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Menü » Witt, Joachim Geschrieben von
Künstler : Witt, Joachim
Homepage : http://www.joachimwitt.de
Ähnliche Künstler : Duesenberg, Wolfsheim
1949 in Hamburg geboren, grĂŒndete Joachim Witt bereits 1965 seine ersten Bands, mit denen er Beat-Songs coverte. Inspiriert von dem Titel „A Horse With No Name“ von America schrieb er den spĂ€teren Hit vom goldenen Reiter bereits 1973, ein damals avisierter Plattenvertrag kam allerdings nicht zustande. 1973 schloss sich Witt einer freien Theatergruppe an und erhielt zwei Jahre spĂ€ter ein Engagement am Hamburger Thalia-Theater, wo er bis 1977 arbeitete.


1976 grĂŒndete Witt die Band Duesenberg, deren Musik vom amerikanischen West-Coast-Sound inspiriert war. Die noch in englischer Sprache verfassten, teilweise surrealen Texte dagegen kamen den spĂ€teren Solo-Werken Witts schon sehr nahe. Mit Duesenberg spielte Witt die Alben „Duesenberg und „Strangers“ ein, letzteres wurde 1980 mit dem deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet.


1980 erschien mit „Silberblick“ das deutschsprachige Solo-DebĂŒt. Im Gegensatz zu dem amerikanisierten Rock von Duesenberg war diese Platte musikalisch von repetitiver, elektronischer Ästhetik geprĂ€gt, die wohlmeinenden, humorvollen, unverschlĂŒsselten deutschen Texte behandelten Reiz – und Tabuthemen wie staatliche Überwachung, Schönheitswahn („Das MĂ€dchen Kosmetik“), oder Geisteskrankheiten („Goldener Reiter“). Sowohl „Kosmetik“ als auch „Goldener Reiter“ wurden als Singles ausgekoppelt, erzielten zunĂ€chst aber keine Wirkung. Erst Ende 1981 (nach einem aufsehenerregenden TV-Auftritt) erreichte „Goldener Reiter“ Platz 2 der offiziellen deutschen Singlecharts, das Album „Silberblick“ schoss in die Top 10 und verkaufte sich bis Ende 1981 mehr als 30.000 mal. Schon zu dieser Zeit arbeitete Witt an dem noch etwas dunkleren Nachfolger „Edelweiß“, der im FrĂŒhjahr 1992 veröffentlicht wurde.


Neben Nena, Ideal oder Hubert Kah zĂ€hlte auch Joachim Witt durch den Erfolg von „Goldener Reiter“ zur Speerspitze des kommerziellen Zweigs der „Neuen Deutschen Welle“. Diese inzwischen massenkompatible Welle erleichterte Witt zwar den ersten Schritt zum Soloerfolg, entwickelte sich aber bald zum Boomerang.


Schon die nĂ€chste Single „Tri-Tra-Trullala (Herbergsvater)“ bestach durch die zwingende Monotonie und den dadaistischen, zerstĂŒckelten, stotternd vorgetragenen Text (Joachim Witt: "Der Song soll penetrant wirken, denn es ist ein Spottlied auf sogenannte AutoritĂ€ten. Und die sind penetrant.“). Dennoch wurde auch dieses StĂŒck im Zuge der NDW ein Erfolg.


Das 3. Album „MĂ€rchenblau“ war noch radikaler als die VorgĂ€nger; es war bewusst minimalistisch gehalten, zugleich sehr melodisch, warm und von Keyboards bestimmt. Es wurde der erste große Flop in der Karriere Witts. Durch den Ausverkauf und der damit verbundenen medialen ÜberfĂŒtterung mit drittklassigen Produkten sank der Stern der „Neuen Deutschen Welle“ und riss alle KĂŒnstler mit sich, die mit diesem Etikett assoziiert wurden, so auch Witt, dessen Alben von den Medien ignoriert wurden. Das Ă€nderte sich auch bei „Mit Rucksack und Harpune“ nicht, obwohl dieses Album wieder ein betont rockig ausfiel.


Danach begann Witt immer stĂ€rker, neue Wege und stilistische Möglichkeiten auszuloten, die ihn vom „Neue Deutsche Welle“-Klischee befreien sollten: „Moonlight Night“ war, nach seinen Arbeiten mit Duesenberg, seine erste Produktion in englischer Sprache. Der von epischen, ruhigen, elektronischen KlĂ€ngen dominierte Versuch schlug ebenso fehl wie der wieder auf bekannten Pfaden wandelnde Nachfolger „10 Millionen Partys“, dessen intelligente Popsongs wie „Pet Shop Boy“ oder „Engel sind zart“ kaum Beachtung fanden.


Es folgten diverse Remixe seiner großen NDW-Hits „Goldener Reiter“ und „Herbergsvater“, u.a. von Thorsten Fenslau, sowie eine Adaption von Dr. Albans „Hello Africa“: „Hallo Deuschland“ war 1991 Witts Kommentar zur deutschen Wiedervereinigung. 1992 folgte mit dem von Anete Humpe (Ideal) produzierten Album „KapitĂ€n der TrĂ€ume“ Witts zunĂ€chst letzter - kommerziell wie in diesem Fall auch kĂŒnstlerisch - gescheiterter Versuch, an alte NDW-GrĂ¶ĂŸe anzuknĂŒpfen. In den folgenden Jahren tingelte er u.a. mit seinen Kollegen Peter Schilling oder Markus durch die deutsche Provinz und sang auf NDW-Revival-Partys seinen „Goldenen Reiter“.


Erst 1995 kam die Wende: Die deutsche EBM-Band Sabotage Qu’Est-Ce Que C’est? coverte auf ihrem Album „Les Enfants Sauvages“ Witts „Strenges MĂ€dchen“ und lud Witt dazu als GastsĂ€nger ein. Dies fĂŒhrte zum Kontakt mit § Wolfsheim und deren SĂ€nger Peter Heppner. Witt war von ihrer Musik, speziell von dem Song „Übers Jahr“, begeistert und sah große Parallelen zu seinem eigenen Schaffen.


Daraufhin erschien 1996 die Single „Das geht tief“, mit der Witt die persönlichen Krisen der vergangenen Jahre thematisierte und verarbeitete. Inspiriert von Bands wie Wolfsheim, § Rammstein oder § Project Pitchfork geriet „Das geht tief“ zum dunklen, harten, elektronischen Bombast, seine Texte blieben persönlich und direkt, allein die Sprache war nun archaischer. Obwohl der Song zunĂ€chst die Charts verfehlte, wurde er ein Achtungserfolg und Szenehit. Erst Ende 1997 erschien mit „Die Flut“, ein Duett mit Peter Heppner. Dieser Song wurde, mit einiger VerspĂ€tung, zum bis dato grĂ¶ĂŸten Hit von Witt (ca. 700.000 verkaufte Exemplare), das darauf folgende Album „Bayreuth 1“ erreicht gar Platin-Status und wurde somit zu Witts ersten „echten“ Comeback-Album. Damit wurde er zum bisher einzigen KĂŒnstler der Neuen Deutschen Welle, der in den Neunziger Jahren den kĂŒnstlerischen und kommerziellen Anschluss fand.


Witts surreale, an Traumsequenzen gemahnende Texte („Und ... ich lauf“) sowie seine von romantischer VerklĂ€rung getragene AttitĂŒde und sein wagnerianisches Pathos brachten dem bekennenden PDS-WĂ€hler zudem des öfteren den Vorwurf ein, leichtfertig mit faschistischen Attributen zu spielen; ein Vorwurf, der von Witt stets vehement abgestritten wurde. Der Mix aus Pathos, martialischer Elektronik und perfektem, deutschsprachigen Pop prĂ€gte auch auf das 99er Album „Bayreuth 2“.

Etwas ziespĂ€ltig aufgwnommen wurde das 2002er Album "Eisenherz" (der dritte Teil der "Bayreuth"-Trilogie), auf der Witt etwas stilunsicher zu seinen poppigeren NDW-Wurzeln zurĂŒck kehrte.

Das 2002er Album "Pop" hingegen konnte wieder durch mehr dunkle, gelungere Songs und eine homogene GesamtatmosphĂ€re ĂŒberzeugen...

Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1980 Silberblick
CD
WEA
-
1982 Edelweiß
CD
WEA
-
1983 MĂ€rchenblau
CD
WEA
-
1985 Mit Rucksack und Harpune
CD
WEA
-
1985 Moonlight Night
CD
Polydor
-
1988 10 Millionen Partys
CD
RCA
-
1992 KapitÀn der TrÀume
CD
Polygram
-
1998 Bayreuth 1
CD
Sony
-
1999 Bayreuth 2
CD
Sony
-
2002 Eisenherz
CD
Sony
-
2004 Pop
CD
Ventil
-

Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



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