Login
Username:

Passwort:




Password vergessen?
 
Jetzt registrieren!

 Neue Mitglieder
psyche1964
( 18.02.2011 )
belbertg
( 18.02.2011 )
selfconstructor
( 14.02.2011 )
jbryanely
( 13.02.2011 )
liserg
( 12.02.2011 )


 Wer ist Online
: Besucher
: Mitglied (er)

Du bist ein Gast
Melde Dich vorher erst an!

 
Menü » Cure, The Geschrieben von
KŁnstler : Cure, The
Homepage : http://www.thecure.com
ńhnliche KŁnstler : The Glove, Siouxsie & The Banshees
1976 kam es in der s√ľdenglischen Kleinstadt Crawley zum ersten Auftritt der Formation Easy Cure, die damals aus dem 17-j√§hrigen S√§nger und Gitarrist Robert Smith und einigen Schulfreunden bestand. Mit dabei war von Anfang an Drummer Laurence Tolhurst; zwei Jahre sp√§ter hatte sich unter dem nun verk√ľrzten Namen The Cure ein festes Trio herausgebildet, zu dem auch der Bassist Michael Dempsey geh√∂rte. Beeinflusst von der Punkbewegung spielten sie zun√§chst minimalistische Gitarrensongs, wie sie sich auch auf dem ersten Album wiederfanden, das nach einer missgl√ľckten Kooperation mit dem Berliner Hansa-Label auf Fiction Records erschien - einer Neugr√ľndung des verkrachten A&R-Managers Chris Perry, der gleichzeitig der Manager der Band wurde.

?Three Imaginary Boys? (sp√§ter unter dem Titel ?Boys Don?t Cry? wiederver√∂ffentlicht) wehrte sich bereits mit dem unkonventionellen Haushaltsger√§te-Cover dagegen, den Medien ein leicht verwertbares Image zu pr√§sentieren: Nachdem sich erste Berichte vor allem darauf konzentriert hatten, dass die Bandmitglieder allesamt noch unter zwanzig waren, zeigten The Cure mit ihrem sch√ľchternen, immer etwas linkisch wirkenden Frontmann auf dem Album √ľberhaupt kein Gesicht. Mit ?Killing An Arab? und ?10:15 Saturday Night? enthielt das Deb√ľt bereits zwei Klassiker, die noch zwanzig Jahre sp√§ter zu den Highlights bei Konzerten z√§hlen sollten.

Der Kultsong schlechthin erschien ein Jahr sp√§ter. Auf ?A Forest? hatten The Cure ihren Minimalpunk mit eisiger New-Wave-K√§lte kombiniert und einen tanzbaren Beat unterlegt; das dazugeh√∂rige Album ?Seventeen Seconds? war noch d√ľsterer gehalten und f√ľhrte dazu, dass sie dem damals gerade entstehenden Gothic zugerechnet wurden, dem Joy Division den Sound und Siouxsie das Gesicht gegeben hatten. Mit den Banshees verband The Cure bereits eine enge Freundschaft: Beide Bands waren schon 1979 gemeinsam auf Tournee gewesen, und Robert Smith hatte bei den Banshees gelegentlich als Gitarrist ausgeholfen, als deren Gitarrist kurzfristig ausgestiegen war.
Bei The Cure drehte sich das Personalkarussell ebenfalls: F√ľr Dempsey war noch vor ?Seventeen Seconds? Simon Gallup gekommen, Keyboarder Matthew Hartley war nur f√ľr eben dieses Album √ľberhaupt dabei gewesen und hatte nach der anschlie√üenden Tour gleich wieder seinen Hut genommen; wieder in Triobesetzung spielten The Cure dann ?Faith? und ?Pornography? ein. Auf diesen dunkelsten Cure-Alben waren Begriffe wie ?Tod?, ?grau? oder ?kalt? die Schl√ľsselw√∂rter; Robert Smith wandelte in seinen Texten durch triste Traumlandschaften, erz√§hlte von Beerdigungen oder vom Ertrinken und hatte dabei die unangenehmsten Visionen, die mit schneidenden Gitarren, kaltem Automatenschlagzeug und melodi√∂sem Bass umgesetzt wurden. Diesem finsteren Bild entsprach auch die Spannung innerhalb der Band, die durch Alkohol und Drogen noch reichlich angefacht wurde; nach ?Pornography? stieg Bassmann Gallup einstweilen aus, um sich eigenen Bandprojekten zu treffen, und sprach √ľber eineinhalb Jahre kein Wort mehr mit Smith, der w√§hrenddessen die Band mit Tolhurst im Alleingang weiterf√ľhrte und eine grundlegende Kurskorrektur vornahm:

Mit ?Let?s Go To Bed? erschien eine f√ľr Cure-Verh√§ltnisse recht bunte Popnummer, und die Nachfolgesingles ?The Walk? und vor allem ?The Love Cats? mit seinem fr√∂hlich swingenden Rhythmus bescherten The Cure die ersten Chart-Hits.

Ganz hatte Smith sich jedoch noch nicht vom Weltschmerz verabschiedet. Auf ?The Top?, das er fast ausschließlich im Alleingang aufnahm, wechselten Popsongs wie ?The Caterpillar? sich mit der Aggressivität von Songs wie ?Give Me It? oder der zähen Bedrohlichkeit von ?Shake Dog Shake? ab; ein Mix, der auch das nächste Album prägte.

?The Head On The Door? stellte die Weichen f√ľr den internationalen kommerziellen Durchbruch von The Cure. Sie waren wieder zu einer kompletten Band geworden: Gallup war als Bassist zur√ľckgekehrt und Tolhurst spielte mittlerweile Keyboards, zus√§tzlich waren Drummer Boris Williams und Gitarrist Porl Thompson nun mit dabei. F√ľr The Cure machte sich aber abgesehen von der eigenwilligen Ohrwurmqualit√§t der Singles ?Inbetween Days? und ?Close To Me? nun der Umstand bezahlt, dass sie dem Medium Video offen gegen√ľber standen und mit Tim Pope einen Hausregisseur gefunden hatten, der Smiths schr√§ge Traumbilder und seinen skurrilen Humor in ebenso bunte wie ungew√∂hnliche Clips umzusetzen verstand. Dank MTV wurde Smiths schwarze Zottelfrisur und sein verschmierter Lippenstift zu einem Image, das von zahllosen Gothicfans weltweit nachgeahmt wurde:

W√§re Smith nicht so hochgradig kurzsichtig, h√§tte er bei Konzerten ab 1985 sicherlich das Gef√ľhl gehabt, in ein Spiegelkabinett geraten zu sein.

Das Doppelalbum ?Kiss Me Kiss Me Kiss Me? erweiterte das Muster, das Smith schon mit ?Head On The Door? angefangen hatte: Stilistisch war alles erlaubt, von jazzigen Bl√§sern √ľber Liebesballaden bis zu hin zu apokalyptischer Psychedelic und d√ľsteren Keyboard- und Gitarrenteppichen, √ľber die Smith verloren klingende Vocals legte. Der Nachfolger ?Disintegration? war nicht mehr ganz so breit gef√§chert und schloss Popsongs wie ?Pictures Of You? mit √ľppigen Soundw√§llen enger an die epischen Breitwandsongs ?Prayers For Rain? und ?The Same Deep Water As You? an; das klaustrophobische ?Lullaby? mit dem begleitenden Spinnen-Video √∂ffnete The Cure auch den amerikanischen Markt.

Bereits vor Beginn der Aufnahmen war mit Roger O?Donnell ein neuer Keyboarder zur Band gesto√üen, und nachdem ?Disintegration? erschienen war, gab Lol Tolhurst im April 1989 offiziell seinen Ausstieg bekannt. Schon bald sickerte durch, dass Smith sich nicht im Guten von seinem langj√§hrigsten Mitspieler getrennt hatte; Tolhurst strengte 1992 einen Prozess gegen seine fr√ľheren Kollegen an, den er zwar verlor, in dessen Verlauf aber reichlich schmutzige W√§sche gewaschen wurde und es nicht nur um die Verteilung von Tantiemen, sondern auch um Tolhursts Alkoholsucht und seine Erniedrigung durch die anderen Bandmitglieder ging.

Nach der US-Tournee zu ?Disintegration? nahm auch Roger O?Donnell seinen Hut und wurde durch den ehemaligen Gitarrenroadie Perry Bamonte ersetzt. Smith versuchte derweil, dem stereotypen Bild, das die Medien von ihm pr√§sentierten, zu entkommen, indem er sein Zottelhaar abschnitt und sich beim Live-Video ?The Cure In Orange? mit B√ľrstenschnitt pr√§sentierte; dem Bild des ewig Depressiven stellte er im November 1990 das Remix-Album ?Mixed Up? entgegen, das zwar von vielen Cure-Fans als Sakrileg empfunden wurde, der Band aber gleichzeitig auch ein gr√∂√üeres Mainstream-Publikum er√∂ffnete.
?Disintegration? zeigte The Cure auf dem Zenith ihrer Karriere: In den Neunzigern wurden die Abst√§nde zwischen den Alben immer gr√∂√üer, und den Mix aus schwerg√§ngiger langer Gitarrenatmosph√§re und verspielten Balladen erweiterte ?Wish? und ?Wild Mood Swings? nicht wesentlich. The Cure hatten mittlerweile weltweit √ľber 23 Millionen Alben verkauft und sich den Luxus erarbeitet, dem Diktat der Plattenindustrie nicht mehr gehorchen zu m√ľssen. ?Geld erkauft Freiheit, das habe ich mittlerweile erkannt?, sagte Robert Smith 1996.

Das 2000er Album ?Bloodflowers? war denn auch eine konsequente R√ľckkehr zu den dunklen, introvertierten Kl√§ngen von ?Pornographie? und ?Disintegration?. Alle drei Alben sind durchaus als Einheit zu sehen ? einer der Gr√ľnde, warum alle drei Alben als Live-Performance 2003 auf DVD ver√∂ffentlicht wurden.

Simpel mit ?The Cure? betitelt, erschien 2004 das vorerst letzte Album, auf dem die Band in monochromer Rockigkeit sehr stark an ihr Album ?Faith? erinnerte.


Cover Album Titel / Format / Label / Vertrieb Info Kaufen
1979 Three Imaginary Boys
CD
Fiction
-
1980 Seventeen Seconds
CD
Fiction
-
1981 Faith
CD
Fiction
-
1982 Poronography
CD
Fiction
-
1983 Japanese Whispers
CD
Fiction
-
1984 The Top
CD
Fiction
-
1984 Concert
CD
Fiction
-
1985 The Head On The Door
CD
Fiction
-
1986 Staring At The Sea (Best Of)
CD
Fiction
-
1987 Kiss Me, Kiss Me, Kiss Me
CD
Fiction
-
1989 Disintegration
CD
Fiction
-
1990 Mixed Up
CD
Fiction
-
1991 Entreat
CD
Fiction
-
1992 Wish
CD
Fiction
-
1993 Paris
CD
Fiction
-
1993 Show
CD
Fiction
-
1996 Wild Mood Swings
CD
Fiction
-
2000 Bloodflowers
CD
Fiction
-
2003 Trilogie
DVD
Fiction
-
2004 The Cure
CD
Fiction
-

Die hier verŲffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschršnkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



Woche 22

1 Machine Gun
Portishead
2 Looking Glass
Birthday Massacre
3 Katharsis/Feuer Frei
Nachtmahr
4 Stay With Me
Jesus On Extacy
5 Radioman
State Of The Union
6 Hydra
Iris
7 Swallow
Emilie Autumn
8 Tanzt kaputt was Euch kaputt macht
Straftanz
im Shop
9 Feel The Silence
Elegant Machinery
10 Re:Up
Soman


mehr...

powered by


 Suche

 Rezensionen
Chandeen

Jutland
(15742)


Artwork

Inventario
(15152)


Steril

Realism
(1098)


Crack Of Doom

Washed Out Moon
(14696)


Carlos Perón

La Salle Blanche
(25802)


IAMX

The Alternative
(14948)


Insekt

Teenmachine
(14597)


Dismantled

Standard Issue
(12414)