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Menü » Alien Sex Fiend Geschrieben von
KŘnstler : Alien Sex Fiend
Homepage : http://www.asf-13thmoon.demon.co.uk
─hnliche KŘnstler : Cramps, Bauhaus
Angetreten unter der Pr├Ąmisse die ?schlechteste Band der Welt? zu sein, wurden ALIEN SEX FIEND im Sommer 1982 von dem Ehepaar Nik und Mrs. Fiend (b├╝rgerl: Nikolas und Christine Wade) sowie dem Drummer Johnny Ha Ha und dem Gitarristen Yaxi in London gegr├╝ndet.

Beeinflu├čt vom Punk der 70er Jahre, aber auch vom Glam-Rock und K├╝nstlern wie Alice Cooper oder den Cramps, produzierten ALIEN SEX FIEND eine rauhe, oftmals bewu├čt plakative Melange aus repetitiven Trash-Rock, stoischer Elektronik und comic-haften, psychedelisch angehauchten, von Nik Fiend meist sehr assoziativ vorgetragenen Schocktexten.

Durch ihre Auftritte im Londoner Batcave Club in den Jahren 1982 und 1983 wurde die Band schnell zum Kult ? vor allem die extrovertierte Liveperformance von Nik Fiend, der stets bleich geschminkt auf einer mit Dummies, M├╝lltonnen und Spinnweben verzierten B├╝hne agierte, lie├č die Band auch au├čerhalb ihrer Heimat durch exzessive Tourneen zum Begriff und Synonym f├╝r ?Gothic? werden.

Obwohl Alien Sex Fiend einer der ersten britischen Gothic-Bands war, besa├č sie von Anbeginn genug Humor und Selbstironie, das eigene Genre ├╝berspitzt zu persiflieren.

Bereits das erste Album ?Who?s Been Sleeping In My Brain?? wurde durch die darauf enthaltene Single ?Ignore The Machine? (bis heute einer d e r Klassiker der Gruppe) zu einem respektablen Erfolg.

Noch mehr Eindruck hinterlie├č allerdings der 84er Nachfolger ?Acid Bath?: Hier war erstmals der vermehrte Einsatz elektronischen Equipments zu h├Âren, zudem avancierte das Album mit Songs wie ?Dead And Reburied? uud ?R.I.P.? zu einem der klassischen Gothic-Alben der 80er Jahre.

W├Ąhrend in England die Begeisterung f├╝r Batcave ? und Gothicbands immer mehr abnahm, bauten sich ALIEN SEX FIEND in Amerika, Deutschland und Japan schnell eine loyale Fangemeinde auf, was nicht zuletzt mit ihren zahlreichen Tourneen und der extrem starke Fanbindung (z.B. durch das regelm├Ą├čig erscheinende Magazin ?Fiendzine?, heute ?Alien World News? zu tun hat).

Trotz ihres Renommees einer atemberaubende Live-Band, gelang es ALIEN SEX FIEND auf dem ersten Live-Album ?Liquid Head In Tokyo? nicht, die Atmosph├Ąre ihrer Gigs zu transportieren. Aufgenommen im Januar 1985 in Tokyo war das Album kaum mehr als ein l├Ąrmender, lausig produzierter Mitschnitt, zudem das letzte Album, an dem Drummer Johnny Ha Ha mitwirkte, der kurz darauf aus der Band entlassen wurde.

Zum Trio geschrumpft wurde noch im selben Jahr ?Maximum Security? ver├Âffentlicht, auf dem sich die Band deutlich experimentelleren Kl├Ąngen zuwandte: Erstmals arbeiteten ALIEN SEX FIEND ausschlie├člich mit Drumcomputern, zudem begann vor allem Mrs. Fiend, mit ausgefeilten, selbst kreierten Samples und elektronischen Gimmicks zu spielen.
So geriet ?Maximum Security? zu einem Wendepunkt in der Historie der Band: Traditionelle Songstrukturen wurde aufgebrochen, der Sound wurde deutlich minimalistischer , die Texte noch surrealer und claustrophobischer.

Trotz der R├╝ckkehr zu bewu├čt trashigen, ausufernden Gitarren blieben ALIEN SEX FIEND diesem Prinzip auch auf ihrem 86er Album ?It? treu, das im Gegensatz zum Vorg├Ąnger und allen nachfolgenden Produktionen dennoch wie ein intuitives, spontan eingespieltes Demo klang.
In der Tat bestand ?It? zur H├Ąlfte aus unkontrollierten Improvisationen, enthielt mit ?Smells Like...? und dem aus cleveren Wortspielen bestehenden ?Get Into It? zwei weitere Klassiker der Band.

F├╝r den weit ausgefeilter produzierten Nachfolger ?Her Cum Germs? holten sich ALIEN SEX FIEND den auch optisch perfekt ins Image der Band integrierenden Rat Fink, der den ausgeschiedenen Yaxi ersetzte, dessen solide Gitarrenarbeit aber lediglich bei Live-Auftritten wahrgenommen wurde.

Auf ?Here Cum Germs? schlossen ALIEN SEX FIEND direkt an die auf ?Maximum Security? begonnenen Experimente und der von vielschichtigen, obskuren Samples durchsetzten Produktionsweise an.
Abgesehen von typisch trashigen , comic-artigen Tracks (?My Brain Is In The Cupboard?) dokumentierten die eher atmosph├Ąrischen, ins Detail verliebten St├╝cke wie ?Isolation? oder ?Death? den ├╝ber die Jahre erarbeiteten Reifegrad der Band. Dies Album, zusammen mit ihrer gelungen Version des Red Crayloa-Songs ?Hurricane Fighter Plane? lie├č auch prominente Kollegen wie Iggy Pop, David Bowie oder Prince auf die Band aufmerksam werden, die vor allem die unkonventionellen Einsatz und Kreation der Samples bewunderten.

Auf dem 88er Album?Another Planet? wurde der auf ?Here Cum Germs? beschrittene Weg konsequent weiter beschritten: Mit anarchischer, kindlicher Phantasie und in liebevoller Detailarbeit entstanden abstruse, entr├╝ckte Dance-Tracks wie ?Bun-Ho!?, zugleich war ?Anotner Plantet? gepr├Ągt von meist kurzen, fragmentarischen St├╝cken und fingierten ?Werbespots? (?Spot Your Lucky Warts?, ?Wild Green Fiendly Liquid?), die dem Album eine individuelle Note verliehen.

Schon zu jener Zeit sprengten die pers├Ânlichen Vorlieben und Geschm├Ącker der Band den archetypischen Gothic-Rahmen: Nik Fiend, ein erkl├Ąrter Fan von so unterschiedlichen K├╝nstlern wie Elton John und Public Enemy, initiierte denn auch mit dem renommierten Produzenten Youth die selbst im Kontext der Band ungew├Âhnliche Single ?Haunted House?, auf der Samples und Elemente des ?Another Planet?-Albums im damals trendgerechten House-Stil aufbereitet wurde.

Derartige Exkursionen sowie der typisch britische Humor der Band wurden au├čerhalb Englands, vor allen Dingen in Deutschland, sehr wohlwollend aufgenommen und auch gefeiert, wohin gegen ALIEN SEX FIEND in ihrer Heimat selbst fast in Vergessenheit gerieten.

Konsequenterweise wurde deshalb auch das 89er Live-Album ?Too Much Acid?? haupts├Ąchlich in Deutschland und Spanien aufgenommen. Ebenso wie ?Liquid Head In Tokyo? war auch dieser Mitschnitt ein klangtechnisch indiskutables Dokument, das das Improvisationstalent und die unb├Ąndige Kraft der Band dennoch deutlich vor Augen f├╝hrte.

All die bislang erarbeiteten Qualit├Ąten wurden 1990 nochmalig geb├╝ndelt und zur Perfektion gef├╝hrt: Das Album ?Curse? ├╝berzeugte einerseits mit ├╝berbordenden Sample-Orgien (?Katch 22?) , bizarren, comichaften Klangexperimenten (?Dali-ism?) sowie nunmehr einer Selbstparodie gleichenden, s├Ąmtliche ?Gothic?-Klischees bedienenden Tracks (?Now I?m Feeling Zombified?). Gest├╝tzt durch eine gro├če Welttournee wurde ?Curse? neben ?Acid Bath? damit zum zweiten ?klassischen? Album der Band, das Tradition und Vision mit ihrem unverwechselbaren Humor und Comic-Stil vereinte.

Trotz der vielf├Ąltigen Experimente galten ALIEN SEX FIEND nach wie vor als ?Gothic?-Vorzeigeband ? ein Image, das die Band zwar noch spielerisch umsetzen wu├čte, das sie dennoch zunehmend einengte und mit dem sie nach dem ?Curse?-Album zunehmend lustloser umging.

So geriet das trotz der teilweise zu alten Qualit├Ąten zur├╝ck kehrende 92er Werk ?Open Head Surgery? zu einem bem├╝hten Aufgru├č vergangener Gr├Â├če, in dem schon in der Vergangenheit ├╝berspitzt formulierte Thematiken und Kl├Ąnge nochmals aufgegriffen, aber kaum weitergef├╝hrt wurden.
Trotz gelungener Tracks wie der Single ?Magic? oder dem sehr pers├Ânlichen, epischen Vergangenheitsbew├Ąltigung ?Class of 69? geriet ?Open Head Surgery? zu einem ├╝berwiegend, lustlosen, uninspirierten Werk, das seine Wirkung bei den Fans gr├Â├čtenteils verfehlte.

ALIEN SEX FIEND erkannten die Probleme und gingen in Z├Ąsur.

In den folgenden Jahren begn├╝gten sich ALIEN SEX FIEND damit, die eigene Geschichte aufzuarbeiten (was u.a. in der Ver├Âffentlichung der ersten Live-Dokumente in Form des Albums ?The Legendary Batcave Tapes? m├╝ndete, das Aufnahmen aus dem Jahr 1992 enthielt), zudem gab es mit ?The Altered States Of America? das erste akzeptable und ├╝berzeugende Live-Album der Band, das mit energetischen Versionen von Songs wie ?Coma? oder ?Ignore The Machine? zu ├╝berzeugen wu├čte, die auf der 92er Tournee der Band aufgenommen wurden.

Eine f├╝r Fans erneute, ├╝berraschende Wende brachte das 94er Album ?Inferno?.
?Inferno? war der Soundtrack zu dem CD-ROM Computerspiel gleichen Namens, zudem die erste und bisher einzige Auftragsarbeit der Band. Frei von allen limitierenden Szenedikataten kreierte die mittlerweile zum Duo geschrumpfte Band um Nik und Mrs. Fiend ein treibendes, von obskuren Samples und Soundeffekten dominiertes Instrumentalalbum, dessen plakative Funktionalit├Ąt der in Comics verliebten Fiends die Erwartungen der Auftraggeber mehr als erf├╝llten.

Trotz des Erfolges von ?Inferno? und dem damit Kritikerlob f├╝r ihre Pioniertat vergingen bis zum n├Ąchsten regul├Ąren Album noch einmal mehr als 3 Jahre.

ALIEN SEX FIEND gr├╝ndeten ihr eigenes Label 13Th Moon, auf dem 1996 zun├Ąchst die Single ?Evolution? erschien.
?Evolution? verfolgte, ermutigt durch den Erfolg von ?Inferno?, den Weg des techno-infiltrierten Vorg├Ąngers weiter: Trotz der Tatsache, da├č dieses St├╝ck wieder Gesang und eine vage Songstruktur enthielt, waren viele alte Fans deutlich irritiert.

Noch radikaler war die 97er Ver├Âffentlichung ?Nocturnal Emissions?: Auch hier standen die Dancefloor-Elemente und ein Lieb├Ąugeln mit zeitgem├Ą├čen Techno ? und Trance-Trends deutlich im Vordergrund, viele der ehemals typischen Elemente war verschwunden, wie auch Nik Fiends dominierende Rolle als S├Ąnger, dessen gesangliche Improvisationen auf ?Nocturnal Emissions? nicht mehr als ein Additiv sind.

Neben gelegentlichen Tournee haben sich Nik & Mrs. Fiend seit 1997 in ihrer Heimat als DJs wieder einen Namen gemacht.

Unter dem Titel ?Fiend At The Controls? erschien 1999 eine Sammlung rarer und bisher unver├Âffentlichter Liebe ? und Studiotracks, die die Geschichte von ALIEN SEX FIEND f├╝r Fans und Interessierte gleicherma├čen eindrucksvoll dokumentiert.

Im Jahre 2004 kehrten ALIEN SEX FIEND mit "Information Overload" endlich wieder zu ihren Wurzeln zur├╝ck: ein Werk, das die Attit├╝de und Atmosph├Ąre von Klassikern wie "Acid Bath" oder "Curse" vereint.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1983 Who's Been Sleeping In My Brain
CD
-
1984 Acid Bath
CD
-
1985 Liquid Head In Tokyo
CD
-
1985 Maximum Security
CD
-
1986 It
CD
-
1987 Here Cum Germs
CD
-
1988 Another Planet
CD
-
1989 Too Much Acid?
CD
-
1990 Curse
CD
-
1992 Open Head Surgery
CD
-
1993 The Altered States Of America
CD
-
1993 The Legendary Batcave Tapes
CD
-
1994 Inferno
CD
13th Moon
-
1997 Nocturnal Emissions
CD
13th Moon
-
1999 Fiend At The Controls
CD
13th Moon
-
2004 Information Overload
CD
Luce Music
im Shop erhńltlich

Die hier ver÷ffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschrńnkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
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