Hunde, wollt Ihr ewig leben?

Datum 08.06.2004 22:12 | Thema: Essay


Hund (links) und Deutscher

Der Hund und sein Erzeuger

War die ursprüngliche Aufgabe des Hundes - oder genauer - dessen Vorfahren dem Wolf, noch seine durchaus ehrenwerte Rolle als Mosaikstein in der komplexen Verflechtung der Nahrungskette zu erfüllen, so ist er heute - durch den globalen Idioten Mensch domestiziert - auf die Erfüllung von lediglich zwei Grundpflichten reduziert: beissen und scheissen.
Diesem Job geht er mittlerweile sehr erfolgreich und in eindrucksvoller Vielfalt an Form und Farbe nach.
Vom mikroskopischen Pekinesen bis zum Kalbkonkurrenten Dogge -sie alle hinterlassen mehr oder minder grosse Spuren auf Gehwegen oder in Waden.

Da der Mensch im Prinzip der Schöpfer des Hundes ist (in diesem Zusammenhang fällt mir auf, dass die etwas aus der Mode geratene Beleidigung "Hundesohn" eigentlich obsolet ist. "Hundevater" wäre da viel adäquater - und im Übrigen auch wirkungsvoller - hält doch ein gewissenhafter Hundezüchter wahrlich nichts von Modernismen wie künstlicher Befruchtung), ist es nicht weiter verwunderlich, dass er darauf bedacht ist dessen Produktivität auf seine Bestimmung hin immer weiter auszubauen.

Das Resultat sind hocheffiziente Bestien, die immer fester beissen oder immer feister scheissen.

Das eine wird erreicht durch konsequente Weiterzüchtung von "Kampfhund" (mittlerweile wegen schlechter Publicity verharmlosend auch "Jagd-" oder "Wachhund") genannten Missgeburten, das andere durch die immer raffiniertere Weiterentwicklung von kalorien- und ballaststoffreichem Spezialfutter.

Der momentane Trend geht zum "Dual Purpose Dog", der gleichermassen über respekteinflössendes Gebiss- wie auch Dickdarmaktivitätspotential verfügt.

Interessanterweise führen diese beiden Beschäftigungsfelder unserer vierbeinigen Freunde dazu, dass sich deren Haupteinsatzzweck am effektivsten in unserer (den Menschen) nächster Umgebung entfalten kann. In der - möglichst dichtbesiedelten - Stadt.

Hier können sich Hundeführer (prominente Beispiele: Hitler, Stalin, Mussolini, Franco, Gerhard Schröder, George W. Bush, Kurt Krampmeier) neben den üblichen und von jedermann bekannten Unannehmlichkeiten, auch noch an den von ihren Lieblingen verursachten Kollateralschäden erfreuen.


Weltherrscher mit degenerierter Dreckstöle


Ach, wie rührend doch das besorgte Gesicht einer jungen Mutter, deren dreijähriges Kind ihr voller Stolz das soeben im Sandkasten gefundene und genau -auch oral - inspizierte Stück Dackelscheisse präsentiert.

Sollte zu diesem Zeitpunkt der geneigte Leser vielleicht zu dem Schluss kommen, ich möge Hunde nicht besonders, so liegt er fern der Realität: In Wahrheit hasse ich sie abgrundtief.

Ebenso wie Ihre "Herrchen" ( ...jaja und "Frauchen" aber das Thema kommt ein anderes Mal).

Ein nicht unwesentlicher Bestand des Themas HUNDE nämlich, sind die
Hundebesitzer.

Im Prinzip kann man Hundebesitzer mit Mac - Usern vergleichen.
Beide wollen einen Gegenstand, den sie mit einfachen Mitteln kontrollieren können und der ihnen das Gefühl vermittelt sie zu beherrschen, ohne dass sie sich darüber Gedanken machen müssten, wie er eigentlich funktioniert.


Für stupide Arbeiten am Mac gerade noch zu gebrauchen: Der Rhodesian Ridgeback

Beide reagieren hysterisch auf jegliche Kritik an ihrem Liebling und beide kann man ganz einfach und pauschal als Arschlöcher bezeichnen, ohne jede weitere Art der Differenzierung.

Der Hundebesitzer verfügt über ein sehr begrenztes Repertoire an Sozial-Funktionen, die sich in den einfachen Hundekommandos wiederspiegeln: sitz, lieg, hol Stöckchen, fass, friss, scheisse.
Eben die selben Grundmechanismen die auch sein eigenes miserables Leben diktieren.

Ähnlich dem Mac - User ängstigt den Hundebesitzer ein Übermass an Eingriffsmöglichkeiten.

Die überschaubare Einfachheit der Beiss- und Scheissmaschine Hund schmeichelt dem Intellekt seines Besitzers, da sie ihn niemals überfordert.

Er versteht ihn. Noch besser: er wird von ihm verstanden.

Die Synergie - Effekte, die aus der unheilvollen Verbindung Hund-Mensch resultieren potenzieren deren Wirkungsgrad beträchtlich.

Ist jeder für sich alleine genommen gerade eben noch tragbar, so mutieren sie in der Gemeinschaft zum "Duo des Grauens".

Wem jemals in einsamer Gegend die Kombination Asoziales-Element-Typ-Hooligan und begleitender Pitbull begegnet ist, wird mit Sicherheit seine Einstellung zum Schusswaffenverbot überdacht haben.

Natürlich, das Naheliegenste ist: Das ganze Pack einfach abknallen.

Leider machen uns da die Auswirkungen der linksliberalen Ära und deren verweichtliche Gesetzgebung einen dicken Strich durch die Rechnung. Putative Notwehr wird hier nicht anerkannt.

Also halten wir uns an den Hund.

Der gilt laut Gesetz als "Sache". Somit Hundemord als Sachbeschädigung, mit einigen juristischen Einschränkungen über die Ihr den Anwalt Eures Vertrauens befragen solltet.


nützlicher Link:
http://www.hundefeind.de/

(c) Tommi Stumpff




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