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Rezensionen »» 2006 PopulärDruckoptimierte VersionSchicke diese Kritik an einen Freund
 Bewertung: 8 von 10Geschrieben von Ecki Stieg (14539 x gelesen)  

Artist: Artwork
Titel: Inventario
Label: Etage Music
Format: mp 3
Datum: 2006
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 Artwork - "Inventario" (Etage Music)

Es war schon seit jeher schwer, dieses Projekt um Jochen Schoberth zu fassen und zu definieren.

Bereits das erste klassische 89er Artwork-Album Artwork war eine höchst diffizile Spielwiese, auf der Schoberth Gothic, Minnegesang, Klassik, Pop und Avantgarde unter Mithilfe exponierter Persönlichkeiten wie Edward Ka-Spel oder Oswald Henke zu einer divergenten Einheit verschmolz.

Schoberth sah seine Rolle mehr als im Hintergrund agierender Musiker, Komponist und Regisseur, der seinen Protagonisten stets den nötigen Freiraum ließ – oftmals über die Maße - was nicht zuletzt dazu führte, dass der rote Faden des Projekts, pendelnd zwischen fast schon akademischer Ambition und gutturalen, spontanen Ausdruck, nicht immer erkennbar war.

Dennoch hat Schoberth unvergessliche Momente hinterlassen, die auf „Inventario“ stilistisch gebündelt und somit auch dramaturgisch perfekt platziert in die Geschichte der Band blicken lassen:

Nach dem von Edward Ka-Spel intonierten Opener „Bring The Rain“ führt der Weg über mittelalterliche Melodien hin zu dem von Oswald Henke bestimmten Mittelteil (unerreicht immer noch das träumerisch/traumatische „Stadt der Träume“) bis hin zu den von Jan Kunoldt interpretierten klassischen Parts.

Ein beeindruckendes Vermächtnis!

________________________________________________________________

Interview mit Jochen Schoberth zu “Inventario”

Jochen Schoberth verstand sich von Anbeginn vielmehr als Songwriter, Arrangeur, Musiker und Regisseur, der seinen Visionen stets mit einer erlesenen Riege versierter Mitmusiker und Vokalisten Leben einhauchte.
So ist das erste Artwork – Album ein Meilenstein, an dem so illustre Gäste wie Edward Ka-Spel von den Legendary Pink Dots, Jan Kunold und nicht zuletzt Oswald Henke von Goethes Erben mitgewirkt haben.
Das differenzierte, in der Gesamtheit dennoch eine homogene Einheit bildende Klangbild war geprägt von subtilen Anleihen aus dem Mittelalter und der Renaissance, ließen auf ein tiefes Wissen und Empfinden dieser Musik schließen, ohne den Versuch der Reproduktion oder des puren Abbildes zu unternehmen.
Stücke wie „Staub“ oder „Stadt der Träume“ wurden zu Klassikern.

Doch das Bild wurde ständig erweitert: Mit Ergo Vivamus und noch mehr mit nachfolgenden Werken wie „Belladonna“ oder „Puppet Fields“ expandierte Schoberth den Rahmen, so dass der stilistische Weg selbst für devote Fans zeitweise nicht mehr erkennbar war:

Manövrierend zwischen mittelalterlichen und klassischen Elementen und exaltierten Beiträgen des Goethes Erben-Kopfes Oswald Henke wurde ein uneinheitliches Bild gezeichnet, das auf „Inventario“ zumindest in den Grundzügen wieder in Form gebracht wurde…

Jochen Schoberth: „ ‚Inventario’ bedeutet Inventur. Nichts anders ist es. Dabei habe ich darauf geachtet, den klassischen Part weitestgehend außen vor zu lassen, so dass sich bei ‚Inventario’ eher auf die Songs konzentriert wurde.
Dennoch wollte ich einige sehr seltene Stücke, wie die lange Version von ‚Ergo Vivamus’ mit dabei haben.
Ich wollte in erster Linie die sehr seltenen und vergriffenen Stücke wieder zugänglich machen.“

Welche Artwork-Alben sind rückblickend für ihn die wichtigsten?

Jochen Schoberth: „ Definitiv das erste Album und ‚Puppet Fields’. ‚Puppet Fields’ war das erste Album, das ich mir durchgehend auf meinem i-pod durchhören und genießen konnte. Es war das erste, wirklich geschlossene Werk. Das erste Album war der Initiator, damals eigentlich nur eine Spielwiese, die dann aber eine derartige Resonanz erfuhr, dass wir einfach weitergemacht haben. Die erste beiden Alben gleichen eigentlich ambitionierten Samplern und haben es rückblickend sehr schwer gemacht, Artwork zu definieren.
Das änderte sich erst bei der ‚Madremonio’, bei der Leute wie Robert Wilcox oder Dave Young die Regie geführt und den roten Faden wieder gefunden haben.
Bei den anderen Alben war es durchaus so, dass man sie nur selektiv und stimmungsgemäß hören konnte. Das hatte den Nachteil, dass Artwork meist im stillen Kämmerlein genossen wurden, zugleich aber den Vorteil, dass wir als Liveband sehr überzeugend und farbig waren. “

Wie würde Jochen Schoberth den Platz von Artwork heute definieren?

Jochen Schoberth: „ Kommerziell waren wir nie in dem Maße erfolgreich, doch ich habe viele Bands erlebt, die uns nicht nur adaptiert, sondern ganz konkret auch kopiert haben. Es klingt wie Eigenlob, aber mein Gitarrenspiel hat schon eine sehr eigene Note – und die hat mir auch oft Kritik eingebracht. Es ist eigentlich so, wie es mir Michael Popp von Qntal unlängst sagte: Bands wie Qntal oder Artwork werden in der Bewertung immer das Mittelfeld belegen. Selbst wenn wir unverstanden bleiben, sind wir musikalisch einfach zu gut, um abgeurteilt zu werden, zugleich zu anspruchsvoll, um zum Mainstream zu gehören. So bleibt für uns nur das Mittelfeld – aber das ist natürlich nicht gleichzusetzen mit Mittelmaß!
Mittlerweile bin ich soweit, mich bewusst einzugrenzen, um die nötige Aufmerksamkeit und Resonanz zu erfahren.“



Das Album zum Download in unserem Shop

 
 DAC



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