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Rezensionen »» 1995 PopulärDruckoptimierte VersionSchicke diese Kritik an einen Freund
 Bewertung: 9 von 10Geschrieben von Ecki Stieg (15375 x gelesen)  

Artist: Chandeen
Titel: Jutland
Label: Chandeen
Format: mp3
Datum: 1995
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 Chandeen - "Jutland" (Chandeen)

Es ist sehr selten, dass ein Album und eine Band ein ganzes Genre definiert.
„Jutland“ von Chandeen ist ein solcher Ausnahmefall: Eine diffizile Mischung aus warmen, akustischen Klängen, sphärischer Elektronik in der Tradition von Musikern wie den Cocteau Twins, Dead Can Dance, David Sylvian oder Brian Eno, dazu zwei engelsgleichen Sängerinnen – und fertig war das „Heavenly Voices“-Genre, zu dem später auch Bands wie Love Is Colder Than Death, Stoa oder Black Rose gezählt wurden.
„Jutland“ wurde im Herbst 1994 von den zwei damaligen Köpfen Harald Löwy und Oliver Henkel auf der dänischen Insel Jütland konzipiert und aufgenommen – und der desolate Charme der Landschaft und der Jahreszeit ist in jeder Note dieses wundervollen Albums spürbar – sei es in dem perfekten Pop solcher Songs wie „Ginger“ oder „Strawberry Passion“ – weit mehr aber noch in den fast stehenden, repetitiven Instrumentals wie „Drift“ oder „On Land“.
Die atmosphärische Dichte und der stilistische Spannungsbogen von „Jutland“ blieb lange Zeit unerreicht und ist bis heute ein funkelndes, Maßstäbe setzendes Juwel in der Historie des gehobenen Wave-Pops, zugleich das letzte Album, das in der klassischen Besetzung mit der Sängerin Catrin Mallon und Oliver Henkel aufgenommen wurde.
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Interview mit Harald Löwy zu „Jutland“

Wie ist „Jutland“ entstanden?

Harald Löwy: „Es war schon abenteuerlich. Oliver und ich haben uns in einem gammligen Haus auf Jütland eingeschlossen und schon bei der Ankunft rutschte unser Bus so tief in den Morast, dass wir gar keine andere Wahl hatten, als 5 Wochen dort zu bleiben. Wer schon einmal Dänemark im Herbst erlebt hat, wird die einzigartige Atmosphäre zu schätzen wissen. Es war kalt und windig und diese Witterung hat uns schon sehr beeinflusst.“

Die Bänder mit den Instrumentals wurden nach Deutschland geschickt und die Sängerinnen Catrin Mallon und Antje Schulz arbeiteten an den Gesangsparts.
Wie lief dieser Prozess genau ab?

Harald Löwy: „Schon damals kam es zu ersten Spannungen zwischen den Mädels, wer nun was singt. Zudem waren unsere Vorgaben schon sehr konkret, so dass sie sich letztendlich nicht komplett einbringen konnten. Das gilt übrigens auch für die Texte, die damals von Michael Schwalm geschrieben wurden.“

Letztendlich führten diese Spannungen aber zu einem einmaligen Album, das für viele Fans auch heute noch als das Beste der Band gilt.

Harald Löwy: „Was für eine Bedeutung ‚Jutland’ besaß und was es für einen Einfluss auf andere Musiker ausübt, haben wir erst sehr viel später realisiert. So etwas ist auch nicht planbar. Heute wird ‚Jutland’ als eines der Schlüsselalben der 90er Jahre bezeichnet.“

„Jutland“ gilt als einer der Klassiker des „Heavenly Voices“-Genre.
Hat der Band diese Schublade eher geschadet oder genutzt?

Harald Löwy: „Früher hätte ich gesagt, es schadet, heute weiß ich, dass es uns definitiv sehr viel genutzt hat. Gerade junge Künstler wehren sich ja vehement gegen jegliche Kategorisierungen ihrer Musik, denken, das würde ihnen schaden. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Bei der Veröffentlichungsflut brauchst Du diese Etiketten – und das ist ja auch nichts Verwerfliches. Bis heute findet man in Szene-Magazinen und Reviews Bezugnahmen auf ‚Heavenly Voices’- das ist mittlerweile ein etablierter Stil und hat noch immer einem maßgeblichen Einfluss auf die Underground-Szene in Deutschland.“

Chandeen gibt es nicht mehr. Wie wird es weitergehen?

Harald Löwy: „Chandeen war 2003 beendet. Nach 7 Alben war die Reibung einfach zu groß und es gab zu unterschiedliche Vorstellungen davon, wie es weitergehen soll. Zudem war der Elan einfach weg.
Ich plane aber ein Chandeen-Comeback im nächsten Jahr.
Ich bin ein Vollblutmusiker und muss Musik machen.
Ich habe dabei schon ein sehr genaues Bild vor Augen – und es wird sich deutlich von den alten Chandeen unterscheiden.“



Das Album zum Download in unserem Shop

 
 DAC



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