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Menü » Psychic TV Geschrieben von
Künstler : Psychic TV
Homepage : http://www.genesisp-orridge.com
Ähnliche Künstler : Throbbing Gristle, Coil
Kopf und Mastermind von Psychic TV ist Genesis P. Orridge, der als Neil Megson 1952 in England geboren wurde. Zusammen mit Chris Carter, Cosey Fanni Tuttti (spĂ€ter Chris & Cosey musikalisch aktiv) und Peter Christopherson erlangte er in den 70er Jahren große Bedeutung als einer der kreativen Köpfe von § Throbbing Gristle, die mit ihren konsequenten Noise-Collagen das Industrial Genre begrĂŒndeten und zahllose nachfolgende Bands inspirierten.


Nach dem Throbbing Gristle-Split grĂŒndete Genesis P. Orridge zusammen mit seinem Kollegen Peter Christopherson sowie Alex Fergusson 1981 Psychic TV. Die musikalischen AnfĂ€nge waren vielversprechend: Das 82er DebĂŒt ?Force The Hand Of Chance? war eine deutliche Abkehr von der atonalen Vergangenheit und wusste mit ruhigen, fast anheimelnden, von akustischen Gitarren getragenen Folkballaden zu ĂŒberzeugen, die diszipliniert inszenierten, dunklen Industrial-Tracks gegenĂŒber standen. Illustrer Gast war unter anderem § Marc Almond auf den Songs ?Stolen Kisses? und ?Guiltless?
Auch der 83er Nachfolger ?Dreams Less Sweet? war ein höchst ambitioniertes, gelungenes Album: Eingespielt mit dem damals revolutionÀren Holophonie-Verfahren (eine Erweiterung der Kunstkopf-Stereophonie)
konzentrierte sich dieses Album auf bedrohliche, durch die Aufnahmetechnik erschreckend reale, hörspielartige Klangcollagen, doch auch musikalisch geriet ?Dreams Less Sweet?, nicht zuletzt durch das Mitwirken von diversen klassisch ausgebildete Tenören und Andrew Poppy zu einem beeindruckenden Werk, das in dem epischen, von beÀngstigendem Wolfsgeheul duchsetzten ?The Full Pack? gipfelte.


Im Gegensatz zu den zwei gelungenen ersten Alben waren die Live-Shows von Psychic TV (ebenso wie bei Throbbing Gristle) geprÀgt von atonalen, improvisierten, experimentellen Industrial-KlÀngen, die in eine oftmals schockierende, sexistische Multi-Media-Performance eingebettet waren. Beeinflusst vom literarischen Underground und Autoren wie Timothy Leary oder William S. Burroughs, aber auch von Marquis de Sade reicherte Genesis P. Orridge die Performances mit unausgegorenen, selbstverfassten Pamphleten an und funktionierte Psychic TV zum Sprachrohr des zeitgleich ins Leben gerufenen ?Temple Ov Psychick Youth? um, einer semi-religiöse Vereinigung mit internationaler Gefolgschaft, die sich mit den Schriften von Aleister Crowley, Satanismus, S/M-Praktiken auseinander setzte. Nicht selten kam die Band deshalb mit dem Gesetz in Konflikt. So wurde ein Video, das angeblich eine Kindesmisshandlung bei einer satanischen Messe zeigte, verboten.


Die hohe QualitĂ€t der ersten beiden Alben wurde von der Band in den folgenden Jahren lange nicht mehr erreicht. Kurz nach der Veröffentlichung von ?Dreams Less Sweet? verließen Peter Christopherson und Alex Fergusson die Band und grĂŒndeten mit John Balance die Formation § Coil.


Obwohl Psychic TV bis Mitte der 80er Jahre kaum neues Studio-Material einspielte, veröffentlichten sie bis 1987 nicht weniger als 23 Live-Alben, die die Band alle vier Wochen - jeweils am 23. jeden Monats ? selbst veröffentlichte. Die QualitĂ€t der bei den Konzerten unter teilweise abenteuerlichen UmstĂ€nden mitgeschnittenen Aufnahmen war zum Großteil erbĂ€rmlich, zudem konnten sich fĂŒr die improvisierten Noise-Attacken nur noch die eingeschworenen Fans begeistern. Dennoch konnten Psychic TV mit 14 veröffentlichten Alben in nur 18 Monaten einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde fĂŒr sich verbuchen.


In dieser Phase entstand jedoch auch das akustisch gehaltene, sehr intime und lyrische Album ?A Pagan Day? (das mit seinem Folk-Touch an die besinnlichen Momente des DebĂŒts anschloss)
die im Beat-Stil der 60er Jahre gehaltenen Brian Jones-Hommage ?Godstar? sowie ?Mouth Of The Night? ? ein ausgereiftes, mit zeitgemĂ€ĂŸer Sample-Elektronik eingespieltes Instrumentalalbum, das die von Psychic TV kreierte Musik fĂŒr eine Performance der Mantis Dance Company enthielt.


Eine StĂŒcke von ?Mouth Of The Night? offerierten allerdings schon die neuen Vorlieben der inzwischen nach Chicago ĂŒbergesiedelten Band: 1988 erschien das sogenannte ?Yellow Album?, das ursprĂŒnglich nur den KĂ€ufern der diversen vorangegangen Live-Alben zugĂ€nglich gemacht wurde (jedes Live-Album enthielt ein Coupon!). Auf dem ?Yellow Album? zelebrierten Psychic TV puren Acid House; und die 1987 vorangegangene Single ?Superman? gilt als die erste britische Acid House-Produktion. Diesem Stil blieb die Band auch auf Produktionen wie ?Jack The Tab? oder ?Tekno Acid Beat? treu, verunsicherte oder verĂ€rgerte aber auch viele alte Fans, die den stilistischen SprĂŒngen Genesis P. Orridges nicht mehr folgen mochten.


Zwar wurde mit dem 88er Album ?Allegory And Self? noch einmal ein Album im folkinspirierten Sixties-Stil veröffentlicht, doch schon zu jener Zeit sah sich Genesis P. Orridge zunehmend als Pionier der britischen Rave-Szene. Bemerkenswert war das 90er Album ?Towards Thee Infinite Beat?, das sowohl durch zeitgemĂ€ĂŸe Rave-Anleihen, aber auch mit ausgereiften Kompositionen und gesungenen Songs ĂŒberzeugen konnte. Vor allen Dingen ?Smile? und das dem verstorbenen § Joy Division-SĂ€nger Ian Curtis gewidmete ?I.C. Water? zĂ€hlen zu den ĂŒberzeugendsten Tracks der Band.


In den 90er Jahren vergrub sich die Band wieder in experimentelle Produktionen. Genesis P. Orridge ging sogar soweit, dilettantisch mitgeschnittene Lesungen (?Breathe?) als regulĂ€re Psychic TV-Alben zu vermarkten, sein Gesang war von nun an hauptsĂ€chlich auf den Produktionen anderen KĂŒnstler zu finden. Seine gelungensten Arbeiten in diesem Zusammenhang produzierte er mit dem § Skinny Puppy-Nachfolgeprojekt Download oder auch mit der Industrial-All-Star-Band Pigface.


Mitte der 90er begannen vermehrt auch junge Elektrobands, Psychic TV fĂŒr sich wiederzuentdecken: 1996 erschien das Album ?Cold Blue Torch?, auf dem Bands wie Downlowd, § Leaether Strip, Spahn Ranch, Prong oder Pigface neue und bekannte Tracks von Psychic TV neu ĂŒberarbeiteten.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1982 Force The Hand Of Chance
CD
Some Bizarre
-
1983 Dreams Less Sweet
CD
Some Bizarre
-
1984 N.Y. Scum Haters
CD
Temple
-
1984 Berlin Atonal 1
CD
Atonal
-
1984 Berlin Atonal 2
CD
Atonal
-
1985 Mouth Of The Night
CD
Temple
-
1985 Those Who Do Not
CD
Gramm
-
1985 Themes 1
CD
Temple
-
1985 Themes 2
CD
Temple
-
1985 A Pagan Day
CD
Temple
-
1987 Themes 3
CD
Temple
-
1988 The Yellow Album
CD
Temple
-
1988 Live At Mardi Gras
CD
Temple
-
1988 Jack The Tab: Acid Tablets, Vol. 1
CD
Castalia
-
1988 Live at Thee Circus
CD
Temple
-
1988 Allegory And Self
CD
Revolver
-
1989 Tekno Acid Beat 1
CD
Temple
-
1989 Tekno Acid Beat 2
CD
Temple
-
1989 Live At Thee Ritz
CD
Temple
-
1989 Live At Thee Pyramid, N.Y.C.
CD
Temple
-
1989 Kondole
CD
Temple
-
1990 Beyond Thee Infinite Beat
CD
Wax Trax
-
1990 Towards The Infinite Beat
DC
Temple
-
1992 Cold Dark Matter
CD
Dossier
-
1993 Temporary & Atonal
CD
Dossier
-
1994 Mein Goettingen
CD
Dossier
-
1994 Al-Or-Al: Thee Transmutation Of Mercury
CD
Dossier
-
1994 Breathe
CD
Am Music
-
1994 A Hollow Host
CD
Visionary
-
1996 Cold Blue Torch
CD
Cleoratra
-
1996 Cathedral Engine
CD
Dossier
-
1998 Ov Power
CD
Cold Spring
-
1998 The Origin Of the Species 1
CD
Invisible
-
1999 The Origin Of Species 2
CD
Invisible
-
1999 High Jack: Politics Of Ecstasy
CD
Wax Trax
-

Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
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