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Menü » Tuxedomoon Geschrieben von
Künstler : Tuxedomoon
Homepage : http://www.tuxedomoon.com
Ähnliche Künstler : Blaine L. Reininger, Steven Brown, Weathermen
Die Geschichte von Tuxedomoon begann 1976, als sich Steven Brown und Blaine Leslie Reininger im San Fransico City College trafen. Im Rahmen ihrer Studien der elektronischen Musik gaben die zwei Musiker 1977 noch getrennt von einander ihr erstes Konzert. Beeindruckt von den KlĂ€ngen des anderen lud Reininger, der schon zu diesem Zeitpunkt das damals nur aus seiner Person bestehende Projekt Tuxedomoon gegrĂŒndet hatte, Brown ein, bei ihm mit zu machen. ZunĂ€chst noch als ?Tuxedomoon New Music Ensemble? agierend, verkĂŒrzte sich der Name, als 1977 der Performance-KĂŒnstler Winston Tong zur Band hinzu stieß. Wenig spĂ€ter folgten die Vokalisten Victoria Lowe und Gregory Cruikshank, die die Band aber recht bald wieder verließen.


Die Musik von Tuxedomoon war zunĂ€chst eine experimentelle Melange aus elektronischer Avantgarde, Jazz und Performance. Inspiriert vom aufkeimenden Punk wurden die KlĂ€nge zunehmend hĂ€rter und aggressiver, dennoch waren die elektronischen Spielereien und Zwischentöne auch in dieser frĂŒhen Phase stets vorhanden.


1978 erschien die erste Single ?Pinheads On The Move?, gefolgt von der EP ?No Tears?. Die Band war mittlerweile durch den Drummer Paul Zahl und den Gitarristen Michael Belfer verstĂ€rkt worden. Ein Jahr spĂ€ter wurden Tuxedomoon von den amerikanischen Kult-Avantgardisten The Residents entdeckt, die sie fĂŒr ihr Ralph-Label verpflichteten, zugleich verließ Paul Zahl die Band, hinzu kam Peter Principle (bĂŒrg: Peter Dachert). Das erste Ergebnis dieser Liaison war die Single ?Scream With A View?, die den komplizierteren KlĂ€ngen der spĂ€ten Tuxedomoon schon weitaus nĂ€her kam. Der internationale Durchbruch erfolgte aber mit dem DebĂŒtalbum ?Half Mute?, das durch seine stilistisch heftige und wild inszenierte Mischung aus Punk, Elektronik und jazz-infiltrierter Avantgarde ĂŒberzeugte. Die Liveshows von Tuxedomoon waren auch zu jener Zeit stark geprĂ€gt von Multi-Media-Elementen (Filme und Dias) und Performance-Art. Dieser Aspekt verstĂ€rkte sich noch, als der Film-Spezialist Bruce Geduldig zur Band stieß.


Mittlerweile war auch Europa auf die Band aufmerksam geworden. Eine Tournee mit Joy Division wurde wegen des Todes von Ian Curtis abgesagt, dennoch spielten Tuxedomoon Anfang 1980 vornehmlich in Europa und siedelten zunĂ€chst nach London ĂŒber, wo auch ihr zweites Album ?Desire? unter der Ägide von Gareth Jones produziert wurde.


Das war nun war kaum noch mit dem rauhen, harten Charme des VorgĂ€ngers zu vergleichen: Schon das ausgefeilte, psychedelisch anmutende, durch diffizile elektronische Arrangements bestechende TitelstĂŒck machte deutlich, dass die Band in einem unglaublichen Maße gereift war. Zwar waren auch hier noch avantgardistische Spielereien und Intermezzi zu hören ? dennoch bestach das Werk durch atmosphĂ€risch dichte, visionĂ€re Songs.


Nicht nur wegen der zahlreichen Tourneen, sondern auch, weil man vor allen Dingen in den Niederlanden und Belgien preiswert leben und produzieren konnte, hielt sich die Band nun vornehmlich in Europa auf und zog nach Rotterdam.


Die großen FĂ€higkeiten der Musiker und das damit verbundene kĂŒnstlerische Ego wurde zunehmend zum Problem; es gab die ersten solistischen AusbrĂŒche: Blaine L. Reininger bastelte an seiner Solokarriere, absolvierte Auftritte unter eigenem Namen und nahm kurze Zeit spĂ€ter sein erstes Soloalbum auf.


1981 zogen Tuxedomoon auf Einladung des Choreographen Maurice Bejart nach Belgien, wo noch im selben Jahr die Musik fĂŒr das Ballet ?Divine? entstand. Dieses Projekt demonstrierte speziell Reiningers Interesse an Soundtracks, multimedialen Projekten und Neo-Klassik. Weit entfernt vom Avantgarde-Pop von ?Desire? war ?Divine? ein abstraktes, teilweise atonales, schwer zugĂ€ngliches Werk. Noch radikaler war ihre Musik zu der Oper ?The Ghost Sonata?. Basierend auf der von der Gruppe bereits erarbeiteten ?Oper ohne Worte? wurde das Werk 1982 beim Polverigi Theater Festival in Italien uraufgefĂŒhrt.


Das Multimedia Projekt verblĂŒffte durch seine gewagte und bizarre Mixtur aus Dialogfetzen, musique concrete, Elektronik und Neo-Klassik, wurde aber erst 1991 in einer komplett neu aufgenommenen und arrangierten Version veröffentlicht und gilt neben ?Desire? als das ambitionierteste Album der Band.


In den folgenden Jahren stiegen die Spannungen in der Band, die zum Ausstieg Reiningers fĂŒhrte, der eine erfolgreiche Solokarriere einschlug. Steven Brown und Winston Tong begannen ebenfalls, solistisch tĂ€tig zu werden. FĂŒr Reininger kamen die NiederlĂ€nder Frankie Lievaart und der Hornist Luc Van Lieshout, die den Stil von Tuxedomoon von nun an maßgeblich bestimmten: Das 85er Album ?Holy Wars? hatte endlich wieder Songs zu bieten, und bot mit ?The Waltz?, ?Hugging The Earth? oder ?Watching The Blood Flow?, schweren, sperrigen Pop mit jazzigen Obertönen.


Die Rolle des SĂ€ngers teilten sich nun Brown und Tong; letzterer war auch fĂŒr die Ballade ?In A Manner Of Speaking? verantwortlich, die spĂ€ter in der Version von Martin L. Gore (§ Depeche Mode) grĂ¶ĂŸere PopularitĂ€t erfuhr. Gekoppelt mit einer großen Europatournee wurde ?Holy Wars? der grĂ¶ĂŸte kommerzielle Erfolg der Band, dennoch zerfiel die Band immer mehr: Nach der Tournee stieg Winston Tong aus und nahm sein vielbeachtetes Solo-Album ?Theoretically Chinese? auf, hinzu kam der Multi-Instrumentalist Ivan Georgiev.


Nach ausgedehnten Tourneen wurde 1986 das Mini-Album ?Ship Of Fools? eingespielt, ein fragmentarisches, improvisiert anmutendes, jazziges Werk, dem der Stil und die AtmosphÀre von ?Holy Wars? deutlich fehlte. Wesentlich interessanter war der ebenfalls 1986 veröffentlichte Soundtrack zu dem Film ?Fuck Your Dreams, This Is Heaven?, auf dem die diversen Tuxedomoon-Musiker zusammen mit Niki Mono oder Minimal Compact neue Versionen von 60er Jahre-Klassikern aufnahmen.


Mit ?You? erschien 1987 das letzte regulĂ€re Tuxedomoon-Album. Steven Brown und Peter Principle waren die einzigen verbliebenen Musiker der Originalbesetzung, die den restliche Mitgliedern zunehmend Freiheiten gewĂ€hrten. So trat hier erstmals auch Bruce Geduldig als ?Sprecher? in Erscheinung, der auf der dreiteiligen ErzĂ€hlung ?Boxman? zu hören ist. Der Rest des Albums war ein uneinheitlicher, bemĂŒhter Aufguss, der vergeblich an die GrĂ¶ĂŸe von ?Holy Wars? anzuschließen versuchte. Danach lösten sich Tuxedomoon endgĂŒltig auf, Bruce Geduldig konzentrierte sich auf seine Band Weathermen, alle anderen Musiker wurden solistisch tĂ€tig und treten bis heute in verschiedenen Konstellationen immer noch gemeinsam auf.

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1980 Half Mute
CD
Ralph
-
1981 Desire
CD
Crammed Discs
-
1982 Divine
CD
Cramboy
-
1982 Suite En Sous-Sol/Time To Lose
CD
Crammed Discs
-
1985 Holy Wars
CD
Cramboy
-
1986 Ship Of Fools
CD
Cramboy
-
1987 You
CD
Cramboy
-
1991 The Ghost Sonata
CD
Crepuscule
-

Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



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