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Menü » Ministry Geschrieben von
Künstler : Ministry
Homepage : http://www.ministrymusic.org
Ähnliche Künstler : Revolting Cocks; Lead Into Gold; Lard
Ministry entstanden im Jahr 1981. Alain Jourgensen, bis heute Kopf und SÀnger der Band, hatte zuvor bereits Erfahrungen in der amerikanischen Formation Special Affect sammeln können.

Aus dieser punklastigen Waveband entstand Ministry (benannt nach dem Film ?Ministry Of Fear?), deren 81er DebĂŒt-Single ?Cold Life? allerdings noch von einem fĂŒr die frĂŒhen 80er Jahre typischen funkigen Wave geprĂ€gt war und entfernt dem Sound von Bands wie Pigbag oder Heaven 17 Ă€hnelte. Die Band war zu jener Zeit mehr oder weniger das Soloprojekt von Jourgensen, der nebenbei andere Bands produzierte - wie z.B. die Blackouts, in denen die spĂ€teren Ministry-Kollegen Paul Barker oder William Rieflin spielten.


FĂŒr die heutigen Ministry ebenfalls sehr untypisch war das 82er DebĂŒtalbum ?With Sympathy?, das Alain Jourgensen heute als den grĂ¶ĂŸten Fehler seiner Karriere betrachtet: Auf Druck seiner damaligen Plattenfirma spielte Jourgenson mit seinem damaligen Partner Stephen George ein solides, dennoch streckenweise seichtes Elektro-Pop-Album ein, das Jourgensons eigenen Ambitionen und Zielen aber komplett zuwider lief. Immerhin warf das Album drei respektable Clubhits ab, und Ministry traten 1983 sogar im Vorprogramm von Culture Club auf.


Mehr in die angestrebte Richtung gingen da schon die nÀchsten Singles ?All Day? und ?Everything Is Halloween?, obwohl auch hier der Pop-Appeal deutlich im Vordergrund stand.


Eine Art InitialzĂŒndung und Wendepunkt fĂŒr Ministry war die Begegnung mit Front 242. Ihre Singles wurden auf demselben amerikanischen Label veröffentlicht, das auch Ministry zu jener Zeit beheimatete; Front 242 waren darĂŒber hinaus die Vorgruppe fĂŒr Ministry auf deren 84er Tournee. Vor allem mit Richard 23 freundete sich Jourgenson schnell an und grĂŒndete mit ihm die Revolting Cocks ? das auch heute noch maßgeblichste Ministry-Nebenprojekt, dem mit den Jahren noch zahlreiche folgen sollten. Richard 23 war zudem als BackgroundsĂ€nger auf der Single Ministry-Single ?Nature Of Love? zu hören.


Die EinflĂŒsse von Front 242 und anderen europĂ€ischen Industrial-Bands waren auch auf dem 1986 veröffentlichten zweiten Album ?Twitch? hörbar, das (abgesehen von einer hĂ€rteren Version der bereits bekannten Single ?All Day?) kaum mehr Parallelen zu dem DebĂŒt aufwies. Produziert von Adrian Sherwood (der auch Mark Stewart & The Maffia oder Skinny Puppy betreute) und dem langjĂ€hrigen Depeche Mode-Produzenten Gareth Jones entstand ein dunkles, harsch instrumentiertes Hardcore-Elektro-Album, das Ministry retrospektiv als den amerikanischen Prototypen des Industrial-Genres ausweist. Vor allen Dingen das auch als Single veröffentlichte ?Over The Shoulder? sowie das sich zu einer epischen Noise-Orgie steigernde TitelstĂŒck waren an RadikalitĂ€t und HĂ€rte zu jener Zeit kaum zu ĂŒberbieten.


Auch zu dieser Zeit war Ministry noch das Solo-Projekt von Jourgensen; erst im Januar 1996 holte er sich Paul Barker als zweites permanentes Mitglied in die Band. 1987 freundete sich Jourgenson außerdem mit Nivek Orgre von Skinny Puppy an und co-produzierte ihr Album ?Rabies?.


Das 88er Album ?The Land Of Rape And Honey? brachte einen erneuten Stilwechsel mit sich und manifestierte den Ministry-Stil, der bis heute fĂŒr die Band typisch ist: Tracks wie ?Stigmata? oder ?Golden Dawn? zeigten Ministry im von schweren, dreckigen Gitarreriffs dominierten Soundgewand; die politisch gefĂ€rbten, teilweise sehr nihilistischen Texte wurden von Alain Jourgenson jetzt mehr geschrien als gesungen.


Zudem waren Ministry mit Chris Conolly und William Rieflin nun zu einer richtigen Band gewachsen. Ihren Ruf als amerikanische Vorreiter des Industrial-Metal-Crossovers konnte die Band mit dem 89er Album ?The Mind Is A Terrible Thing To Taste? weiter festigen: Noch mehr als beim VorgÀnger war es dominiert von brachialen Gitarrenstakkatos und ausgefeilter Sampletechnik, Songs wie ?So What? oder ?Burning Inside? wurden bald zu Klassikern des Genres.


Ministry waren Mitte bis Ende der 80er ohnehin sehr aktiv. Neben den regulĂ€ren Veröffentlichungen riefen sie eine Vielzahl Nebenprojekte ins Leben: Paul Barker grĂŒndete Lead Into Gold, die die eher behĂ€bige, schwere Seite der Ministry-Welt hervor kehrten, Alain Jourgensen arbeitete mit den Musikern von Cabaret Voltaire als Acid Horse zusammen (und schuf das auch hierzulande zum Szenehit avancierte ?No Name, No Slogan?) und war mit zahlreich wechselnden GĂ€sten an Projekten wie 1000 Homo-DJ?s, Pailhead (mit Ian McKaye von Fugazi) oder Lard (mit dem Dead Kennedys-Musiker Jello Biafra) beteiligt.


Das wichtigste Ministry-Nebenprojekt entwickelte bald ein Eigenleben: Die Revolting Cocks (bestehend aus dem kompletten Ministry-Line Up sowie dem belgischen Musiker Luc Van Acker) reprÀsentierten die eher humorvolle, wenn auch oftmals unverhohlen sexistische Seite der Band, die in bizarren Coverversionen wie ?Physical? von Olivia Newton John oder Rod Stewarts ?Do Ya Think I?m Sexy?? gipfelten.


Ministry selbst wurden zunehmend dunkler und böser. Nachdem auf dem Live-Album ?In Case You Didn?t Feel Like Showing Up? (eingespielt auf der Amerika-Tournee 1989/90) Klassiker wie ?Stigmata?, ?So What? oder ?Burning Inside? in nochmals hÀrteren Versionen versammelt waren, brachte das 91er Album ?Psalm 69? einen erneuten Wechsel.


Zwar war mit Songs wie ?Jesus Built My Hotrod? (bis heute eine der bestverkauften Singles der Band) oder ?Just One Fix? wieder ungestĂŒmer Elektro-Punk zu hören, doch StĂŒcke wie ?Corrosion? oder ?Grace? zeigten eine neue, sehr experimentelle Seite: Ministry begannen mit abstrakten, atonalen Klangcollagen zu arbeiten, scheuten auch vor wilden Tempiwechseln nicht zurĂŒck. Trotz der neuerlichen RadikalitĂ€t verkaufte sich das Album allein in Amerika eine halbe Million mal ? gleichzeitig wurde das Image der Band immer finsterer und abweisender: Bei ihren Konzerten errichteten Ministry große MetalzĂ€une zwischen sich und dem Publikum, Alain Jourgensen trat fast vermummt auf ? zudem machten einige Mitglieder der Band keinen Hehl mehr aus ihrer Heroinsucht.


1996 erschien mit ?Filth Pig? ein Album, das in seiner ZĂ€higkeit, Schwere und BehĂ€bigkeit an die Arbeiten von Paul Barkers Lead Into Gold erinnerte, textlich zudem zu dem wohl deprimiertesten Alben der Band gezĂ€hlt werden muss. Der Song ?Lava? steht allein vom Titel symptomatisch fĂŒr den Rest des Werks: ?Filth Pig? war ein zĂ€her, schwer zu konsumierender Brei, dennoch das mit Abstand einheitlichste Album der Band.


Mit dem 99er Oeuvre ?Dark Side Of The Spoon? (eine wenig subtile Anspielung auf den Heroinkonsum der Band) versuchten Jourgensen und seine Mannen wieder, an den Sound und die Erfolge von ?Psalm 69? anzuknĂŒpfen.

Das Material fĂŒr das Album wurde mehrmals aufgenommen, verworfen und verbessert; das Endergebnis war ein musikalischer Streifzug durch die Ministry-Geschichte, der vom punkigen ?Supermanic Soul? ĂŒber solide Crossover-Nummern (?Bad Blood?) bis hin zu den schleppend-brachialen Tracks (?Nursering Home?) kaum eine Facette der bisherigen Stilpalette außer acht ließ.

Ähnlich energiegeladen war auch das 2003er Album "Animositisomina", die vielleicht auch deshalb so energiegeladen war, weil Jourgensen endlich Abstand von den Drogen genommen hatte.

Dennoch verließ Paul Barker die Band, nachdem beide zunĂ€chst an dem 2004 veröffentlichten Album "Houses Of The MolĂ©" gearbeitet hatten. Denoch geriet das Album zu einem sehr energetischen, wenn auch wenig basslastigen Album, das zudem zu einem wĂŒtenden verbalen Protest gegen George W. Bush geriet.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1982 With Sympathy
CD
Arista
-
1986 Twitch
CD
Sire
-
1988 The Land Of Rape And Honey
CD
Sire
-
1989 The Mind Is A Terrible Thing To Taste
CD
Sire
-
1990 In Case You Didn?t Feel Like Showing Up
CD
Sire
-
1991 Psalm 69 (1991, Sire
CD
Sire
-
1996 Filth Pig
CD
Sire
-
1999 Dark Side Of The Spoon
CD
WEA
-
2003 Animositisomina
CD
Sanctuary
-
2004 Houses Of The Molé
CD
Sanctuary
-

Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
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