Login
Username:

Passwort:




Password vergessen?
 
Jetzt registrieren!

 Neue Mitglieder
psyche1964
( 18.02.2011 )
belbertg
( 18.02.2011 )
selfconstructor
( 14.02.2011 )
jbryanely
( 13.02.2011 )
liserg
( 12.02.2011 )


 Wer ist Online
: Besucher
: Mitglied (er)

Du bist ein Gast
Melde Dich vorher erst an!

 
Interviews : Hocico Druckoptimierte Version Schicke den Artikel an einen Freund
Geschrieben von Ecki Stieg am 14.02.2002 18:39 (6490 x gelesen)

Hocico



Kurzinterview zum Album "Signos de Aberracion" mit Erk Aicrag




Habt Ihr einen derartige Zuspruch auf Euer Album und Eure diesjährigen Konzerte erwartet?

Erk Aicrag: "Nein, überhaupt nicht. Wir sind überwältigt. Es war zwar schon vor ein paar Jahren sehr positiv, aber die Reaktion in diesem Jahr übertrifft all unsere Erwartungen."

Zwischen dem letzten und dem aktuellen Album hat sich Eure Fanschar offenbar mehr als verdoppelt...

Erk Aicrag: "Offensichtlich. Wir haben das kaum mitbekommen, weil wir eigentlich nur unseren Job gemacht und in Mexiko an dem neuen Album gearbeitet haben. Doch es ist auch eine schöne Bestätigung, denn wir haben uns auf dem neuen Album immens weiterentwickelt."

Als jemand, der mit Bands wie Skinny Puppy oder auch Mentallo & The Fixer aufgewachsen ist, entdecke ich in Eurer Musik nicht unbedingt große Neuerungen.
Wohl aber seid Ihr in der Lage, die Traditionen Eurer Vorbilder trendgerecht zu komprimieren.
Was ist das Geheimnis Eures Erfolgs?

Erk Aicrag: "Arbeit und nochmals Arbeit. Wir leben in unserer Arbeit und in unseren Träumen."

Was für Träume?

Erk Aicrag: "Wir träumen von einer besseren Welt. Wir sprechen die Dinge ohne Vorurteile aus. Und wir möchten neue Botschafter Mexikos sein. Wir sind sicher keine typische mexikanische Band, doch wir möchten, dass die Leute daheim stolz auf uns sind. Dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund. Unsere meisten Songs beschäftigen sich mit der harten Realität in unserer Heimat. Mexiko ist ein einziges Chaos - und unsere Musik signalisiert Chaos. Wir brauchen Chaos, um unsere Musik zu entwickeln und unsere Emotionen zu zeigen."

Klingt nach dem Klischee des armen Ghettojungen, der es auf die Bühnen dieser Welt geschafft hat....

Erk Aicrag: "Kannst Du dir vorstellen, dass 13 Millionen Leute in einer Stadt wohnen, von denen die Hälfte ohne Job ist?
Es geht um Gewalt, um Toleranz und Gerechtigkeit. Wenn wir das nicht irgendwie künstlerisch verarbeiten könnten, würden wir durchdrehen."





Glaubt Ihr wirklich, dass die Leute Eure Situation über die Musik hier auch nur ansatzweise begreifen?

Erk Aicrag: "Doch, das glaube ich schon. Die Musik selbst ist der Schlüssel. Durch die Musik bauen die Leute eine Beziehung zu uns auf - und gerade junge Leute beschäftigen sich sehr damit, wo wir her kommen. Wichtig ist aber die Energie. Sie eint Publikum und Band."

Eure Attitüde, auch in anderen Interviews, entspricht eher der des juvenilen Gangster-Rappers.
Warum die Wahl der Mittel, die ihr benutzt?

Erk Aicrag: "Wir haben Bands wie Skinny Puppy immer verehrt und sie waren eine der Motivationen, Musik zu machen. Doch Skinny Puppy sind tot. Wir versuchen, aus der Vergangenheit zu lernen, doch gleichzeitig ist es wichtig, sich von Vorbildern zu lösen und seinen eigenen Weg zu finden."

Zu Euren Konzerte: Im Hintergrund zu sehen waren unsynchron eingesetzte Videos, in denen Sequenzen aus Gruselklassikern wie "Die Vögel", "Der Exorzist", "Nosferatu" sowie Ausschnitte aus amerikanischen und schwedischen Pornos konzeptlos aneinander gereiht wurden. Nicht gerade originell. Was ist Euer Lieblingsporno?

Erk Aicrag: "Oh Gott, es gibt so viele. Am liebsten sind mir die deutschen Pornos, wo sie 'schnell, schnell' brüllen. Die Videos sollen eigentlich nur ein unterhaltsames Gegenstück oder auch Ergänzung zu unserer Musik sein. Demnächst werden wir unsere eigenen Videos drehen."





Während bei Euren Konzerten die harten Up Tempo-Tracks dominieren, sind auf den Alben die filmischen, etwas differenzierteren Instrumentals die interessanteren Tracks. Sie zeigen obendrein Euer Gespür für Dramaturgie und Soundtracks...

Erk Aicrag: "Wenn wir komponieren, haben wir immer irgendwelche Filmsequenzen vor unserem geistigen Auge.
Wir haben auch schon Anfragen für Soundtracks erhalten und haben auch schon Musik für Dokumentationen für das mexikanische Fernsehen geliefert. Auf alle Fälle ist es eines unserer Ziele, weiterhin Filmmusik zu machen."

Für welchen klassischen Film hätten Hocico gerne die Musik geschrieben? Für welchen Film würden sie gerne die Musik produzieren?

Erk Aicrag: "Wir hätten gern die Musik für 'Der Exorzist' gemacht. Welchen Film wir gerne vertonen würden...? Vielleicht 'The Crow', Teil 5...? Wir werden sehen!"

Der Lieblingssong des neuen Albums?

Erk Aicrag: "Definitiv 'Bloodshed'. Es ist der persönlichste Song. Es geht um unsere Empfindungen, die wir hatten, als wir im letzten Jahr in einen Kampf verwickelt waren. Wir propagieren keine Gewalt, doch es ist gut, seine Wut und Aggressionen zumindest auf der Bühne auszuleben. Und jedes mal, wenn ich 'Bloodshed' singe, kommen die Erinnerungen an diesen Kampf wieder hoch...."

Wie reagiert Euer Publikum darauf?

Erk Aicrag: "Sehr unterschiedlich. In Mexiko regiert die Gewalt - und das spürt man auch bei unseren Konzerten.
Manchmal gerät alles außer Kontrolle und es passiert, dass Leute verletzt werden.
Deutschland ist eines unser Lieblingsländer, neben Griechenland...!"


Druckoptimierte Version Schicke den Artikel an einen Freund

Die hier verffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschrnkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.

 
 DAC



Woche 22

1 Machine Gun
Portishead
2 Looking Glass
Birthday Massacre
3 Katharsis/Feuer Frei
Nachtmahr
4 Stay With Me
Jesus On Extacy
5 Radioman
State Of The Union
6 Hydra
Iris
7 Swallow
Emilie Autumn
8 Tanzt kaputt was Euch kaputt macht
Straftanz
im Shop
9 Feel The Silence
Elegant Machinery
10 Re:Up
Soman


mehr...

powered by


 Suche

 Rezensionen
Chandeen

Jutland
(2770)


Artwork

Inventario
(1733)


Steril

Realism
(1804)


Crack Of Doom

Washed Out Moon
(1929)


Carlos Perón

La Salle Blanche
(1936)


IAMX

The Alternative
(1879)


Insekt

Teenmachine
(1684)


Dismantled

Standard Issue
(1912)