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Essay : Der Kunde ist König Druckoptimierte Version Schicke den Artikel an einen Freund
Geschrieben von Ecki Stieg am 25.02.2002 18:06 (9585 x gelesen)

Der Kunde ist König

"Der Kunde ist König" - dieser eherne Satz der freien Marktwirtschaft gilt leider auch für eine immer noch sträflich unterbewertete Berufsrandgruppe, die sich im Schichtdienst Nacht für Nacht Gesundheit und den Glauben an das Gute im Menschen ruiniert: Den DJ.


Für viele der Traumjob schlechthin, weiß es der gemeine Plattenaufleger nach nur kurzer Berufserfahrung besser: Egal wie versiert, geschmackssicher und flexibel du dich auch wähnst - angesichts des Tanzbodens und des darauf befindlichen Mobs zerrupft die Realität sämtliche Ideale und Illusionen innerhalb von Minuten.

Willst du Erfolg und ein volles Haus, musst du ein mehrfaches der die Substanz zermürbenden Kompromisse eingehen, die Joschka Fischer bisher zu verknusen hatte.

Gerade der Independent-Szene-DJ (dieses Wort ist so krank wie der ganze Berufsstand!) sieht sich mit einer so großen Vielfalt von geschmäcklerischen Eigenbrötlern konfrontiert, dass er zwangsläufig versagen muss.

Keine Eier sind so dick, als dass sie den Spagat abfedern könnten, der hier verlangt wird.

Willst Du dich in das Abenteuer DJ stürzen, lerne folgende, goldene Regel:

Wie du es machst, machst du es verkehrt.

Selbst wenn Du den Geschmack von 97% der Publikums treffen solltest (und du das Glück hast, dich mit dem Gebotenen noch einigermaßen identifizieren zu können!), wird deine Klangauswahl von den restlichen 3 % in Grund und Boden verdammt.

Da niemand den DJ aufsucht, um ihn zu seiner gelungene Songsauswahl zu beglückwünschen (das Arschloch säuft ja auch auf unsere Kosten!), kontaktiert man den eitlen, geschmacksinfiltrierenden Gecken nur dann, wenn man etwas zu meckern, bzw. einen "Musikwunsch" abzugeben hat.

In 90% der Fälle weiß ich schon vorher, was auf den mehr oder minder liebevoll beschmierten Notizzettelchen steht.

Doch scheinbar ist dieses Ritual nötig, um dem Kunden so etwas wie eine direkte Ansprache zu verschaffen und ihm somit das Gefühl zu geben, er hätte eine Bedeutung oder hätte zum Musikprogramm des Abends gar einen entscheidenden Beitrag geleistet.

Ich lasse die Einfältigen meist in ihrem Glauben, bin aber nach wie vor fasziniert von der Vielfalt der Charaktere und Geschmäcker, die ich, als unentgeltliche Hilfestellung für alle, die dieser Job dennoch reizt, in dreizehn, auf jahrelangen Recherchen beruhenden Typenprofilen vorstelle:

1) Der Verirrte

Meist weiblicher Single um die 30 Jahre aufwärts, oder bereits zugedröhntes Hip Hop Kid, die sich entweder im Datum und der Lokalität vertan haben oder mal "gucken wollten, was da so abgehrt".

Der Verirrte kommt meist recht früh. Von daher sind seine obskuren oder langweiligen Wünsche ohne Szene-Protokollanten unter Ausschluss der Öffentlichkeit leicht zu erfüllen.

Füllt sich das Ambiente und bemerkt der Verirrte, wohin er geraten ist, besinnt er sich auf das, was er mit dieser "dunklen Szene" assoziiert, wünscht sich zaghaft fragend einen "kompatiblen" Song, den er irgendwo anders schon mal gehört hat trinkt seine Cola-Light zu Ende, irrt in den nächsten unbekannten Schuppen, oder nach Haus.

Bevorzugte Wünsche "The Sparrows And The Nightingales" (egal ob von Mark O oder Wolfsheim), "Never Trust A Klingon" (S.P.O.C.K), "On The Other Side" (Silke Bischoff), "Dark Star" (Deine Lakaien), "Du riechst so gut" (Rammstein), "Dream Of You" (Schiller & Heppner), "Win The Race" (Modern Talking), "Missy Queen Is Gonna Die" (TokTok vs. Sofie O.)

Begehrtes Sexualobjekt: Jemand, der in Richtung Heimat fährt

Lieblingsgetränk: Cola Light

2) Das Electro-Weib

Leider kein Klischee, sondern bittere Wahrheit:

Meist dralle, hoffnungslos überschminkte Goth-Dame mit Hausfrauengeschmack in viel zu engen, selbst genähten Kleidern oder "And One"-T-Shirt.

Tritt meist in kleinen Grüppchen an den DJ heran. Scheu, aber sich selbstbewusst gebend zwischen albern und "grande dame".

Zu lange, dunkelrot oder schwarz lackierte Fingernägel.

Vorhersehbares Verhalten.

Der Wunschzettel besteht aus mindestens 3453 verschiedenen Covenant-Tracks.

Ist glücklich, wenn es tanzen kann.

Mehr braucht das Electro-Weib nicht.

Geringer Alkohol-Konsum.

Lange Toilettenphasen (keine Drogen!), danach noch mehr Schminke

Bevorzugte Wünsche: Alles von VNV Nation, Apoptygma Berzerk, Covenant, "Zauberschloss" (In Strict Confidence), "Hellraiser" (Suicide Commando), "Timekiller" (Project Pitchfork), "Velocity" (Neuroticfish), "Happiness" (Front 242), "Technoman" (And One) und das Beste von heute!

Begehrtes Sexualobjekt: Steve Naghavi ("ich find den riesig!")

Lieblingsgetränk: Sekt oder Selters.

3) Das 80er Jahre-Relikt

Ist entweder in dieser Phase groß geworden oder geschmacklich darin hängen geblieben.

Hält "Push" von Invincible Spirit für Industrial und Welle:Erdball für NDW. Vorausgesetzt, ihm gefällt das Stück.

Denkt, schon alles gesehen und gehört zu haben, um den Synth-Pop der 80er als den alleinig selig machenden Weg feiern zu dürfen.

Ist noch nostalgischer und lamentierender als der ->alte Goth-Sack und versucht im Gegensatz zu diesem, dem optischen Stil der 80er zu entsprechen.

Die Zeit vor Depeche Mode und Helmut Kohl ist eine historisch zu vernachlässigende Epoche und der Wunschzettel enthält mindestens 5 Mix-Varianten von" Enjoy The Silence"

Bevorzugte Wünsche: "Sleeper In Metropolis" (Anne Clark), "Der Mussolini" DAF, Alles von Depeche Mode und And One vor 1997, "Schweben, fliegen, fallen" (Welle:Erdball), "Kaltes Klares Wasser" (Malaria - "bitte das Original"), "Blue Monday" (New Order), "Hymn" (Ultravox)

Begehrtes Sexualobjekt: Kim Wilde, Dave Gahan

Lieblingsgetränk: Bier (Hausmarke)

4) Die Verinnerlichte

Die Verinnerlichte ist der Grund, warum der DJ viel Jägermeister trinken muss:

Ihr Erscheinen wird bereits Minuten zuvor durch eine die Atmungsorgane und den Magen- und Darmtrakt lähmende Pachouli-Wolke angekündigt, die allein durch den heilenden Kräuterlikör neutralisiert werden kann.

Die Verinnerlichte ist ein Einzelgänger. Weiblich.

Scheinbar.

Ausgemergelt, das ohnehin schon blutleere Antlitz durch weiße Karnevalsschminke und daumendick aufgetragenen Kajal betonend, kleidet sie sich gewöhnlich in Gewänder aus Spinnweben und Mullbinden, die ihren dürren Körper zusammenhalten.

Wegen ihrer angeklebten Vampirzähne kann sie sich kaum artikulieren - sie würde es aber auch ohne diese gar nicht erst versuchen.

Verhuscht und zitternd malt sie ihr Begehr in übertriebener Schönschrift auf den Zettel.

Spielt man ihr Wunschstück ,so scheint die Verinnerlichte mit ihm zu verschmelzen und ätherische Aggregatzustände anzunehmen.

Selten nur kann man einen Menschen verzückter entschweben sehen, auch wenn der Ausdruckstanz der Verinnerlichten an Wehleidigkeit und Weltschmerz nicht zu übertreffen ist...

Manchmal schreibt die Verinnerlichte kleine Gedichte und lässt sie scheinbar achtlos liegen...

Die Verinnerlichte trinkt nichts, spricht nicht.

Manch einer vermutet, sie würde nicht einmal atmen.

Jeder fragt sich, wie sie ohne fremde Hilfe durch die Tür und wieder nach Hause kommt.

Scheinbar schafft sie es, denn sie kommt immer wieder.

Scheinbar...

Bevorzugte Wünsche: alle Balladen von Lacrimosa, Illuminate, Qntal und Deine Lakaien, "Sitz der Gnade" (Goethes Erben), "Cantara" (Dead Can Dance), "Rose Clouds Of Holocaust" (Death In June), "Selig" (Helium Vola), die B-Seiten sämtlicher Cocteau Twins-Singles.

Begehrtes Sexualobjekt: amnesiescher Pflegefall

Lieblingsgetränk: Pachouli

5) Der Hardcore

Vorbei die Zeiten, in denen Industrial etwas mit Intellekt und Avantgarde zu tun hatte.

Der heutige Hardcore-Fetischist hat das Durchschnittsalter von 16 Jahren und hält Kiew für die Erfinder der Stalinorgel.

Dementsprechend breit gefächert auch sein Geschmack: Zwischen Dive und Sonar ist so ziemlich alles möglich!

Da kommt der DJ schon reichlich ins Schwitzen. Diese variationssreichen Klänge kunstvoll an- und ineinander zufahren fordert schon den ganzen, stahlharten Mann.

Gerne reiht der Aufleger schon mal 5 oder 6 dieser lustigen, melodischen Kleinode aneinander.

Dann können sich die Bälger nach Herzenslust austoben - und alle Musikfreunde nutzen die Zeit, sich erfrischend auszukotzen oder die Nase zu pudern.

Bevorzugte Wünsche: Alles von Dive, Wumpscut, P.A.L., Kiew, Sonar, Die Form, Hocio, Black & Decker-CD (gratis bei Obi), in ausweglosen Situationen auch gerne alle B-Seiten von Front Line Assembly

Begehrtes Sexualobjekt: Stahl, Beton, Kinder-Überraschungseier

Lieblingsgetränk: Blut und Eisen

6) Der Headbanger

Rüde aussehende, in der Regel korpulent gebaute, genügsame, langhaarige Gattung.

Kommt immer zu kurz. was daran liegt, dass die Vorlieben des Headbangers wenig kompatibel sind mit dem Rest.

Ohne Stakkato-Gitarre geht nichts.

Hörte früher Sodom und ist jetzt bei Fear Factory angekommen.
Eine kleine Steigerung, die ab und an belohnt werden muss. Und sei es nur mit Miss Manson.

Typische Haltung: Hände auf die Knie gestützt. Rotierende Kopfbewegung.
Der Headbanger nennt das Tanz.
Der Rest nennt das einen Perpetuum mobile-Fön.

Nur kompatibel für Szenegänger mit kräftigen Haupthaar.

Schwitzt leicht und ist schnell erschöpft.

Feiert sich und seine Artgenossen gerne selbst.

Meist friedlich.

Bevorzugte Wünsche: Nightwish, Fear Factory, Ministry, alle B-Seiten von Marilyn Manson und den Nine Inch Nails, AC/DC (ab 2.2 Promille), gibt sich zur Not auch mit Subway To Sally; In Extremo oder Rammstein zufrieden.

Begehrtes Sexualobjekt: Big Mac mit fettigen, fliegenden Haaren

Lieblingsgetränk: Hefeweizen, Fett und Schweiß

7) Der alte Goth-Sack

Obwohl durchaus Parallelen zum -> 80er Jahre Relikt gezogen werden können, die angenehmere, weil gemütlichere, abgeklärte Variante.

Der alter Goth-Sack kommt meist spät, ist aber verlässlich und trinkt viel.

Unrasiert, bärbeißig bis freundlich hat er fast alles gesehen und gehört, ist Neuem gegenüber aufgeschlossen, freut sich aber dennoch, wenn sein Lieblingsstück kommt, das gemeinhin von Cure und Joy Division stammt.

Zum Tanzen ist der alte Goth-Sack längst zu träge und zu fett.

Lieber sitzt er an der Bar, quatscht über vergangene Zeiten und säuft ohne Pause.
Daher nicht zu vernachlässigende Zielgruppe und Wirtschaftsfaktor.

Falls er Herausgeber eines Szene-Magazins ist, fährt er lieber zum Angeln, anstatt interessante Festivitäten wahrzunehmen.

Bevorzugte Wünsche: "Bela Lugosi's Dead" (Bauhaus), "Love Like Blood" (Killing Joke), alles von The Cure vor 1980, "Israel" (Siouxsie & The Banshees), "I Walk The Line" (Alien Sex Fiend). "Gottes Tod" (Das Ich), "No Tears" (Tuxedomoon) alles von Sisters Of Mercy ohne Ofra Haza-Gesang, "Hate Is A 4 Letter Word" (Shock Therapy), alles von Joy Divsion ohne "Love Will Tear Us Apart", "Love Will Tear Us Apart" (Swans), Ramones (ab 2.3 Promille), kann sich aber auch mit Zeromancer oder 69 Eyes anfreunden.

Begehrtes Sexualobjekt: Ehepartner (manchmal) und eine Kiste Foster's (immer)

Lieblingsgetränk: Kiste Foster`s

8) Der "alte Kumpel"

Typische Situation: Ein dir wildfremder Typ fällt dir mit den Worten "ich bin extra 300 km gefahren, um dich hier zu sehen" um den Hals und beginnt von gemeinsamen Erlebnissen zu schwafeln, an die du dich beim besten Willen nicht erinnern kannst.

Jegliche Scheu und Hemmungen ablegend, rückt dir der schweißnasse Typ dermaßen auf die Pelle, dass sich seine Ausdünstungen mit dem Pachouli der -> Verinnerlichten zu einem Sodom und Gomorra versengenden Giftgas vermischen.

Während Du in dieser Situation krampfhaft versuchst, das gerade konsumierte Kräuterdestillat bei dir zu behalten, die nächste CD einzulegen, dich daran zu erinnern, wo du diesen Idioten schon einmal getroffen haben könntest, hat dieser bereits das Regiment über Deine sorgsam deponierte Jägermeisterflasche übernommen, nicht ohne Dir zu drohen "man müsse das Treffen doch bald mal im privaten Rahmen wiederholen".

Solltest Du nach erzwungenem Austausch der Telefonnummern scherzeshalber auf sein Angebot eingehen und dich tatsächlich bei ihm melden, wird er sich nicht an Dich erinnern können.

Bevorzugte Wünsche: Saufen auf Kosten des DJ.

Begehrtes Sexualobjekt: Jemanden zum volllabern

Lieblingsgetränk: Alles, was es umsonst gibt

9) Der Fachsimpler

Eigentlich ein angenehmer Zeitgenosse, nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Ein Musikfan und Plattensammler der alten Schule, der die Besetzungen und Tracklisten von 174 Psychic TV-Alben auswendig kennt.

Natürlich wird er keine Gelegenheit auslassen, den DJ zu jedem dieser epochalen Werke zu interviewen und dessen geschätzte Meinung zur Auslaufrille von "Psychic TV live In Helsinki" in Erfahrung zu bringen.

Völlig außer acht lassend, dass Du hier für ca. 500 Leute den Hampelmann machen und ein Programm gestalten musst, wird er nicht müde, Dich nach den Bestellnummern der letzten 43 Delerium-Alben zu fragen, verbunden mit der Bitte, ihm diese Teile doch rasch mal auf CD zu brennen.

Dies ist der Punkt, an dem du dich für immer von einem Menschen verabschiedest, der unter anderen Umständen vielleicht ein inspirierender Gesprächspartner hätte sein können.

Bevorzugte Wünsche: Alle Platten, auf denen Blixa Bargeld und Genesis P. Orridge gemeinsam im Background atmen, "weil er die lange nicht mehr gehört hat"

Begehrtes Sexualobjekt: Die rothaarige Gothic-Maus an der großen Bar; ersatzweise "Force The Hand Of Chance" von Psychic TV in lila Vinyl.

Lieblingsgetränk: Cola, Saft, Bier

10) Der Besserwisser

Extrem gelangweilt tuender, arroganter Typ, dennoch bered.

Oftmals eine Person mit erstaunlichen Fachwissen und elitären Geschmack (->Fachsimpler), verdirbt sie sich und dem DJ den Abend damit, sich zwanghaft zu profilieren, den Wissensstand mit dem des DJ zu messen, um schließlich zu dem Entschluss zu kommen, dass dieser komplett unfähig ist.

Dies erkennt der Besserwisser allein dran, dass dem DJ der über Sieg und Niederlage entscheidende 15. Mix der neuen Marilyn Manson-Single fehlt und dieser ohnehin ein "viel zu kommerzielles Programm fährt", weil er es wagte, Dive und Kiew "back to back" zu spielen.

"Kommerz" bedeutet für den Besserwisser, dass die Tanzfläche gefüllt ist und es den Leuten scheinbar gefällt.

Natürlich eine Todsünde!

Diesem Menschen kann man für ein und allemal das Maul stopfen, in dem man ihm anbietet, doch mal selbst 30 Minuten aufzulegen - mit der Option, zumindest 10 Leute im Saal zu halten.

Bereits nach 10 Minuten ist der Besserwisser geheilt...

Bevorzugte Wünsche: Alles, was nicht gespielt wird.

Begehrtes Sexualobjekt: Zillo-Lexikon

Lieblingsgetränk: Schierlingsbecher

11) Der Nerver

Kein ->Besserwisser, sondern dessen hündisch untergebener, profilierungssüchtiger, mit zahlreichen Komplexen beladener Speichellecker.
Ohne Geschmack, von Haus aus mieser Charakter (erscheint meist im Schlepptau des -> Besserwissers),

Ist Meister im Lokalisieren eventueller Lücken im vorhandenen Archiv, zudem fixiert auf den Hass-Interpreten oder Hass-Stück des DJ.

Wünscht sich exakt dieses Stück ca. 2355 mal am Abend und besticht falsche Freunde, den DJ ebenfalls mit dieser Nummer zu nerven, was selten ohne denunzierende Pöbeleien abgeht.

Und das bis morgens um 5 Uhr.

Danach geht er heim, freut sich seiner Heldentat und onaniert.

Sollte man seinen Wunsch wirklich ernst nehmen, das begehrte Kleinod bis zum nächsten Abend in seine Sammlung aufgenommen haben, um es dem Großmaul stolz zu präsentieren, kann man sich sicher sein, dass zumindest dieser Nerver unter Garantie nicht anwesend ist, oder - falls doch - lauthals verkündet, "dies Stück sei doch ein alter Hut, weil man das heute überall um die Ohren gehauen bekommt"

Bevorzugte Wünsche: Nach feigem Ausspionieren der CD-Sammlung des DJs das Stück, das dieser unter Garantie nicht dabei hat!

Begehrtes Sexualobjekt: Die Freundin des DJ

Lieblingsgetränk: Schleim

12) Der heimwerkelnde Pseudospezialist

Eine extrem perfide Subspezi des Nervers.

Kontaktscheuer Einzelgänger.

Verpickelt, schmächtig und linkisch, wieselt er stundenlang um das DJ-Pult herum und fixiert den Meister beim verdienten Jägermeister-Konsum.

Gegen Mitternacht schlägt seine Stunde: "Hast Du 'Gothic Massaker' von den Deflated Vampires?"

Dem DJ bleiben jetzt zwei Möglichkeiten:

a) Die Frage bejahen, um sich ja keine Blöße zu geben, auch auf die Gefahr hin, dass der Pickel ihn in den nächsten 5 Stunden jede Minute nach diesem Stück fragen wird.

b) Ehrlich verneinen!

Egal, welche Antwort der DJ wählt - er hat verloren!

Wählt er Antwort A, wird ihn der Pickel löchern und piesacken bis an sein kühles Grab.

Wählt er Antwort B folgt dieser Kommentar: "Oh, da sind wir aber sehr enttäuscht von Dir. Da hätten wir mehr erwartet!"

Der Pickel spricht von sich stets in der dritten Person um Macht und Masse vorzutäuschen und den DJ nachhaltig zu demütigen.

Ebenso beherrscht er das Spiel von Butterbrot und Peitsche: "Du hast Glück, wir haben das Stück auf CD im Auto. Wir holen es schnell. Du wirst es doch sicher spielen!?"

Dem vermeintlich gedemütigten DJ bleibt kaum eine andere Wahl, als zumindest verbal einzuwilligen, um weitere Diskussionen zu vermeiden.

Obwohl er genau weiß, was kommt.

Die Deflated Vampires sind das Heimwerkerkellerprojekt des Pickels: Einfallsloser, dilletantisch eingespielter Atari-Industrial der übelsten Sorte, der die Tanzfläche für die nächsten 10 Minuten garantiert leer fegen wird.

Da der DJ dies weiß, schiebt er dieses Stück so lange vor sich her, bis der Pickel freiwillig geht, einschläft, oder ihm vor Wut die ersten Pusteln platzen.

Kurz vor halb 5 gönnt man ihm seinen Mini-Orgasmus, indem sein zehnminütiges Epos für zwei Minuten angespielt wird.

Zumindest ein Mensch im Raum fühlt sich jetzt besser...

Bevorzugte Wünsche: "Gothic Massaker" (Deflated Vampires) und ein Hunderterpack weiterer selbst gebrannter CDs mit Eigenproduktionen.

Begehrtes Sexualobjekt: Spiegelbild

Lieblingsgetränk: Clearasil

13) Der "befreundete" DJ

Ein Wesen, das jeder DJ mehr hasst und fürchtet, als der Teufel das Weihwasser.

Freundlichkeit und Kollegialität heuchelnd, blättert sich der "befreundete" DJ zunächst mit dem verachtungsvollsten Blick der Welt durch deine CD-Sammlung.

Dabei erwähnt er beiläufig, dass auch in seiner Dorfklitsche "die Leute alle voll scheiße sind und immer das gleiche hören wollen" und verfällt dem Irrglauben, er dürfe dich durch diese vermeintliche Solidarisierung ab sofort zu seinem Freundeskreis zählen.

Oder aber er nimmt stolz (aber schweigend) zur Kenntnis, dass in seinem Club pro Stunde durchschnittlich 2,1 Personen mehr auf der Tanzfläche sind, und verbreitet diese Erkenntnis hinter deinem Rücken.

Ein weiteres aufgezwungenes Gesprächsthema sind die Bemusterungspraktiken diverser Platten- oder Promofirmen: "Hast Du auch schon gehört, dass Public Propaganda demnächst die neue Covenant bemustern wird?"

Nicht ohne hinzuzufügen, dass er die Scheibe natürlich schon längst hat (meist gelogen) und er dir gönnerhaft anbietet, sie dir gerne zu brennen (auf jeden Fall gelogen).

Bevorzugte Wünsche: Dem DJ den Glauben an sich selbst zu rauben.

Begehrtes Sexualobjekt: Alles, was einen Puls hat. Oder niemanden. Ist meist asexuell.

Lieblingsgetränk: Wasser (Mit wehleidiger Miene erzählt er dir, dass er in letzter Zeit "viel zu oft Party gemacht hat" weil sein Laden so toll läuft und vermittelt dir somit das Gefühl, er komme zu deiner "auch ganz netten Veranstaltung" nur, weil er sich mal in intimer Atmosphäre entspannen will - ohne viele Leute dabei...)

Habe ich einen Typus vergessen?

Wahrscheinlich!

Alle Discjockeys, die dieses lesen, mögen und dürfen die Liste ergänzen! (Jeder andere übrigens auch!)

Vergessen sollten man dennoch eines nicht: Die oben beschriebenen, den DJ drangsalierenden Spezis machen nur ca. 10% der Besucher eines mehr oder weniger gelungenen Abends aus.

Alle anderen verzichten auf "Wünsche" und schleppen lieber die rothaarige Gothic-Maus an der großen Bar ab, anstatt zwanghaft auf Lieder zu warten, die darüber erzählen, wie man eine rothaarige Gothic-Maus an der großen Bar abschleppt...

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Mitglied Diskussion
Ecki Stieg Geschrieben am: 20.05.2004 07:51  Aktualisiert: 20.05.2004 07:51
Weltherrscher
Mitglied seit: 12.05.2004
aus:
Beitrge: 163
 Alle Kommentare bis 20. Mai 2004
Ach welch schöne Seite. Ich hab selten so gelacht, auch darüber dass ausgerechnet der erste KOmmentar von Worlock kam. Btw. ich bin wohl eine Mischung aus dem alten Goth sack und dem befreundeten DJ... sozusagen der alte befreundete Goth-DJ Sack Aber mir fallen da noch einige ein, die fehlen...

Der Nerver (Strong Version)

kommt grundsätzlich in der Hauptphase einer Party an und wünscht sich einen Clubhit, der sowieso noch laufen wird. Wenn der DJ diesen song nicht als nächstes oder übernächstes auflegt, wird der Nerver (Strong Version) alle 10 Minuten an dich mit dem selben wunsch oder der frage "wann spielst du meinen wunsch endlich?" herantreten.

Bevorzugte Wünsche: alles was gerade als ClubHit in der jeweiligen Region gehandelt wird.


Begehrtes Sexualobjekt: alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist...


Lieblingsdrink: Bier, Hauptsache kein anti-alk
M'Urmel <ghost.train@berlin.de>
Berlin, Berlin Deutschland - Tuesday, September 17, 2002 at 20:23:11 (MEST)


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sind ja nen haufen absolut typischer gestalten, die ihr da zusammengesammelt habt :o)

aber was ist mit "dem, der eigentlich garnicht so ist"?

der, der eigentlich garnicht so ist:

meist recht ansehnlich gekleidet, 30 bis mitte 40, sternhagelvoll aber immernoch einigermaßen fähig, sich auf den beinen zu halten.
er erzählt dir zunächst über seine wilden jahre, die hits, die zu "seiner zeit" liefen (seine zeit kann sich über mehrere jahrzente erstrecken). er fachsimpelt ein wenig rum, daß heute ja garkeine richtige musik mehr gemacht wird, und dann kommt das unvermeidliche: sein frisch geholtes bier verspürt den unwiderstehlichen drang, sich über deine cd-kiste und oft auch in teilen über die anlage zu verteilen.
ihm ist das natürlich ensetzlich peinlich, und so voll wie heute war er ja schon ewig nichmehr, und es tut ihm ja auch schrecklich leid, weil, so besoffen und tolpatschig wie heute ist er ja eigentlich garnicht, aber er hat sich so von der stimmung mitreißen lassen ... bei dem versuch, einen lappen o.ä. zu organisieren schafft er es, den letzten tropfen seiner flasche, der wie durch ein wunder noch verblieben ist, quer übers mischpult zu verteilen, und du fragst dich, warum die musik immernoch läuft...

lieblingsgetränk: flaschenbier, der oben erwähnten guten verschütt-eigenschaften wegen

sexualobjekt: schwierig zu beschreiben - es liegt eher auf der geistigen ebene im schwelgen über die gute alte zeit...

gruß
Sven
Sven Grounsell <rae@blacksouls.info>
berlin, Berlin Deutschland - Monday, September 16, 2002 at 21:54:36 (MEST)
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Möge dieses Essay in seiner akzentuierten Übertriebenheit dazu beitragen, daß nicht nur die Kollegen wissen, was es manchmal bedeutet, DJ zu sein.
Und andersrum: Mögen die DJs den Gründe ihres Daseins nie vergessen: Ihre Liebe zur Musik und das Publikum, das zu ihren Parties kommt. Ja, dieser Spagat ist manchmal schmerzhaft. Aber vielleicht liebe ich gerade deshalb diesen Job.
ToM Manegold <manegold@tranceform.de>
Bayreuth, Deutschland - Saturday, March 23, 2002 at 17:19:29 (MET)
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Ey, ich bin auch rothaarig. Ich lass mich aber nicht abschleppen, würde aber trotzdem gerne wissen, in welchem Song beschrieben wird, wie man rothaarige Gothic-Mäuse abschleppt

Gruß, Janine

P.S.: Hab mich köstlich amüsiert, habe viele Parallelen entdeckt, ich nenne ja keine Namen
Janine <Janine82@web.de>
NRW Deutschland - Thursday, March 21, 2002 at 21:22:37 (MET)
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@DJZöller

Danke, im Namen aller LJ`s!
Die sind aber imm allgemeinen die wirklich armen Schweine...

Jeder der og. Personen die den soooo armen DJ belästigen kommen in der Regel vorher zum LJ und nerven den.... bis er sich frustriert die Worte aus dem Mund presst...: " Der DJ ist der Kollege dort drüben..., " wenn das nicht schon genug ist, wird dann noch von jedem Gast der den Dissebesitzer durch seinen Konsum beglückt gefragt, ob man die Gaderobe nicht irgendwo verstauen könnte...
In bezug auf die (hoffentlich rothaarige ) Maus von vor der Theke... hast Du vollkommen recht die bekommt keiner der beiden... die krallt sich ja ausserdem schon der Thekenboy )

DER TECHNIKER:


Blutunterlaufene Augen, total überarbeitet, verwirrt, hat aber immer ein offenes Ohr für meckereien der Gäste... *lol*... besonders wenn es um die Musik geht... LJ´s haben da ja auch so richtig Einfluss drauf... richtig frustrierend wirds dann aber wenn sich der Abend dem Ende neigt..., denn sitzt man mit aufgequollenem Hirn vor seinem Pult, wartet auf die letzten drei Stücke...(die für den LJay) freut sich... und dreht nochmal voll auf... die qualität des Lichtes kommt zum Höhepunkt des Abends, danach ist man so aufgeputscht, dass man bis 10:00 Uhr nicht pennen kann.... Alle gäste sind schon auf dem Weg nach Hause... die Thekenleute, die die Theke schruppen mussten sind auch schon ausbezahlt... wir noch nicht... denn wir müssen ja das Licht ausschalten... und was machen wir LJ´s die dann in der Regel eine 10 Stunden Schicht hinter sich haben... wir freuen uns auf den kommenden Abend, weil die ganze Schow dann von vorne beginnt...

Ja..., ich habe den schlüssel zum Backstageraum...
Nein, ich habe keinen Einfluss auf die Musik...
Ich mache Licht... oder ist die kiste vor mir ein CD Player...
Ich bin kein DJ, oder siehst Du irgendwo Kopfhöhrer...
Nein, die Klimaanlage arbeitet schon am Anschlag...
Nein... ich darf Dir keine Getränke ausgeben...
Nein... oder sieht das hier wie eine Gaderobe aus...
Ja... ich weiss, was all diese Knöpfe bedeuten...
Nein... Du darfst da nicht draufdrücken...
Ja... ich mache ein bisschen weniger Nebel..
Ja... ich mache mehr Nebel... mhhh... was denn nun?
Nein... ich habe immer noch keinen Einfluss auf die Musik...
Nein... ich gebe Dir nicht die Telefonnummer vom DJ...
und das...
jeden verdammten Abend...

Warum bekommen DJ´s eigentlich immer mehr Geld als LJ´s?

mhhh... macht aber trotzdem Spaß... sonst würd ich´s ja auch sein lassen..



Wiederstand ist zwecklos...


Unimatrix <webmaster@disconaut.de>
Oberhausen, NRW Deutschland - Thursday, March 21, 2002 at 10:46:36 (MET)
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Dieser Essay - und die in den Kommentaren aufgeführten Ergänzungen - treffen den Nagel auf den Kopf. Bumm! Alles wahr! 100 pro! Lustigerweise auch länder-übergreifend. Wobei es hier in Belgien anscheinend noch diverse weitere (Unter-) Klassifizierungen bei den Männlichkeiten zu geben scheint... (Alter Goth-Sack mit Nephilim-Gehabe, Verirrter Nerver, Verinnerlichte Knippser...) Die Grenzen sind fließend... Aber einen immer wieder gern gesehenen Typ "Szene-GängerIn" habe ich doch noch vermisst:

Die Dauer-Braut

Alterslos irgendwo in der Postpubertät steckengeblieben (Weltschmerz-Mentalität und Hobby-Depression sind sehr, sehr wichtig!!!). Im Regelfall > 18, meist unter 30. Erscheint im bodenlangen Brautkleid mit mindestens 125 Unterröcken; trägt in ihren spitzenhandschuhbewehrten Händchen das passende Händchen-Täschelchen. Die Wangen kreidebleich geschminkt, die Lippen blutrot schreitet sie mit entrücktem Blick bewusst emotionslos wirkend durch den Raum. Immer so, daß sie auch möglichst von allen bewundert werden kann. Ungefähr ein bis zwei Meter hinter ihr schleicht ein deprimiert wirkender ->Verinnerlichter - ihr offensichtlicher Leidenspartner, mit dem die Dauer-Braut aber kein Wort wechselt. Der Musikgeschmack der Dauer-Braut ähnelt dem des Verinnerlichten, nur, daß diese sich im Gegensatz zu ihm nur extrem selten auf die Tanzfläche begibt; es sei denn, daß
a) genug Platz für die Selbstpräsentation da ist und
b) "Das Ich", "Lacrimosa", "Qntal", "Helium Vola" oder "Goethes Erben" gespielt werden.
Außer für sich selbst hat die Dauer-Braut für niemanden etwas übrig. Es sei denn, eine Gleichgesinnte taucht auf. Dann kann es lustigerweise passieren, daß sie Batcave-Kid-Gehabe anlegt (Kicher, tuschel, blubber, schwall...). Ihre jeweiligen "verinnerlichten Partner" stehen dann dumm und stumm in der Gegend herum; da sie anscheinend über kein funktionierendes Gehirn verfügen, sind sie auch nicht in der Lage, mit dem oder den Leidensgenossen zu kommunizieren.
(Ich habe mich immer gefragt, welche Funktion diese Lebewesen wohl ausüben mögen... Nur äußerst selten kam mir ein Vertreter dieser Gattung Säugetier unter, der einmal das heilige Handtäschchen seiner Gebieterin tragen durfte...)

Lieblingsmusik: s.o.
Begehrtes Sexualobjekt: Ihr Spiegel (da ihr "Verinnerlichter" wohl kaum zu sexuellen Handlungen in der Lage ist...)
Lieblingsgetränk: Nichts. Denn das Dauer-Schreiten - ggf. Tratschen mit der Kollegin lassen ihr keine Zeit zum Getränkekonsum

Von der Dauer-Braut gibt es noch eine "Schlampen-Ausgabe", die unter ihrem WalleWalle-Kleid ausgelatschte Docs trägt und bei der das zentimeterdick aufgetragene MakeUp nur durch einen Presslufthammer wieder entfernt werden kann. Der hierzu passende Verinnerlichte trägt i.d.R. einen Ziegenbart - oder tut so, als ob sich der in seinem Milchgesicht zaghaft sprießende Flaum in Ziegenbart-Form bringen lassen könnte.
Hier tendiert der Musikgeschmack dann auch teilweise sogar schon in Richtung "Mittelalter-Rollenspieler"...

Anm.: Dieser Typus eignet sich immer hervorragend als Lästerobjekt, wenn die Gesprächsthemen auszugehen drohen. Da derlei Individuen sowieso nichts - oder nur sehr wenig - von dem mitkriegen (wollen), was um sie herum passiert, macht es auch nichts sich lautstark über sie das Maul zu zerreißen....

Ansonsten....mir ist die Suppe aussen Augen gesprungen und ich bin fast vom Stuhl geplumpst....*GGG*

GreetZ aus BXL

Louis <etron_zine@yahoo.com>
Brüssel, dito Gelbien - Tuesday, March 05, 2002 at 14:32:02 (MET)
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hilalo ecki! der hocker hier macht´s nicht mehr lang, ich bin vor lachen mal wieder runtergekippt...aber ehrlich, ich hab mich endlich mal so richtig selbst erkannt!! so als 80´ger jahre groupie hat man´s bei den dj´s ja nicht mehr ganz so leicht und wenn ich dann in meinem alten gothic sack meine mullbinden immer wieder neu festzurren muss, geraten mir immer mal wieder die spinnweben durcheinander...scheiss o scheiss, dann fliegen natürlich all die kleinen poesiezettel aufs pult und das kann dann schon mal peinlich werden, weil ich mich eigentlich garnicht aufdrängen will, und schon garnicht mit meinen spezigelaber...punishment of luxury spielt ja leider eh keiner mehr...mein electrobatcave leiert dann zwar ziemlich beleidigt, aber ich schaffs immer noch die rothaarige pseudomodschnalle von der bar mit nach haus zu schleifen, wo mich dann mein hardcore ehemann saublöd anglotzt, weil der vorher mit dem ecki telefoniert hat, dass der bloss das lokalverbot für mich nicht aufhebt....na du kennst die story ......! aber du bist nun mal der beste und wer´s nicht glaubt, soll sowieso zuhause bleiben.....servus!!!
netti <Solah@t-online.de>
bremen, Deutschland - Sunday, March 03, 2002 at 01:38:02 (MET)
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ARRRH!!! Ich habe doppelt gepostet!!! - Kann das nicht bitte einer wegmachen... *schäm*
Oder tut so, als hättet ihr's nicht gesehen!! *sich fortschleicht*

p.s. www.darkclubcologne.de
Alyander
Deutschland - Sunday, March 03, 2002 at 01:13:05 (MET)
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Das Essay hat GUT GETAN..... es macht lachen, wiedererkennen, denken.... mercí!

Kein Problem ;O)
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Das Essay hat GUT GETAN..... es macht lachen, wiedererkennen, denken.... mercí!

Habe noch eine Unterspezies des DJ's gefunden. Dachte ich füge die mal ganz dreist an, weil - na weil sie sonst nicht da wär...

DER IDEALISTISCHE (auch: ROMANTISCHE oder NAIVE) DJ

-#- Generell als DJ noch nicht lange dabei (oder noch nicht tief genug im Berufs-Sumpf drin)
-#- Ist outfit-mäßig nicht immer einzuordnen, denn "ich trag halt das, wonach ich mich grad FÜHLE". Allerdings häufige Tendenzen zu Punk, 80er-Jackett-Wave oder Schlabberlook (manchmal kombiniert). Wird öfters mit Robert Smith verwechselt (auch wenn der DJ weiblich ist) - ist aber noch lange nicht so dick!
-#- Stellt seine DJ-Koffer meist selber her (oder besprayt sie wenigstens).
-#- Findet das Geld nicht so wichtig wie die Tatsache, dabei gewesen zu sein.
-#- Legt analog dazu gerne in Family-Atmosphäre auf - ein schlichter alter Bunker (je dunkler desto gut) und eine ausgesuchte Gruppe von Gästen, die "seine" Musik genauso fanatisch liebt und diskutiert wie er. Hauptsache 'nen schönen Abend gehabt!!
-#- Bekommt ein schlechtes Gefühl, wenn ein Gast sich einen Titel wünscht, den er nicht dabei hat und er es NICHT geschafft hat in gemeinsamer Diskussion einen Kompromißwunsch zu finden.
-#- Leidet, wenn die Musiksparten beschränkt sind und er nicht alles spielen kann, was er gerne würde (--> praktisch die komplette CD-Sammlung daheim).
-#- Gibt sämtliches verdiente Geld zu 130% für weitere CD's aus.
-#- Kriegt Tränen in die Augen bei schön gestylten Gästen - wenn er sie sieht führt das zu dem paradoxen Satz "Warum gibt es sowas heute nicht mehr...!"
-#- Haßt Lack, Fetish, Mittelalter und EBM (außer Pitchies - "aber nicht die Neue!"), weil das ja auch nix mehr mit Gothic zu tun hat. Steht aber trotzdem auf Minimal.
-#- Versucht sein Publikum wenigstens ein BISSCHEN zu erziehen (hat eine innere NIEMALS SPIELEN - Liste, die Totgenudeltes und "Poser-Bands" enthält; versucht regelmäßig unbekannte Songs "unterzuschieben"; führt eine akribische Playlist). Ist voller ehrenwerter Prinzipien und wird nur deswegen nicht zusammengeschissen, weil er so rührend idealistisch ist, daß man's nicht übers Herz bringt. (Muß wohl genetisch irgendwie mit dem Kindchenschema zusammenhängen??)
-#- Kommt nie aus dem Tritt, wird nie was verdienen, wird dafür aber von seinem Publikum geliebt (und findet das gut so).


Lieblingsmucke: "Viel zu viel um es aufzuzählen", Bands die sich gegenseitig kontrastieren
Bevorzugte Gesprächsthemen: "Szene", Musik, Bands, Musikvideos, Psychologie, Musik
Lieblingsgetränk: Cola (nicht light!!!) oder Bier; bringt oft eigenes Essen mit und verteilt Schokolade an befreundete Gäste


Alyander <alyander@yahoo.com>
uss Kölle - juchuu eine Stadt voller Jecken :(, NRW Deutschland - Sunday, March 03, 2002 at 01:09:23 (MET)
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Nach dem gestrigen, sehr schönen Abend im Outpost ist mir aufgefallen, dass ich noch zwei wichtige Spezies vergessen habe:

DER DRÄNGLER

Kommt meist so gegen 0 Uhr zusammen mit einem ganzen Pulk an.

Gegen 0.30 Uhr überreicht er Dir einen zu Hause vorbereiteten Wunschzettel mit mindestens 25 Wünschen plus mindestens 5 mitgebrachte CDs obskurster, nie gehörter Bands, bei denen jeweils 3 Titel angekreuzt sind mit den Worten: "Du brauchst nicht alles zu spielen, aber gerne würde ich doch von meiner CD Nr. 2 das dritte Stück hören.
Bitte mach schnell, meine Leute wollen gleich los".

Dieser Wunsch wird nun im 30-Sekunden-Takt wiederholt.

Sollte er innerhalb von 15 Minuten nicht erfüllt werden, holt sich der Drängler seine CDs mit einem dem DJ geltenden, vernichten Blick wieder ab - und ward nicht mehr gesehen.

Erst morgens, kurz vor Toresschluß erblickt man ihn vorne an der großen Theke wieder...

Bevorzugte Wünsche: Quer durch die Bank, muss nur schnell gehen.

Begehrtes Sexualobjekt: Egal, Hauptsache Quickie

Lieblingsgetränk: Hastig gestürztes Pils und'n Kurzer für den Weg



DER FLEHER

Wir kennen die Szene: Der DJ kündigt das Ende des Abends an und sagt, dass nach den nächsten drei, sich meist schon im CD-Player befindlichen Titeln Schluß ist.

Diese Titel sind meist für den ausdauerenden Lichtmann oder die ausharrende Begleitung bestimmt - doch das verbleibende Publikum sieht hier nochmal die Chance auf "Last Orders", nicht zuletzt deshalb, weil die Theke schon dicht gemcht hat.

Mit gehobenen Pegel trauen sich nun auch diejenigen an die DJ-Front, die sich sonst kaum etwas wünschen und nun ihre große Chance wittern.

Man kann sich sicher sein, dass ihre ausgefallenen Lieblingssongs wie "Never Trust A Klingon", "Temple Of Love" oder "Gottes Tod" am Abend schon in der ein oder anderen Form gelaufen sind und das bittere Flehen "Bitte, bitte! Nur für mich! Das eine Mal" macht angesichts des sich leerenden Ambientes zur vorgerückter Stunde durchaus Sinn...

Dennoch bleiben nur noch 10 MInuten, bis das Licht angeht.

Wie wird der DJ sich entscheiden?
Seine Schnalle und den treuen Lichtmann entäuschen oder einen ausharrenden Fan beglücken...!?

Ich sagte es ja: ein harter Job, der schwere Entscheidungen fordert..!

Bevorzugte Wünsche: Ein Stück, das am Abend unter Garantie schon mal gelaufen ist.

Begehrtes Sexualobjekt: Resteficken

Lieblingsgetränk: zu dieser Stunde fast egal, Hauptsache genug Umdrehungen

Ecki Stieg <estieg@grenzwellen.com>
Wiedenbrügge, Wölpinghausen Deutschland - Saturday, March 02, 2002 at 15:31:47 (MET)
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@bruno... da gibt es noch einen...

der "szene dj":

ist so sau cool, daß er zu jeder seiner parties zu spät kommt und sich wundert warum noch niemand zu dem vom tresenpersonal eingeschmissenen "black metal sampler" tanzen geht. hat vorn auf dem t-shirt entweder "VNV-Nation", "seinen eigenen namen.de" oder "pornostar" stehen, dafür hinten immer "stay goth!". würde nie "boneshaker baby" spielen wenn "i walk the line" noch nicht gelaufen ist. kennt alle auf "weiberelectro.de" genannten bands persönlich und verbindet diese mit den worten "gothic" und/oder "underground". kassiert am abend mehr geld als alle 5 mädels hinterm tresen zusammen. kommt aus unerfindlichen gründen immer bei "wumpscut" an die "repeat"-taste. hat irgendwie immer einen zweiten kofferträger dabei, der dafür dann den ganzen abend mit hinterm dj-pult stehen darf (könnte aber auch "der fan" sein) und behauptet am ende des abends, daß er die rothaarige gothic maus an der theke, die gerade mit dem batcaver von dannen zog, sowieso nicht so toll fand...

...und trägt sich mit vorliebe auf webseiten anderer szene-djs ein...

...grüße
steven <stevencavity@gmx.de>
ol, niedersachsen Deutschland - Thursday, February 28, 2002 at 05:21:17 (MET)
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Da hast Du mal wieder ein köstliches Essay hinbekommen. Der DJ das gepeinigte Wesen. Das bestätigt auch mal wieder meine Ansicht, daß wo immer man mit Menschen zu tun hat, es Pappenheimer gibt.

Ich gehöre wahrscheinlich zu der Kategorie Nörgler. Dieser Typus kommt meist bevor es richtig voll wird und hofft zu früherer Stunde auf weniger Szene-Hits. Er spielt mit den anderen Anwesenden gern das Ratespiel, was kommt als nächstes und erzielt dabei recht gute Resultate. Zwischendurch verläßt er manchmal den Raum und murmelt was von dubiosen Tee, von dem er eben ein Schluck trinken will. Wenn er dann wiederkommt und auf die Tanzfläche geht, scheint er diese mit einer Turnhalle zu verwechseln. Manchmal nervt er den DJ mit Fragen wie: "Gibt es von Front 242 eigentlich noch andere Titel außer Headhunter oder Happienes?" Wenn er sich etwas wünscht, dann meist Sachen mit mindestens 142 Breaks im Stück, oder etwas wo die Anwesenden sofort die Tanzfläche verlassen würden. Falls es dabei zu Ausschreitungen gegenüber den DJ kommt, verspricht er ihm vielleicht zur Seite zu stehen.
Manchmal versucht er dem DJ zu verklickern, daß die ganzen Grufties doch eh alle Masochisten sind und er deshalb auch mal das spielen soll, was die Schwarzkutten nicht hören wollen. Schließlich stehen sie ja auf Schmerz!

Begehrtes Sexualobjekt: Die kleine Blonde mit der trichterförmigen Zigarrette.

Lieblingsgetränk: Tee mit dubiosem Inhalt

Grüßkes

Grenzläufer
Volker Stoppe <Grenzlaeufer@epost.de>
Bad Nenndorf, Nds Deutschland - Wednesday, February 27, 2002 at 20:04:20 (MET)
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Welch' salomonisches Urteil, tiefe Erkenntnis und schöne Quintessenz. Ehrlich!

In der Tat lag mir die Vedeutlichung dieses Aspekts ebenso am Herzen, wie die Tatsache, dass in der sich elitär gebenden "Indie"-Familie ein schwammiger "Familiensinn" in sizilianischer Tradition zwar unabdingbar ist, dennoch immer neue, geborgte Facetten hinzugefügt werden müssen, um den Protagonisten zu einem Second-Hand-Individualismus zu verhelfen (alle bisherigen Charaktere sind ja schon mit Medienschelte belegt!), der dank Spiegel-TV zu einem neuen Sub-Genre stilisiert wird, was wiederum jedem in der Subkultur forschenden Sozialwissenschaftler und RTL-Redakteur die Verzweiflungstränen in die Augen treibt, weil sein bisheriges Klischee-Kartenhaus der Jugend 2002 wieder einmal zusammengebrochen ist.

UND DAS IST VERDAMMT GUT SO ))
Ecki Stieg <estieg@grenzwellen.com>
Wiedenbrügge, Wölpinghausen Deutschland - Wednesday, February 27, 2002 at 11:09:22 (MET)
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Hi an alle,

die Beobachtungen zeigen es: Wir Menschen wollen lästern, wir lieben es, wir lästern dabei am besten über Menschen die unserm eigenem Ich am nächsten kommen (Wir kennen ja all ihre Schwächen). Wir sind aber auch ein soziales Wesen und wenn wir ehrlich sind, wir würden sie alle vermissen:

die Verirrte
das Electro-Weib
das 80er Jahre-Relikt
die Verinnerlichte
den Hardcore Headbanger
den alten Goth-Sack
den alten Kumpel
den Fachsimpler
den Besserwisser
den Nerver
den heimwerkelnde Pseudospezialist
den befreundete DJ
das Nephilim
den Stammgast/Böhse Onkelz-Fan
die Electro-Schlampe
den Knippser
das Batcave Kind
der Discothekenbetreiber
der Mittelalter-Rollenspiel-Freak
die Neue
der Opportunist
der alternde DJ
der Künstler DJ
der Hobby DJ
der Musiker DJ
der Ambitionierte DJ
der Fan
der Lichtmann

Obwohl ich persönlich auf den guten Kumpel und den Discothekenbetreiber verzichten könnte, sind es jedoch alles bunte oder schwarze Farbtupfer in unserm Umfeld. Da wir selbst nicht mehr merken, wie bunt wir selbst sind, brauchen wir diesen Spiegel.

Also habt sie alle "lieb" auch, wenn es bei machen wirklich schwer ist und nemmt sie als das was sie sind: Menschen :O)

Greets and more

The Saint

The Saint
Hangover, somewhere in europe Deutschland - Wednesday, February 27, 2002 at 09:46:35 (MET)
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*lol* das traurige ist, das es 100% wahr ist. Man ließt denn text und bie jedem Punkt fallen einem mindestens 3 sog. "bekannte" ein. Wir sind doch alle scheisse. Genau !!!?
btw. wußte ned das die Cocteau Twins was mit der schwatten musi zu tun haben - werd sie aber trotzdem ned umsotieren.

in Sonne we trust
Maddin

PS.: @Gothbarbie - du ließt das eh hier, meld dich mal wieder - hab dich nicht mehr im icq drinne


zurStrafeBarbie <info@zurStrafeBarbie.de>
Bei Bremen, Niedersachsen Deutschland - Wednesday, February 27, 2002 at 01:13:59 (MET)
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das essay finde ich eigentlich echt lustig, wenn auch ein wenig selbstkritik keinem dj schaden würde. was mich allerdings ziemlich ärgert ist die sichtweise zum thema "frauen über 30" (jaja, ich gehöre dazu). das hat nun nix mit alice-schwarzer-gemecker zu tun, aber anscheinend sind herrn stieg die nervigen gruft-girlies, frisch ausstaffiert aus dem xtra-katalog, sehr viel lieber als halbwegs erwachsene menschen, die möglicherweise sogar etwas von musik verstehen und seit den 80ern durchaus auch neue erfahrungen gesammelt haben (und immerhin können diese damen sogar noch bis zu 10 jahre jünger als er sein ...)

nix für ungut, ich hab emmich ansonsten köstlich amüsiert über das essay!
samtschwarz <samtschwarz@web.de>
Deutschland - Tuesday, February 26, 2002 at 11:32:10 (MET)
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Ein vom Aussterben bedrohte Spezies fehlt noch:

Das Nephilim

Das Nephilim ist Meilenweit vor seiner Erscheinung schon sichtbar - die Tür geht auf und erstmal weht der Wind eine Riesenstaubwolke aus Mehl herein. Danach erscheint ein Hut und ein Trenchcoat.
Rundherum bricht das gesamte Publikum erstmal in astmathisen Anfällen aus.
Das Nephilim sitzt erstmal prinzipiell an der Bar und versucht krampfhaft irgendwas zu sehen was noch nicht von Mehl oder dem Hut verdeckt ist.
Das Nephilim spricht bis zum ersten Bier nicht. Danach legt es erstmal sein Trenchcoat ab und es erscheint ein Pullover mit der grössten Bevölkerungsdichte von Motten der Welt.
Nachdem 3. Bier nervt das Nephilim mit Wünschen wie Moonchild, Last Exit for the Lost, Watchtower etc.
Nachdem 4.Bier lässt es sich mit anderen "Klassiker" versöhnen. Jedoch nervt es dann den DJ mit seiner Erzälungen von seiner Platten von anno dazumal und von hier und dort und ob jetzt Sisterhood berechtigt war oder nicht.Und was für Kult Saskia eigentlich sein soll und ob es männliche Hexenmeister auch geben kann.
Nachdem ca. 6. Bier lässt das Nephilim auch sein Geschlecht erkennen.
Proportionell zu seinem Bierkonsum und Länge des Abends vewandelt sich das Nephilim ev. in ein menschliches Etwas.
Spielt man sein Musikwunsch bricht es in ein Ritual-Tanz zur Huldigung seines Idols aus (der in den meisten Fällen bis zur Nase reicht durch ein Hut versucht seine Grösse und Geschlecht zu verschleiern und hat Oralsex mit dem Pitchshifter).
Besonders nervig wirds wenn das Nephilim seine weiblichkeit bedingt durch Alkohol zum Erkennen gibt und versucht lauthals genauso böse mitzusingen.
Ist allerdings am einfachten loszuwerden: warten bis es besoffen ist und "Last Exit for the Lost" spielen... Dann ist es totglücklich und schwebt seelig nach hause...-egal um welche Uhrzeit

Bevorzugte Wünsche: Nephilim, Fields of the Nephilim,und sämtliche Ableger und gegen Ende des Abends und eine Menge Alkohol : Vater Abraham und die Schlümpfe oder A-Ha (je nach Gechlechtsidentifikation variierend)

Begehrtes Sexualobjekt: Karlchen oder Omas verstaubte Kleider am Dachboden
ev. ist es nekrophil

Lieblingsgetränk: Bier, Weihwasser( von Karlchen gesegnet!)
und nach ne Weile alles was aufm Tresen steht und Alkohol beinhaltet


rachel <tisha101@gmx.net>
Düsseldorf, NRW Deutschland - Tuesday, February 26, 2002 at 10:38:35 (MET)
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Ahm, sicher wirst Du, Ecki, auf eine Reaktion meinerseits gewartet haben, *lächelt*.
Nett.
Aber irgendwie pass' ich nicht in Dein "selbstgestricktes".
Obwohl, vielleicht Besserwisser, der Erfahrungen als DJ gesammelt hat, der sich aber dadurch nicht "das Maul stopfen" lässt. Sondern der eher angespornt durch so(zu)viel Stumpfsinn weitermachen MUSS. Aber im grossen und ganzen stimmen Deine Beobachtungen. Beifall.
"Aljoscha" <ZK_der_SED@web.de>
Deutschland - Tuesday, February 26, 2002 at 01:13:04 (MET)
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Solange die Leute in Massen dahintrampeln ist doch alles ok.
Angebot und Nachfrage - nichts Anderes.

Kann/darf oder soll ich versuchen jemanden dahingehend zu beeinflussen was gut oder schlecht ist ?
Wer ein Problem mit den Abläufen hat, der geht halt nur noch auf Special`s.


...noch etwas : Vor der eigenen Haustür liegt meist der größte Haufen Scheiße.
Kästelchen <jens@funkervogt.de>
Hameln, Niedersachsen Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 23:40:13 (MET)
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Hallo Ecki,
wenn es nicht so traurig wäre, könnte man ja wirklich darüber lachen.
Aber du hast wirklich etwas vergessen!

1: Den Stammgast/Böhse Onkelz-Fan

Egal was für Musik läuft, er ist immer da!
Irgendwann, meißt zu später Stunde, kommt er dann zu einem ans Pult und sagt folgenden Satz:" Hör ma, die Musik die de spielst is ja ganz nett, aber kannst du nich ma was von den Onkelz spielen?"
Diese Mitmenschen fallen durch ihr stilsicheres Auftreten und aussehen auf (meißt Lederhose, Lederweste und ein altes Karohemd), da sie sich auch sehr selten waschen, auch durch ihre Körpergeruch!

2: Single Frauen über 35 und/oder (noch viel schlimmer) Mütter die mit ihrer minderjährigen Grufgöre zum abtanzen gehen!

Singelfrauen über 35 findet man in der Disko nur an 3 Stellen!
1: Auf dem Klo, vorm Spiegel, bei dem Versuch sich durch das Auftragen von Schminke, unter Mithilfe einer Spritzpistole, die letzten 15 Jahre ungeschehen zu machen.
2: Auf der Tanzfläche, egal zu welchem Lied, kennt man ja eh nicht und Frau ist auch nur hier weil sie im Fun schon hoffnugslos gescheitert ist. Dort wird gnadenlos alles angetanzt, was ihr potenziell einen Ehering an den Finger stecken könnte (je nach Verzweiflung ist das Alter nebensache). Da kommt sich der gemeine Grufti vor, als wäre er in der Dorfdisse gelandet, wo das "Resteficken" ja normal ist!
3: Meißt erst, wenn keiner mehr tanzt findet man sie an der Theke wieder, irgendeiner wird ja sicher so blöd gewesen sein und hat sich volllaufen lassen und somit dann ihr Opfer ist!(Auch Gefahr für den Jägermeister-vernichtenden DJ bei der Nachschubbeschaffung)
Und natürlich die Mütter die ganz cool mit der jungen Tochter in Gruftdisko gehen, da sie ja so selten aus dem haus kommt, keine wirklichen Freunde hat und der Vater der gemeinsamen Tochter sich entweder abgesetzt hat oder bereits das zeitliche gesegnet hat! In ganz schlimmen Fällen kommt es auch vor, das der neue Lebenspartner auch noch mitgeschleppt wird. Der labert dann jeden Grufti der seinen Weg kreuzt an, ob er solo sei und wie er seine Stieftochter denn finden würde, in der Hoffnung, dass sich einer erbarmen tut und die Göre beschäftigt ist,während er der Mutter mal wieder so richtig einen verrömern kann!
Mutter mit Tochter in der Disko ergibt viele nette Gespräche, da Mutti ja daheim keinen zum vollsabbeln hat wird das hier alles nachgeholt! Das wird verstärkt durch ihren ausgeprägten Mitteilungsdrang. So ergab sich schon mal folgender Gesprächsinhalt:
Mutti:" Ey du, ich bin ja mit meiner Tochter, der Mandy hier.Ist die Musik hier immer so gut?"
Ich:" Nee, aber ich hab mir gerade was gutes gewünscht!"
Mutti:" Echt, was denn?"
Ich:" Tod..find ich gut"
Mutti hat tränen in den Augen!
Mutti:" Ich nicht, mein Mann ist vor 2 Jahren bei einem Autounfall gestorben!"

Und Ecki, was ist eigentlich mit der Randgruppe "Groupies"? So ein attraktiver 41jähriger wie du könnte dazu doch bestimmt ne Menge schreiben!

Toby <Agentur.Hartmann.4@DBV-Winterthur.de>
Rinteln, Niedersachsen Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 22:27:40 (MET)
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Ich kenne da auch eine Spezies, und ich zähle mich auch gelegentlich dazu:

höchstens 3-x am Abend zum DJ gehend, anscheinend recht tolerant gegenüber dem meisten Material, welches der "Gott" hinter den Plattentellern" aufzulegen pflegt, jedoch IMMER eine Band vermissend... nach dem 3. Mal NITZER EBB fragend, und als Alternative die Armageddon Dildos vorsichtig erwähnend, schließlich zu Front 242 oder Poupee fabbrikk tanzend, blind dem jeweils angebotenen Gebäu der Loaction vertrauend, nach dem 10 Bier aufs Kloo rennend und letztendlich von NITZER EBB nur noch die letzten Takte hörend...

Von äusseren Erscheinungsbild zwischen Normalo und Techno einzuordnend, dabei aber wohlwissend, dass die guten alten Springerstiefel zu weitaus besseren Heldenzeiten durchaus einmal aktiv waren, und die Frisur auch mal ne andere war... im gesetzen Alter um die 30, und noch im Glauben dass früher alles besser war, über 5-mark-Stück suchende grufties lachend (ja was machen die jetzt eigentlich, heben die jetzt 2 Euro auf??)

...eine herrliche Szene-beschreibung Ecki.. danke! Ich habe mich köstlich amüsiert.

beste grüße.. agro@rector-scanner


agro <agro@rector-scanner.de>
technopolis, radioland Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 22:27:27 (MET)
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Das Gruselkabinett könnten noch erweitert werden um...

Die Electro-Schlampe

Grossstädtische Variante vom --> Electro-Weib.

Taucht gerne in Ballungsräumen auf und verwechselt die Disse mit einer Peepshow. (Ent-)Kleidet sich vornehmlich in rote Lack-Dessous, gerne auch das weisse Krankenschwesteroutfit. Ebenfalls Pflicht sind Tattoos, jede Menge gepierctes Metall und Stiefel bis zum Arsch. Tanzt gerne auffällig, auch hohes Räkelbedürfnis auf ggf. vorhandenen Emporen, Podesten, etc. Das - vermeintlich - laszive Äußere steht in Kontrast zu ihrer emotionalen Kälte. Angesprochen werden will sie nicht, schon gar nicht vom ?> alten Goth-Sack. Ihr bester Freund ist der -> Knippser, mit dem sie kompatible Bedürfnisse hat.

Bevorzugte Wünsche: keine, tanzt zu allem ? Hauptsache, die Aufmerksamkeit ist ihr sicher

Beliebte Tagesbeschäftigung: Telefonsex-Agentin, Stripperin

Begehrtes Sexualobjekt: sie selbst, Felix Flauchers Kamera

Lieblingsgetränk: Ginger Ale


Der Knippser

optisch leicht mit dem --> heimwerkelnden Pseudospezialist zu verwechseln, bevölkert er die Disse mit seiner ultraleichten und ?kleinen Digitalkamera um ?stimmungsvolle? (!) Photos vom Szenepublikum zu machen und auf seiner Internet-Homepage der interessierten Weltöffentlichkeit darzubieten. Stimmungsvoll sind dabei entweder düster-nebelige Totalen der Örtlichkeit in einer C-64-Auflösung oder -besser- die Schenkel der --> Electro-Schlampe. Nervt den DJ mit der Frage, warum dieser noch keine aktuellen Fotos auf seiner Seite hat.

Bevorzugte Wünsche: keine, tanzt nicht

Begehrtes Sexualobjekt: die Electro-Schlampe

Lieblingsgetränk: trinkt auch nichts

replicant <replicant@web.de>
MS, Germanium - Monday, February 25, 2002 at 21:17:27 (MET)
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sorry für doppelposting unten.
so weiter:

Das Batcave Kind

Meistens im zarten Teenie - Alter und der grösste Batcave Fan aller Zeiten.
Schleudert Unsummen für jede angesagte absolut mega rare und seltene und sicher NIE wieder besorgbare
"Batcave-Platte" raus.
Die Haare sehen aus wie nach einem Unfall mit der Steckdose und im weiteren Verlauf des ABends mutieren sie bis zu einem Kunstwerk wie von Edward mit den Scherenhänden erschaffen.

Totoriginell und absolut individuell erscheint es mit recycling Strümpfen, zerfetzten T-Shirts, und etwas zwischen einer Hose oder Kleid oder sonstwas.
Die Boots sind meistens erkennbar.

Nervt durch ständiges Gekichere, angraben von allem was nach einem "alten Goth" aussieht, und 10000mal Cinema Strange wünschend. Als die Batcave Band überhaupt...
Meckert wenn die Idole nicht gespielt werden (auch wenn die gerade laufen. Noch nicht realisiert dass es mehr als Kittens in the Katacomb gibt!!)

Bevorzugte Wünsche: Cinema Strange und Diva Distruction und überhaupt Batcave
Begehrtes Sexobjekt: Luc oder Daniel ( die sind ja soooooooo SÜÜÜÜÜÜÜSSSSS) von Cinema Strange (geschlechtsunabhängig!!!)
Lieblingsgetränk: 1 Bier den ganzen ABend lang aber das macht ja schon mittlerweile so hackedicht hihi (11:20)
und so tierisch breit (12:00) hyterisches Gekicher


rachel <tisha101@gmx.net>
Düsseldorf , NRW Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 18:06:34 (MET)
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Hi Ecki.

Nettes Essay, und ich finde mich sovgar selbst wieder (im weitesten Sinne)...

Irgendwo zwischen dem Besserwisser und dem alten Goth-Sack !


Stay uncommercial
Mike
Mike <dj_mike@gmx.de>
Kaiserslautern, Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 17:49:52 (MET)
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arrgh... ich bin'n alter goth sack... aber ich mach kein bier, bin nich verheiratet und natuerlich wuerd ich auch zu allem von spiritual cramp tanzen tun...

tsstsstss... schlecht recherchiert... ;)
obiwan <jedi-arts@t-online.de>
Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 17:22:06 (MET)
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Jo, aber einer fehlt noch !

Der Discothekenbetreiber

Homosapien, Sapiens Blutsaugus

Menschen Ende 40 Anfang 50 mit Niveau (zwar extrem niedrigem aber immerhin)! Das ausgetrocknete Aquarium im Hinterzimmer zeigt, dass vor langer Zeit soetwas wie Liebe in diesem Menschen gesteckt hat. Die Gesichtfarbe entspricht dem der Auslegewahre vor der Theke (inclusive der Flecken). Die gelben Finger lassen die Frage offen, ob es vier oder fünf Pakete Zippen am Tag sind. Das Holzfällerhemd verdeckt nur mühsam den leichten Bierbauch.

Der Gesichtsausdruck gibt das eindeutige Signal: ich vertaue Dir nicht, ich vertraue niemanden, du bist mein Sklave ! ... und Geld, Geld hab ich nich !

Lieblingsmusik : Das Piepen der Registierkasse
Lieblingsspruch : Das ist doch alles schon mal dagewesen !
Sexualobjekt: M5 von BMW

Lieblingsgetränk: (das geht zuweit in die Intimssphäre)


Webhamster
Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 17:12:49 (MET)
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Hi Ecki!

GENIAL!! Vor allem : ENDLICH bringt jemand das auf den Punkt. *G*

hier noch ein paar Typen:

Der Mittelalter-Rollenspiel-Freak :

Meist in mehrfacher Begleitung eintreffend. Von Ur-Opis Bauernhemd und von den letzten Ausflug in den Hinterwälder eines süddeutschen Städtchens Altkleidersammlung gefundene Hosen und ev. Schue tragend ( kommt auf Jahrhundert und Stand an )betretet er den Raum

Meistens besserwisserisch lächelnd in der Ecke stehend verbleibt er bis zu der 4. Flasche Met mit seiner Gefolgschaft.

Nachdem 5. Flasche Met und irgendwelchen Kampfgegrölle nervt er den Dj mit In Extremo, Tanzwut, Subway to Sally etc.

Seine Begleitung ist meistens ein Ebendbild von Brünhilde im Bauernstand von 13. Jhdt.

Bevorzugt erscheint diese Gruppierung mit voller Rüstung um dann lauthals darüber zu diskutieren welche Bekleidung wohl an all den "Pseudos" falsch ist und was für Anhänger sie nicht alle falsch tragen.

Sind glücklich wenn sie gröllend und stampfend die Tanzfläche leerfegen können.

Meistens versuchen sie dann auch noch besonders kumpelhaft zu sein und die einzige Unterhaltung ist den DJ vollzulabern wo welche Szenarien / Schaukampfvorführung stattgefunden haben und dies stundenlang bis ins kleinste Detail zu schildern.

Nerven solange bis man ihnen ein Mittelalterabend samt Schaukampf verspricht. (Man weiss nie wann er jemanden mit dem feindlichen Ritter, den Peininger aller Waisen und Schwachen verwechselt...)

Bevorzugte Wünsche: Alles was Schallmayen, Rammstein - Gitarren und Stampfbase beinhaltet vorzugsweise:In Extremo, Subway to Sally , Tanzwut

Begehrtes Sexualobjekt: das holde Maid oder ein Bastard-Schwert
Lieblingsgetränk: Met, Met Met und Met

rachel <tisha101@gmx.net>
Düsseldorf, NRW Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 16:33:18 (MET)
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Ecki, Du bringst auf den Punkt, was jeder schon mal über diverse Kategorien von Leuten gedacht hat. Ich denke, jeder DJ findet sich hier wohl wieder. :D Wer fühlt sich da nicht verstanden?
Zum Puntk 13. Der "befreundete" DJ habe ich noch eine Ergänzung zu machen:
Obgleich dieser i.d.R. zur Kategorie Hobby DJ gehört, welcher ein bis zweimal im Jahr auch mal irgendwo auflegt, was eh keinen interessiert, wird dieser seine Nase über deine Musikauswahl rümpfen und dir siegessicher eine kleine Musikauswahl (Zettel mit mind. 50 Liedern zu Hause vorbereitet) reichen. Dieses geschieht jedoch nicht ohne den Kommentar: "Damit du weißt, was Du spielen kannst". Von 90% der Musik bist du sicher, dass er die Bands nur mal gehört hat, aber selber sicherlich nicht besitzt. Und die Musikauswahl, sollte man nur ein Lied davon spielen, ist derart trefflich tötlich, dass man am besten sofort Feierabend machen sollte. Danach wird man ein halbes Jahr zu kämpfen haben, um diesen musikalischen Fehltritt zu bereinigen!

Und noch ein Punkt:
Die Neue:
Klischee Schwarze, welche bevorzugt einen Platz in der Nähe des DJs sucht. Nach 2 Wochen traut sie sich das erste Mal etwas zu wünschen. (i.d.R.: Shock Therapy - Hate..., oder :w: - egal)
Da DJs ja immer nett sind, lässt man sich auf den musikalischen Ausrutscher ein. Doch danach wird man diese Person bestimmt nicht mehr los. Danach fallen alle Hemmungen und sie wird mind. 20 x am Abend bei dir stehen und Gespräche aufnötigt, die eh niemanden interessieren. Sollte man gute Miene zum bösen Spiel machen, so ist sie geneigt anzunehmen, dass man an ihr interessiert ist und sie wird es nicht unterlassen, Deinen gesamten Freundeskreis zu interviewen, um näheres von einem zu erfahren. Diese sind, zum Glück, doch sehr verschwiegen.

Sexualobjekt: Foto des DJs
Getränke: Keine, weil sie keine Zeit zum trinken hat, da sie dem DJ die Ohren vollquatscht.
Oliver aka DJ Borg <borg@darkdoom.de>
Coesfeld, NRW Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 16:30:08 (MET)


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*lol*
Habe mich wirklich bekringelt vor lachen.
Aber recht hast Du. Man erkennt sie alle wieder seine Pappenheimer.....

Gruß René
René <info@livingdead.de>
Hamburg, Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 16:15:46 (MET)
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Herrlicher Essay...Du solltest mal einen Essay über die DJtypen schreiben,
mir fallen da gleich ein paar ein:
1.Der Opportunist
Legt nur auf was in den DAC steht und
hat Angst seinen Job zu verlieren, wenn er mal einen unbekannten Titel spielt und nur einer auf der Tanzfläche
schwoft.
2.Der alternde DJ
Hasst das Publikum und spielt im Vollsuff seine Klassiker, auch wenn er mit Bierdosen beworfen wird
3.Der Künstler DJ
Dröhnt einen den Abend lang mit Staubsaugersound zu, den eh keiner kennt und behauptet, es wäre Kunst.Beschwert sich im gleichen Atemzu über den Publikumsschwund
4. Der Hobby DJ
Hat nur 3 Bestof Sampler, die er virtuos im Dauerwechsel einsetzt
5. Der Musiker DJ
Ist normalerweise Musiker und darf gegen erhöhtes Honorar jeden Schrott - vor Allem eigene Werke - mit pfuschigen Fades auflegen, wird dann über den Klee gelobt, mit dem Verweis, das der Resident DJ Scheisse ist...
6. Der Ambitionierte DJ
Überlegt sich zu jeder Party ein Motto und versteht die Welt nicht, weil keiner drauf abfährt

In welche Kategorie gehören jetzt folgende DJs ?:
1.Ecki
2.A.V.
3.Gero
4.Kai Hawaii
5.Tom Manegold
6.Deiti und Tobe

Bruno
Bruno <bruno@dasich.de>
Wirsberg, BRD Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 16:06:22 (MET)
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Hi Ecki,
bin immer noch vor Lachen in der Auslegeware festgebissen. Die beste Analyse seit Jean Pütz "Witze zum Selbermachen. Eigentlich ist alles gesagt, und 100%ig richtig; vielleicht hier noch ein kleiner Nachschlag:
DER FAN:
Der Fan verpaßt keinen einzigen Abend von Dir, kommt um 10 und hilft Dir am Ende, die Koffer zu tragen. Dafür hast Du ihn aber unter der Woche auch 12mal am Telefon: "Na? Was machste gerade?" - "Fernsehen, wird gerade spannend..." - "Och nö, mir ist jedenfalls langweilig."
Der Fan verpaßt es nicht, dir auch wirklich jede CD aufzuzählen , die er in den letzten Tagen gekauft hat, wobei Preis, Zustand der Hülle und Lauflänge eine extrem wichtige Rolle spielen.
Einen Vorteil hat der Fan: er tanzt widerspruchlos auf alles, was du auflegst (zumindest ab dem Punkt, wo du dich auch mit anderen Nervensägen befassen mußt.)
Manche Fans bieten dir sogar die eigene Freundin zum gepflegten Beischlaf an, was du allerdings ablehnst, denn der Fan hat entsprechend seiner "charakterlichen Stärke" eine absolute Baracke, die immer neben ihm steht und dich dümmlich angrinst. Besondere Kennzeichen sind auch: extreme Nähe seiner ungeputzten Zähne zu deinem Ohr, beifallerheischendes, hektisches Umherschauen, ob jetzt auch wirklich jeder mitgekriegt, daß er sich mit dir unterhält und absolute Blindheit - er merkt nicht mal, daß du dich viel öfter nach CDs bückst als nötig, da du ihn einfach loswerden willst.
Bevorzugte Musik: die Band, die auf Deinem T-Shirt steht
Bevorzugtes Sexualobjekt: du im Dreier mit seiner Freundin
Bevorzugtes Getränk: dasselbe, was du trinkst

DER LICHTMANN
Der Lichtmann, auch Meister der Lampen oder einfach LJ genannt, ist in den meistn Fällen dein bester Freund. An hektischen Abenden kann er aber auch dein größter Gegner werden, wenn er breiter als du selbst unglaublich redselig wird, sein unvermmeidliches Bier in deine CD Koffer kippt und die Lampen gegen den Rhythmus bedient. Du vergißt durch diese unliebsamen Störungen noch mehr Plattenwünsche als ohnehin schon.
Der Lichtmann ist dennoch deine wichtigste und liebste Bezugsperson, es sei denn, er hat auch schon ein Auge auf die einzig akzeptable Maus da hinten an der Theke geworfen.
Du brichst dann einen Streit vom Zaun, der dann in Sentimentalitäten mündet, was letztlich dazu führt, daß beiden die Maus an der Theke durch die Lappen geht...
Bevorzugtes Getränk: Alles durcheinander
Bevorzugtes Sexualobjekt: Grundsätzlich dasselbe wie du
Bevorzugte Musik: völlig egal
Michael Zöller <djzoeller@freakmail.de>
Aachen, NRW Deutschland - Monday, February 25, 2002 at 15:28:56 (MET)
 

 
 DAC



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