified Light?, das wieder deutlich rhythmusbetonter, aggressiver und k√§lter war und wegen seiner √ľberwiegend simplen Strukturen und fragmentarischen Tracks Tiefe und Seele vermissen lie√ü. Ivano Bizzi hatte die Band verlassen und war durch Elena Fossi ersetzt worden, die auch einige Gesangsparts √ľbernahm. Die nun mit Bergamini im Wechsel agierenden drei S√§ngerinnen vermochten das stoische Klangbild dennoch nicht aufzulockern.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1983 It Doesn?t Matter, Now?
CD
Eigenvertrieb
-
1988 Eclipse ? Das schwarze Denkmal
CD
Discordia
-
1991 Todesengel: The Fall Of Life
CD
Discordia
-
1993 Schmerz
CD
Discordia
-
1994 Erinnerung
CD
Discordia
-
1994 Elysian Fields ? Live in Europe
CD
Discordia
-
1995 Solaris ? The Last Corridor
CD
Discordia
-
1996 Ordo Ecclesiae Mortis
CD
Discordia
-
1996 Pictures From Eternity
CD
Discordia
-
1998 The Ice Curtain
CD
Nova Tekk
-
1999 Unidentified Light
CD
Triton
-

Die hier verŲffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschršnkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



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